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Ein Käfer auf'm Blatt - (C) depaulus CC0 via Pixabay.de Ein Käfer auf'm Blatt - (C) depaulus CC0 via Pixabay.de

Kleinigkeiten – Käfer auf’m Blatt

Was nützen denn Kleinigkeiten? In der Wirtschaftswelt nennt man die auch gern mal Peanuts. Die zählen doch nicht. Die kann man ignorieren. Oder ist es etwa ganz anders? Sind es etwa die ganz kleinen Dinge, die viel zu bedeuten haben? Ich habe da eine ganz klare Vorstellung. Sie auch? Was denken Sie? Sind die Kleinigkeiten doch nicht so nutzlos, wie mancher denkt? Es gibt da sogar ein Lied dazu.

’n Käfer auf ‚m Blatt, was ist das schon? Das Blatt haut man ab, den Käfer Latscht man platt. ’n Käfer auf ‚m Blatt, was ist das schon?
’n Blick in ’ner Stadt, was ist das schon? Die Stadt ist so satt, und den Blick streift man schnell ab. ’n Blick in ’ner Stadt, was ist das schon?
’ne Hand in einer Hand, was ist das schon? Der ein‘ gibt man ein Gewehr, die andre wäscht den Toten hinterher. ’ne Hand in einer Hand, was ist das schon?

Das ist der Originaltext von „Käfer auf’m Blatt“ der DDR-Band Chicorée rund um den Musiker Dirk Zöllner. Ja, es gibt viele Leute, die da jetzt die Augen rollen. Vielleicht denkt auch der eine oder andere: „Wollen die mich damit verarschen?“ – Aber es ist damit eine ganz klare Sache gemeint: Kleinigkeiten sind viel wichtiger, als man vielleicht denkt. Sie können viel gutes erreichen, sie können aber auch viel kaputt machen. Passt mir auf die kleinen Dinge auf!

In dieser Welt, in der so viel schief geht, denkt man gar nicht so oft an die kleinen Dinge. Dabei ist es doch so einfach, sich seine kleine Welt zu schaffen und diese auch hoch zu halten. Ein einfaches Innehalten kann so viel mehr sein, als die große Fernreise. Ein einfaches Wort kann viel mehr bedeuten, als jedes Geschenk. Was für den einen selbstverständlich ist, nimmt ein anderer vielleicht nie als das hin, weil es besonders ist. Und gerade die kleinen Dinge, bei denen man schnell denkt, dass man sie einfach mal so mitnimmt, sollten niemals Teil einer Selbstverständlichkeit sein.

Oftmals bilden ja die kleinen Dinge einen großen Rahmen und ergeben ein Puzzle. Wer das dann fertig gepuzzelt hat, sieht ein Gesamtbild. Und man ist froh, dass das Alles so gut geworden ist. So, wie das auch bei mir im Privaten ein ziemlich gutes Gesamtbild ergeben hat. Was wäre denn daraus geworden, wenn ich den Käfer am Anfang platt gelatscht hätte? Und das wird auch mit diesem Lied ausgesagt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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