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Längst vergessen: „Time flies“ von Vaya Con Dios

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Vaya Con Dios: Das waren doch die mit „Whats’s a Woman“ und so. Und es war die belgische Band mit dem Album „Time flies“, das ich schon besprach. Aber es gibt eben Situationen, in denen muss man genauer auf ein Lied eingehen. Und das mache ich mal. Denn „Time flies“ ist ein sensationell gutes Lied und gnadenlos unterbewertet. Und deshalb muss ich einfach mal ein paar Worte mehr schreiben als vor knapp 2 Jahren.

Es war so ein lustiger Tag. Sie weiß nicht, warum sie eine endlose Gasse entlang geht. Das Leben zieht an ihr vorbei. Das Morgen ruft, aber sie schleift ihre Füße hinter sich her. Der Himmel ist unanständig klar, aber sie kann die Hitze nicht aushalten. Schlafwandeln im Dunst, wie ein Kind stolpern. Die Drachen, die sie gejagt hat, foppen sie innerlich. Die Zukunft ist unsicher so wie gestern. Die Erinnerungen an den Himmel können weggenommen werden. Sie sagen, er lernte aus seinen Fehlern, aber das ist eine Lüge. Ihre Erlösung wurde unzählige Male inszeniert. Aber die Engel der Leidenschaft verhöhnen sie im Schlaf. Sie werfen weiter mit Blättern und Dornen unter ihren Füßen. Du weißt, dass die Zeit verfliegt. Und eines Tages werden die Rebellen alle still werden. Es gibt kein Geld und niemanden, der dir Frieden im Geist kaufen kann.

„Time flies“ entstand – wie auch das gesamte Album – vor dem Hintergrund, dass die Beziehung zwischen Sängerin Dani Klein und Bassist Dirk Schoufs auseinanderbrach, er die Band verließ und im Laufe des Jahres 1991 an den Folgen einer HIV-Infektion starb. Die hatte er sich mit einer kontaminierten Heroin-Nadel zugezogen. Entsprechend nachdenklich und melancholisch kommt das Album und auch das Titelstück daher. Dani Klein, die das Album im Alleingang geschrieben und produziert hatte, verarbeitete darauf diesen heftigen Einschnitt.

„Time flies“ spielt mit dem Augenblick, der unterm Strich nichts anderes als ein kleines Körnchen Sand in der Wüste ist. Nichts und niemand kann einem Ruhe und Frieden bringen, und kein Geld der Welt Seelenfrieden. Dies ist eine direkte Anspielung an Dirk Schoufs und bringt die Zerrissenheit des Musikers direkt auf den Punkt. „Time flies“ endet plötzlich und hinterlässt den Hörer mit den letzten Tönen der Konzertgitarre. Und es wirkt, als ist mit dem Lied alles zum Thema „Carpe Diem“ gesagt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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