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Unheilig beim ESC-Vorentscheid in Köln - von © Markus Felix (talk to me) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Unheilig beim ESC-Vorentscheid in Köln - von © Markus Felix (talk to me) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

„Unheilig“ am Ende

Das Album „Gipfelstürmer“ steht bevor. 3 Jahre hat der Graf mit seiner Band „Unheilig“ daran gearbeitet, heißt es. Und es wird das letzte Album sein. Die zum Pop mutierte Band wird auf Abschiedstour gehen, und danach wird sich der Graf aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Das ist ihm beim Schreiben des Albums klar geworden. Jetzt wird es einen langen Abgesang auf die Mystik-Rocker geben. Aber es ist auch gut so.

Ich habe die Musik von Unheilig ein Stück weit als angenehm empfunden. Große nennenswerte Bekanntheit erlangte die Band durch das Album „Puppenspiel“ mit der sagenhaften Single „An deiner Seite“ – eins der vielen Lieder über Abschied. Die größten Erfolge kamen aber danach in Form von „Große Freiheit“ und „Lichter der Stadt“. Aber nach „Puppenspiel“ war es eben in meinen Ohren nur noch Pop und nicht mehr die Neue Deutsche Härte und der Synthie-Rock. Es war alles irgendwie weicher.

Wenn ich mich an Lieder wie „Sage ja!“ oder „Goldene Zeiten“ erinnere, können Lieder wie der Shantie „So wie du warst“ oder gar „Wir sind alle wie eins“ einfach nicht mithalten. OK, ich muss zugeben, direkt schlecht war sie nicht, die Musik von Unheilig. Aber sie hatte mit Erreichen des Mainstreams an – nun ja – Dichte verloren.

Mit „Gipfelstürmer“, das wohl in den nächsten Wochen erscheinen dürfte, wird das Thema Unheilig zu Ende geschrieben. Das hat der Graf auf der Webseite der Band angekündigt. Er wird sich ins Private zurückziehen, sich seiner Familie widmen und aus der Öffentlichkeit verschwinden. Schnell, wie er kam, wird er wieder weg sein.

Ich schrieb ja schon darüber, was für mich DAS Highlight im Schaffen der Band war: Spiegelbild. Ich habe das Gefühl, als hätte der Graf mit diesem Lied die Hosen weiter heruntergelassen, als ihm bewusst war. Ich finde, er hatte nach „Puppenspiel“ nie wieder diese Qualität erreicht. Und da komme ich automatisch auf den Gedanken, dass der Graf nicht einfach nur eine gute Zeit für das Ende gekommen sieht. Ich komme auf den Gedanken, dass er ausgelaugt und ausgebrannt ist.

Vielleicht gibt es einfach keine Geschichten mehr zu erzählen. Vielleicht ist er fertig von dem Vertrag mit der Plattenfirma Universal, die seine Alben nach „Puppenspiel“ verlegt hat. Vielleicht ist klar geworden, dass er nicht mehr tiefgründig genug sein konnte. Wer weiß das schon? Unheilig wird die Bühne verlassen, so viel steht fest. Ob es irgendwann weitergeht, weiß niemand. Schauen wir mal. Er soll nur erst einmal Familienvater sein. Und vorher den „Gipfelstürmer“ mimen.

Bildquelle: Unheilig beim ESC-Vorentscheid in Köln – von © Markus Felix (talk to me) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „„Unheilig“ am Ende

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