Skip to main content
Synthesizer - (C) Skitterphoto CC0 via Pixabay.de Synthesizer - (C) Skitterphoto CC0 via Pixabay.de

Längst vergessen: „Requiem“ von den LONDON BOYS

Never gonna get enough… Meine Fresse, haben wir das Lied damals geleiert. Es kam uns aber auch nie zu den Ohren heraus. Die London Boys waren hip. Also irgendwie. Sie waren nur kurz erfolgreich, aber dann eben gleich mal richtig. Leider gibt es von ihnen nicht allzu viel andere Musik, aber das ist eine gesonderte Geschichte. Jedenfalls reden wir mal kurz über das „Requiem“ von ihnen. Ich bin sicher, Sie kennen das.

Iss, küss, weine viel, und die ganze Welt lebt auf einem Parkplatz. Denn du weißt, dass ich der Schutzengel deines Schicksals sein würde. Ich sagte: Hipper Typ, steige auf, und der Regen fiel in einen Pappbecher. Denn Mädchen, du und ich, wir erklimmen das Gebirge der Ewigkeit. Ich sagte: 3-2-1-los. Wir verließen die Party und ließen die Feuer glühen. Denn ich fühlte das Verlangen, das brennende Fieber, das garantiert ist, um dich doppelt so gut fühlen zu lassen und den Zauber deiner engelsgleichen Augen zu erleuchten. Du bist die Liebe meines Lebens und ich werde dich jetzt nicht gehen lassen. Das ist ein Requiem für die Liebe. Unsere Liebe ist ein Geheimnis jetzt. Wie ein Dieb in der Nacht habe ich um Liebe gebettelt. Das Leben hat mich freigesetzt, um die Chance für dich und mich zu ergreifen. Das ist die Geschichte unserer Liebe.

Bitte was? Regen im Pappbecher? Die ganze Welt lebt auf dem Parkplatz? Und dieser ganze unsinnige Text ist ein Requiem für die Liebe? Ein Requiem ist eine heilige Messe für Verstorbene. Ernsthaft? Beim Text könnte man wirklich denken, dass hier aber ganz kräftig alles, was man mit Liebe verbindet, versenkt wurde. Wenn das Lied nicht so ein Gassenhauer gewesen wäre, hätte man sicherlich die London Boys für das Lied ausgelacht. Und den Produzenten Ralf-René Maué gleich mit. Es ist ja doch ziemlicher Unfug, der da zusammen gedichtet wurde.

Die London Boys waren Edem Ephraim und Dennis Fuller. Sie hatten mit eben jenem „Requiem“ 1988 und „London Nights“ 1989 großen Erfolg in ganz Europa. Allerdings war das auch so ziemlich alles vom Erfolg der beiden. 1996 fuhren die beiden mit Ephraims Frau und einem befreundeten DJ in den Skiurlaub in die Alpen und kamen unverschuldeter Weise bei einem Autounfall ums Leben. Ephraim und seine Frau hinterließen einen dreijährigen Sohn, Fuller hinterließ eine zehnjährige Tochter.

Die Musik war irgendwie eine Mischung aus Euro Disco und Hi-NRG. Man hätte zu dem Zeitpunkt gern denken können, dass hier irgendwie Dieter Bohlen oder so seine Finger im Spiel hätte. Aber dem war nicht so. Das Album „The Twelve Commandments of Dance“ mit den beiden genannten Singles fuhr Platin ein, und „Requiem“ bleibt irgendwie dann doch ein musikalisches Vermächtnis.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 4 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.