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James Last mit Orchester in Köln 2009 - von Farbenpracht (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons James Last mit Orchester in Köln 2009 - von Farbenpracht (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

James Last gestorben

Gestern ist seiner Wahlheimat Florida der weltbekannte Bandleader James Last gestorben. Der Erfinder des Happy Sound wurde 86 Jahre alt. Man kann über ihn sagen, was man will, aber er hat mit seiner Art des Easy Listening Generationen von Musikern geprägt, und nie war die Schallplattenfirma Polydor erfolgreicher als zu seiner Zeit.

Der Bremer mit dem Bart wurde als Hans Last geboren. Das war im Jahr 1929. Sein Metier war das große Orchester. Groß geworden ist er mit Militärmusik und später mit Jazz. Gelernt hatte er Fagott, Kontrabass und Tuba, obwohl er lieber Klarinette gespielt hatte. Als Arrangeur wandte er sich mehr und mehr der Tanzmusik zu und wurde Schaffer unzähliger und unvergessener Aufnahmen. So gibt es die legendäre Schallplatten-Sammlung „Non Stop Dancing“, die seit 1965 bei Polydor erschient und für rund ein Drittel aller Umsätze des Labels verantwortlich war.

Zu der Zeit änderte er auch seinen Namen von Hans in James, um auch im internationalen Markt bestehen zu können. Bekannt sind die Plattencover, auf denen fett „james last“ in Schattenschrift zu lesen war. In den Achtzigern zog er dann nach Florida, und irgendwann verlor er an Ansehen bei Polydor. Zudem ist er Anlagebetrügern aufgesessen, sodass er keineswegs so vermögend war, wie man es vielleicht denken konnte.

Seine Musik wurde immer mit einem aus 40 Musikern bestehenden Orchester gespielt. Er legte Wert darauf, dass vor allem weggelassen werden konnte. So mussten nicht immer alle Instrumente gleichzeitig spielen. Oft waren es nur Akzente. Mehr und mehr setzte er auf elektronische Klangerzeugung. Aber über die Jahrzehnte blieb der Sound von James Last immer unverwechselbar. Das brachte ihm 17 Platin-, 207 Goldene, 11 Silberne Schallplatten und unzählige andere Preise ein.

Mir ist von ihm vor allem seine erste Akkordeon-Veröffentlichung im Ohr. Das Album „Biscaya“ von 1982 wurde in Florida aufgenommen und bescherte einen kolossalen Erfolg, der bis heute noch vielen Leuten im Sinn sein dürfte. Wie gesagt: Man kann über ihn sagen, was man will, aber er hat die Musik geprägt. Nun ist er tot, und obwohl mich vielleicht viele belächeln werden, die Musikwelt hat einen ganz großen verloren.


von James Last-Biscaya und dazu ein bildervideo – MyVideo

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „James Last gestorben

  1. Henning,
    warum soll man jemanden wegen seiner Meinung belächeln?

    Er war ein erfolgreicher Musiker / Bandleader, der mit seinem „Happy-Sound“ bis zum Schluss die Hallen füllte, und die goldenen,…. Platten und andere Preise sprechen ja auch eine klare Sprache darüber, dass seine Musik populär war und gekauft wurde.

    Ich bin quasi mit seiner Musik groß geworden. Meine Eltern hatten jede Menge (alle?) Schallplatten. Ich war kein Fan, fand aber manches richtig gut.

    Auch Musik-Kritiker sind nicht immer „nett“ mit ihm umgegangen. Aber seine Konzerte waren immer voll. Er hat sehr vielen Menschen Freude gemacht und das hat ihn angetrieben. Mit 86 Jahren eine Abschiedstournée zu spielen, ist ja sehr beachtlich.

    Der Käpt´n ist nun von Board. Tschüß Käpt´n James.

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