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Schallplatten - (C) artemtation CC0 via Pixabay.de Schallplatten - (C) artemtation CC0 via Pixabay.de

Lalala, bitte was? – Stereoact und Kerstin Ott

Die immer lacht? Aus dem Erzgebirge kommen zwei DJs, die derzeit mit einem Schlagerliedchen die Hörer heimsuchen. Das stammt von Kerstin Ott. Und irgendwie ist mir so, als ob das Lied so unfassbar schlecht ist, dass es dann schon wieder gut ist. Eins ist auf jeden Fall erst einmal Fakt: Das Lied wird – ob man will oder nicht – zum Ohrwurm. Grund genug, ein paar Takte dazu zu schreiben.

Irgendein Radio-Sender nervt mich seit einer Weile mit „Die immer lacht“ von Kerstin Ott im Remix von Stereoact. Stereoact ist ein DJ-Duo aus dem Erzgebirge, Rico Einenkel und Sebastian Seidel. Aus irgendeinem Grund sind sie zu Kerstin Ott gekommen. Die stammt aus Heide. Weder von den DJs noch von der Schlager-Sängerin habe ich bisher irgendwas gehört. Und dann kommen die mit diesem Liedchen daher.

Sie ist die Eine, die immer lacht. Immer lacht, immer lacht, immer lacht. Oder so. Gefällig ist es, aber es fällt zumindest mir irgendwann während der dreieinhalb Minuten gewaltig auf den Wecker. Denn irgendwann trällert die Frau Ott darüber, dass SIE weint. Wer auch immer diese SIE sein soll. Das wird das gesamte Lied lang nicht klar. Jedenfalls ist es SIE, die immer lacht. Lalala, bitte was?

Es ist momentan – oder seit vielleicht zwei Jahren – gewaltig in Mode gekommen, irgendwelche Lieder durch den Wolf zu drehen und mit House Beats zu unterlegen. Im Prinzip ist „Die immer lacht“ so etwas ähnliches wie die „Jugendliebe“ von Ute Freudenberg. Durch den Remix von Stereoact wird daraus ein beliebiges House-Stückchen, auf dem sich Kerstin Ott alle Mühe gibt, das Gehirn des Zuhörers mit „Immer lacht, immer lacht, immer lacht“ zu rösten.

Ich weiß nicht, habe ich hier irgendwas verpasst? Ist das unsere neue Popmusik aus deutschen Landen? Dann ist es kein Wunder, dass Deutschland beim Eurovision Song Contest irgendwelche Verlegenheitsnummern antreten lässt. Und wenn dann die deutsche Nummer ganz hinten landet, hat Kerstin Ott auch das Passende aus ihrem Lied, wenn sie „Und sie weint, und sie weint, und sie weint“ singt.

Bei solchen Liedern wird mir irgendwie Angst und Bange um die deutsche Musik. Es mag ja gut ankommen. Laut Wikipedia ist das Lied an Neujahr erschienen und hat es bislang auf Platz 45 der deutschen Single-Charts geschafft. Aber ich kann mich irgendwie nicht damit anfreunden, dass so etwas die Zukunft der Musik aus Deutschland sein soll. Aber vielleicht bin ich damit auch allein. Was ist denn Ihre Meinung zu dem Geträller? Und bitteschön:

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

22 Gedanken zu „Lalala, bitte was? – Stereoact und Kerstin Ott

  1. Pingback: Danke, Kerstin Ott
  2. Da es sich nur um ein Lied handelt und nicht um ein Gesetz – kann doch jeder damit verfahren wie er will. Auf jeden Fall wird einer lachen – der oder die mit den „Taschen voller Geld“.

  3. Der wahrscheinlich übelste Ohrwurm aller Zeiten. Geht es übrigends nur mir so, dass man dauernd das Gefühl hat, während dem Lied (und danach) komplett zu verblöden.
    Das Lied passt aber auf jeden Fall zur infantilen und grenzdebilen Gesellschaft!

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