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1. FC Lokomotive Leipzig: Aufstieg geschafft

Wer – wie ich – mit einem Fußballclub aufgewachsen ist, der sich fast um die Ecke befand, schaut auch auf die Erfolge des Nachfolgers. So auch bei Lok Leipzig. Wie bekannt ist, sieht sich ja der jetzige Verein 1. FC Lokomotive in der Tradition des 1966 gegründeten Elite-Fußballclubs. Wie  auch immer, jedenfalls hat es der blaugelbe Verein geschafft, in die Regionalliga aufzusteigen. Damit wird ein überaus erfolgreicher Frühling in Sport-Leipzig abgerundet. Und deshalb erzähle ich etwas darüber.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist noch Lichtjahre davon entfernt, professionell zu spielen. Sie haben aber wieder den nächsten Schritt geschafft, um wieder in diese Regionen vorzustoßen. Von der NOFV-Oberliga Nordost – Staffel Süd – ist der im Dezember 2003 gegründete Verein in die Regionalliga Nordost aufgestiegen, nachdem es die Mannschaft schon lange selbst in der Hand hatte.

Damit ist der Schritt von Spielklasse 5 in die Spielklasse 4 geschafft. Es hieß mal, dass man sich zutraut, bis in die Dritte Liga zu marschieren. Wenn man aber konsequent, professionell und sauber arbeitet, könnte sogar perspektivisch mehr drin sein. Eine Fußball-verrückte Stadt, die den ekelhaften Niedergang des Vorgänger-Vereins live miterlebt hat, wartet eigentlich auf eine zweite dominierende Mannschaft. Denn wir müssen einfach sagen, dass nicht jeder mit RB Leipzig einverstanden sein muss. Um ihnen auch hochklassigen Fußball zu bieten, braucht es die Loksche.

Außerdem ist es doch so, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Und somit kann sich die Regionalliga künftig auf Duelle von Lok Leipzig gegen den ZFC Meuselwitz, die U23 von RB Leipzig, den FC Carl Zeiss Jena, den BFC Dynamo und – so lang der Aufstieg nicht endgültig geschafft ist – den FSV Zwickau freuen. Der blaugelbe Club scheint inzwischen so etwas wie eine kolossale Bereicherung der Liga zu sein.

Sie haben die Oberliga mit 11 Punkten Abstand auf Platz 2 gewonnen. Das ist ziemlich deutlich. Hoffen wir mal, dass an den vielen Gerüchten, die immer wieder umher wabern, etwas dran ist. Nämlich dass man demütig weiter versucht, vernünftige Arbeit zu machen, und dass perspektivisch das alte Bruno-Plache-Stadion sinnvoll umgebaut wird. Denn wie soll es denn sonst im Leipziger Südosten voran gehen?

Nun freut man sich erstmal, dass man wieder eine Liga geschafft hat. Gestern nahm die blaugelbe Mannschaft den Gegner Askania Bernburg im dortigen Stadion vor über 2000 Zuschauern mit 0:5 auseinander und machte den Deckel drauf. Den Stadtrivalen FC International Leipzig hat man damit in die Schranken gewiesen und kann nun sinnvoll für die Zukunft planen. Schauen wir mal, wie weit die Reise der Lok noch geht. Vernünftig muss sie sein, und das muss der Club weiter unter Beweis stellen.

Nebenbei bemerkt:

Weil es hier im Blog ja meistens untergeht, ich habe noch eine Erfolgsmeldung. Der HC Leipzig, die verrückten Handball-Mädels nämlich, hat den DHB-Pokal gewonnen. Und zwar gegen den BVB. Ja, Sie haben richtig gelesen. Borussia Dortmund hat gestern zweimal ein Pokal-Finale verloren. Im Fußball gegen die Bayern und im Handball gegen die blaugelben Damen.

Damit entschädigen sich die Damen dafür, dass sie nur um Haaresbreite auch den Meistertitel in der Handball-Bundesliga verpasst haben. Viereinhalb Tausend Zuschauer fieberten da gestern in der eigenen Arena mit. Und die Mädels krönten sich abschließend für eine bärenstarke Saison.

Am Ende halten wir fest:

RB Leipzig repräsentiert Leipzig in der Bundesliga, Lok Leipzig die Stadt in der Regionalliga, der HC Leipzig spielt international. Und somit hat die Stadt Leipzig einen überaus erfolgreichen Frühling erlebt. So darf das gern bleiben. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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