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Wire - Pressebild - Grafik: (C) Wire Wire - Pressebild - Grafik: (C) Wire

Wire: Noch eine WhatsApp-Aternative

WhatsApp ist der Messenger mit der höchsten Verbreitung. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe Alternativen. Jetzt kommt wieder eine daher. Es reicht ja nicht, dass man neben WhatsApp noch Threema, Chiffry, Telegram, Facebook und so weiter und so fort hat. Jetzt muss es dringend noch einen Messenger aus Berlin sein. Noch dazu vom früheren Mitbegründer von Skype. Na, Prost Mahlzeit.

WhatsApp ist der Platzhirsch unter den Messaging-Lösungen. Alle Alternativen haben es sichtlich schwer, dem Riesen und zugleich der Facebook-Tochter Paroli zu bieten. Es ist eben auch ein bisschen der Herdentrieb. Ist man einmal bei einem Messenger gelandet, wechselt man nicht so schnell. Das sehe ich an meinen Kontakten, von denen quasi niemand bei einer der Alternativen erreichbar ist. Trotzdem schickt sich ein Berliner Entwicklerteam rund um Skype-Mitbegründer Janus Friis an, den Markt für Messaging-Apps umzukrempeln.

Wire unterstützt Chats und VOIP-Telefonie. Das hat der Chef von Skype übernommen. Video-Chats sollen dann demnächst folgen. Es ist wohl möglich, ganz einfach über die moderne Oberfläche Fotos und Co. zu verteilen. Und Videos von Youtube oder Lieder von Soundcloud können in die Nachrichten, die man über Wire verschickt, eingebunden werden. Das reißt mich jetzt noch nicht so sehr vom Hocker.

Die Wire-Entwickler hocken ja – wie gesagt – in Berlin. Der Firmensitz aber befindet sich in der Schweiz. Der Anbieter verspricht sichere Kommunikation und die Einhaltung der europäischen Datenschutzbestimmungen. Und die Server sollen allesamt in Europa stehen. Bislang gibt es Wire für Mac OS X, iOS und Android. Eine Web App für Windows soll folgen. Und alle Nachrichten sollen wohl ohne Zeitverzögerung auf allen angemeldeten Endgeräten synchronisiert werden.

Nun denn, Wire ist jetzt nichts revolutionär neues. Irgendwie hat man das schon alles mal bei Telegram, Threema, selbst bei ChatON von Samsung gehört – wenn auch manchmal nur in Teilen. Aber die App ist nett anzusehen. Aber reicht das aus, um diese App im Markt zu etablieren? Man will es jedenfalls versuchen. Und deshalb soll der Messenger kostenfrei bleiben. Nein, man will keine Nutzerdaten verkaufen. Aber wie finanziert sich Wire dann? Durch Premium-Angebote, wie t3n erzählt? Ich weiß nicht, ob das funktioniert. Was halten Sie davon?

Bildquelle: Wire – Pressebild – Grafik: (C) Wire

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Wire: Noch eine WhatsApp-Aternative

  1. Als ob den Gründern nichts mehr einfällt :). Auch ich kenne die Problematik mit dem Herdentrieb. Kaum einer wechselt, weil es zu unbequem ist und die meisten halt bei Whatsapp sind. Und genau deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein weiterer Messenger Erfolg haben kann. Es sei den man revolutioniert den die ganze Sparte!

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