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Tanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Tanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Längst vergessen: „Tomorrow“ von The Communards

You may break the skin but you can’t kill the soul – Jimmy Somerville kam 1987 mit einer sehr interessanten Nummer aus dem Album „Red“ um die Ecke. „Tomorrow“ ist ein Lied über eine Trennung, weil er von Peinigungen die Nase voll hat. Das Lied ist eine ganz starke Synthiepop-Nummer, wie sie in den Achtzigern äußerst häufig aus Großbritannien nach Festland-Europa schwappten. Leider haben viele diese Single vergessen, weshalb ich an dieses Werk erinnern möchte.

Wie ein Messer eines Diebes, das dicht an die Kehle gehalten wird, wurde ich von dir und deiner grausamen Art, wie du dich hämisch freust, bedroht. Du hast mich einst angemacht, jetzt scheint alles so fern. Du brachst mich in Stücke, hast jeden Schlag genossen. Je härter du mich schlägst, desto stärker werde ich. Ich werde dich morgen verlassen, nehme meinen Stolz und gehe. Sag mir nicht, dass du mich liebst. Deine Tränen kommen zu spät. Deine Falle war eine Täuschung, und ich fraß den Köder. Das Tier in dir kannst du nicht in Schach halten. Ich bin nicht dein Besitz, den du behandeln kannst, wie du willst. Dein Schweigen wird dich langsam jeden Tag zerstören. Ich gehe morgen. Meine Liebe für das Leben ist groß. Du magst die Haut aufbrechen, aber du kannst nicht die Seele töten. Ich gehe morgen. Ich hatte alles, was ich ertragen kann.

Wie gesagt, „Tomorrow“ ist eine bärenstarke Nummer. Was muss jemand erlebt haben, um so einen Text zu verfassen? Peinigung muss man nicht nur in Form von physischen Verletzungen ertragen. Oftmals sind psychische Verletzungen mindestens genau so schlimm. Und ich finde, das haben Jimmy Somerville und Richard Coles einzigartig vertont. Überhaupt ist das Album „Red“ unvergleichlich ernst, da dort auch die Hymne für den gestorbenen Kämpfer für die Rechte der Homosexuellen Mark Ashton, „For a Friend“, enthalten ist.

Pop, Synthiepop und New Wave musste man nie von vornherein als leichte Kost verstehen. Es konnte durch diese Musik auch immer ein ernstes Thema diskutiert werden. Und dies zeigt sich auch in dem Lied „Tomorrow“. Das war Hauptsingle des Albums, obwohl „Never can say goodbye“ ungleich erfolgreicher war. Aber was Erfolg ist, liegt ja manchmal auch im Auge des Betrachters. Dass die Nummer richtig stark ist, darüber müssen wir uns sicherlich nicht unterhalten, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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