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Gitarre - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de Gitarre - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de

25 Jahre „Tears in Heaven“ von Eric Clapton

Wird sein Sohn ihn im Himmel wiedererkennen, wenn er vor ihm stehen würde? Eric Claptons bekannteste Nummer feiert 25-jähriges Jubiläum. Ein trauriges. Das wissen wir sicherlich alle. Eigentlich wurde die leise Ballade für den Film „Rush“ geschrieben, aber sie erzählt auch die Tragödie seines vierjährigen Sohnes, der in New York City aus einem Fenster im 53. Stock in der Wohnanlage des Freundes seiner Mutter fiel. Die dreifache Grammy-Auszeichnung kann trotzdem den Verlust nicht wettmachen.

Würdest du meinen Namen kennen, wenn ich dich im Himmel träfe? Wäre es dasselbe? Ich muss stark sein und durchhalten, denn ich weiß, ich gehöre nicht hierher in den Himmel. Würdest du meine Hand halten, wenn ich dich im Himmel träfe? Und würdest du zu mir stehen? Ich werde meinen Weg in der Nacht und am Tag finden, denn ich weiß, ich kann nicht einfach hier im Himmel bleiben. Die Zeit kann dich runterziehen, sie kann dich in die Knie zwingen. Sie kann dein Herz brechen, dich dazu bringen, um Hilfe zu bitten. Jenseits der Tür gibt es Frieden, bin ich mir sicher. Und ich weiß, dass es keine Tränen im Himmel gibt.

Eric Clapton hat dieses Lied gemeinsam mit dem Texaner Will Jennings verfasst, der auch schon die Welthits „Up where we belong“ von Joe Cocker und Jennifer Warnes oder „Valerie“ von Steve Winwood oder „My Heart will go on“ von Céline Dion getextet hatte. Im Lied macht der Protagonist – also Eric Clapton – seinen Frieden mit dem Vorfall. Die Komposition begann allerdings schon vor dem Unfall seines Sohns Conor. Fertiggestellt wurde das Lied aber erst ein halbes Jahr oder so nach dem Tod.

Eric Clapton sah immer die Musik als eine Art Heiler an. Und wie sonst wohl hätte das Lied besser funktionieren können als zu der Zeit der großen Trauer Claptons? Eigentlich waren er und Jennings dabei, für „Rush“ ein anderes Lied zu schreiben, als „Tears in Heaven“ mehr oder weniger plötzlich in den Sinn kam mit den Bruchstücken, die da vor dem Unfall fertig waren. Plötzlich soll Clapton gesagt haben: „Ich will ein Lied über meinen Jungen schreiben“. Und das wurde dann diese gefühlvolle Nummer, die niemandem mehr aus dem Sinn gegangen sein dürfte.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „25 Jahre „Tears in Heaven“ von Eric Clapton

  1. Als jemand, der selbst Gitarre gespielt hat, bin ich auch Fan von Eric Clapton. Habe erst relativ spät gehört, welches Schicksal mit dem Lied verbunden ist. Gut, dass er mit diesem tollen Lied einen Weg fand, um seinen Sohn zu trauern. Es muss furchtbar sein, sein Kind zu verlieren. Ich habe großen Respekt, wenn ein Musiker die Musik nutzen kann. Ich würd beim spielen des Lieds vermutlich einen dicken Kloß im Hals haben, der mir keinen Ton entlocken würde.

    Ein sehr schöner, gefühlvoller Song eines begnadeten Musikers/Gitarristen.

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