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Schallplattenspieler - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de Schallplattenspieler - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de

30 Jahre OH, L’AMOUR von Erasure

Oh, l’amour: Das Lamento über die nicht erwiderte Liebe. Erasure feierten damit vor 30 Jahren den europaweiten Durchbruch. Und bis heute ist das Lied eine Hymne. Es gehört zu den so genannten „Signature Songs“ der beiden Briten Andy Bell und Vince Clarke. Bis zum heutigen Tag ist das Lied aufgrund seiner nervtötenden Einfachheit und seines Mitsing-Charakters ein äußerst beliebtes Lied in den Clubs dieser Welt. Und es hat nicht einen Kratzer abbekommen, auch wenn es teilweise unsägliche Cover-Versionen ertragen musste.

Das Lied ist die dritte Single des Duos. Und kurz darauf kam das Debüt-Album „Wonderland“ in die Läden. Und wenn etwas den Verkauf hätte ankurbeln können, dann dieses 3-Minuten-Mitsing-Liedchen. In Deutschland schoss das Lied bis auf Platz 16. Und es machte die beiden Musiker quasi über Nacht zu den großen Stars.

Sie haben sich gegenseitig gesucht. Und er versucht, ihn zu erreichen, aber er war zu blind, um das zu verstehen. Warum lässt er ihn allein? Es ist ja nicht gut, allein zu sein. Warum wegwerfen? Warum fortlaufen? Er lebt nur für diesen Tag, wie es sein sollte. Es gab eine Zeit, da war er bei ihm. Er sagte, er war nicht sein Fall, nur für eine Nummer. Keine Gefühlsbindungen, er weiß nicht mal mehr seinen Namen. Er legte sich zum Sterben hin, er ist schuld. Jetzt ist es an ihm. Er riss ihn entzwei. Denn er ist verletzt. Oh, l’amour, sein Herz brach, nun leidet er wegen ihm. Oh, l’amour, was erwartet er von einem verliebten Jungen?

Ja, 1986 hatte sich Andy Bell noch nicht geoutet. Inzwischen ist man ja schlauer. Zu der damaligen Zeit war das natürlich ein Klagelied an eine junge Frau. Das wusste aber noch niemand besser. Im Prinzip ist das Lied ein englisches „Du hast mich tausend Mal betrogen“, wie von Andrea Berg. Nur dass die Erasure-Nummer ein Welthit wurde und das schon vor 30 Jahren. Wir erinnern uns sicher gern daran, was da mal Erasure verbrochen haben. Denn diese Art von Musik – ja, New Wave – wäre anders ohne dieses Lied.

Und wer sich gern den Grund anhören möchte, warum das Lied gerade in Clubs zum großen Hit avancierte, der möge sich den 7 Minuten langen „Funky Sisters Remix“ anhören. Denn durch Pete Waterman, der hier dahinter steckt (Ja, der von Stock-Aitken-Waterman), ging das Lied steil bis fast an die Spitze der amerikanischen Dance Charts.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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