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Ein Selfie - (C) Serendipityna CC0 via Pixabay.de Ein Selfie - (C) Serendipityna CC0 via Pixabay.de

Wir machen ein wissenschaftlich richtiges Selfie

Wissen Sie was? Es gibt keine richtigen Selfies. Wir sind alle zu doof, uns richtig zu fotografieren. Und das mit den ganzen tollen Handys. Wir machen alle nur nichtverwertbare Schnappschüsse. Am besten lassen wir das ganz bleiben. So laufen wir wenigstens nicht Gefahr, dass uns irgendwelche Stanford-Wissenschaftler auslachen. So könnte man jedenfalls mutmaßen, oder nicht?

Kennen Sie das? In den sozialen Netzwerken und Messengern dieser Welt haben alle irgendwelche Profilbilder. Die sind meistens eher mies. Auch bei mir ist das so. Also nehme ich mich dabei nicht heraus. Und es ist immernoch so, dass es jede Menge Leute gibt, die ein typisches Duckface als Profilbild hernehmen. Wie originell. Und vor allem: Wie schön! Nee, nicht wirklich. Die meisten dieser Duckface-Bilder wirken einfach nur lächerlich. Aber es gibt eben auch die Bilder, auf denen man sich einfach nur so dämlich fotografiert hat.

Wie gesagt, ich bin da auch nicht anders, obwohl ich noch nie irgendwie mein Gesicht zu einer gequetschten Ziehharmonika verzogen habe, als sei ich zwischen zwei Beton-Platten eingeklemmt worden. Aber mit den Bildern bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Nun hat aber ein Informatik-Doktorand an der Stanford University herausgefunden, was denn die wichtigsten Merkmale für das perfekte Selfie sind. Das hat er in seiner Freizeit mit einem künstlichen neuronalen Netzwerk gemacht.

Ein gutes Selfie beinhaltet sozusagen dann folgendes:

  • eine Frau
  • Das Gesicht, das zwei Drittel des Bildes einnimmt
  • Filter und Extras

Auf einem schlechten Selfie wären dann zu sehen:

  • Mehrere Männer aus nächster Nähe in einem dunklen Raum

Ja, wer in den sozialen Netzwerken punkten will, der muss schon in die Trickkiste greifen. Aber ernsthaft: Das würde ja bedeuten, dass kein Mann jemals ein Selfie von sich in ein soziales Netzwerk laden sollte. Gut und schlecht wurde dabei aber anhand von „Likes“ – also „Gefällt mir“-Angaben – festgelegt. Und mal ehrlich: Das ist doch alles eher subjektiv. Wenn ich das so verfolge, dann stelle ich eben immer wieder fest, dass bei Bildern Frauen eher auf „Gefällt mir“ klicken als Männer. Und so ist es doch natürlich, dass die Freundin immer mal ein „Like“ bekommt, der Kumpel dagegen eher nicht.

Wir machen uns also wieder einmal unnütz verrückt. Was sollen denn solche Studien bezwecken? Soll jetzt meine Freundin für mich posieren, damit ich ein Selfie als Profilbild in einem sozialen Netzwerk habe? Ich denke, es gibt sinnvollere Dinge, über die man sich unterhalten könnte. Selfies werden doch eh überbewertet, oder sehe ich das falsch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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