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Einmal Eskapismus und zurück

Eskapismus nennt man wissenschaftlich das, was man gemeinhin als Realitätsflucht bezeichnet. Man haut einfach mal mit dem Geist ab. Wie lang so ein Trip dauern kann, muss jeder für sich selbst wissen. Es gibt Leute, die dann einfach mal die harte Wirklichkeit wegen einer Scheinwelt verlassen oder ignorieren. Sei’s drum, die Welt ist auch noch morgen da. Nicht wahr?

Ich hatte einen Scheißtag. Jeder hat das schon mal zu sich gesagt. Das sind so Tage zum Davonlaufen. Irgendwie passt da auch der Begriff „gebrauchter Tag“ dazu. Mehr so lapidar sagt man sich dann vielleicht, dass man seine sieben Sachen packen und davonlaufen könnte. Nur ist das eben immer so ein Gedanke. Mal ehrlich, wer schickt denn wirklich den Alltag zum Teufel?

Da gibt es allerlei Rezepte, um sich mal eine kurze Auszeit vom Alltag zu nehmen. Nach solchen Tagen, die man einfach mal auf den Müll werfen könnte, klinkt man sich eine Weile aus. Wenn mir so ein Tag über den Weg läuft, dann klinke ich mich aus und dröhne mich mit Musik zu. Man hat ja so seine Lieblingsmusik. Ich denke, das kennt so ziemlich jeder.

Jetzt habe ich mich nach und nach so durch allerlei Musik durchgearbeitet. Für so eine Stimmung, dass man einfach mal alles wegwerfen könnte, braucht man dann irgendwie auch mal das eine besondere Lied. Ich wusste, dass ich da schon mal eins hatte. Und ich habe es wiedergefunden.

Es gibt da einen deutschen Elektronik-Musiker. Der heißt Harald Blüchel. Seine Musik habe ich Anfang und Mitte der Neunziger geliebt. Es war zwar irgendwie ein Hauch von Techno. Aber nicht nur. Es war sphärisch, melodiös. Irgendwie ist er aber aus dem Blickfeld der allgemeinen Medien verschwunden. Mir scheint aber, dass ihm das ganz recht ist. Aber ganz weg vom Fenster war er nicht.

Jedenfalls nannte er sich im Jahr 1994 Cosmic Baby. Und er hatte ein Album namens „Thinking about myself“ auf dem Markt. In über 70 Minuten nahm Blüchel seine Hörer mit in eine Traumwelt. Jedenfalls befindet sich auf diesem Album das passende Lied für mich für gebrauchte Tage. Ich habe es heute wiedergefunden, nachdem ich einen solchen Tag hatte. In geschlagenen 8 Minuten machen wir eine Reise zum und durchs Fantasia-Land und wieder zurück. Hören Sie mal, vielleicht ist das ja auch ein Rezept für Ihren gebrauchten Tag.

Cosmic Baby – Fantasia (Aus „Thinking about myself)

Eskapismus kann mal sehr hilfreich sein. Und gut, wenn man dann sowas hat. Man muss es ja nicht übertreiben und zum Einsiedler werden. Es reicht ja, wenn man sich mit der richtigen Musik versorgt. Oder was meinen Sie?

Fly away – (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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