Skip to main content
VfB Stuttgart - by VfB Stuttgart Public domain via Wikimedia Commons VfB Stuttgart - by VfB Stuttgart Public domain via Wikimedia Commons

Beim VfB Stuttgart brennt mal wieder der Baum

Ach, VfB, du wirst es wohl nie schaffen. Ein Vorschlag zur Güte: Steig mal ab, schmeiß deine Führung raus und fang noch einmal von vorn an. Mein Lieblingsverein der ersten Fußball-Bundesliga zerlegt sich mal wieder selbst. Der glücklose Alexander Zorniger, ehemaliger Erfolgstrainer des hiesigen RB Leipzig, ist bei seinem Wunschverein VfB Stuttgart gescheitert. Der zauselige Betonschädel ist meiner Meinung nach an einem kranken Gefüge im Verein kaputt gegangen. Und nun?

Ganz, ganz unten: Das ist seit Jahren der Platz des Clubs. Und nichts und niemand kann etwas daran ändern. Egal, wer da zum Leiten der Turnübungen antrabt, er scheitert über kurz oder lang. Ernsthaft, Leute, das liegt an keinem Trainer der Welt. Oder wen wollt ihr denn nun noch für das Abschneiden des Teams verantwortlich machen? Ist es eventuell der Erfolg von Pep Guardiola in der bayrischen Provinz, der euch Misserfolg beschert? Oder wer ist der Verantwortliche?

Zorniger war freilich nicht sonderlich erfolgreich in Stuttgart. Er hat wahrscheinlich auch nicht geahnt, worauf er sich da einlassen würde. Aber es hätte ihm klar sein müssen, wenn er sich die Trainer-Historie der letzten 10 Jahre angeschaut hätte. Vor ihm wurde elf Mal der Turnleiter gewechselt. Zweimal trat dabei Armin Veh an, zweimal Huub Stevens. Auch Zorniger selbst hatte dort schon trainiert. Als Co von Markus Babbel. Die letzten Erfolge sind auch schon ein paar Jährchen her:

  • Deutscher Meister 2007
  • UI-Cup Sieger 2008

Ein paar Finalteilnahmen waren noch dabei. Aber die ehemalige Macht ist schon lange nicht mehr da. Und immer wieder wird der Trainer für den jeweils aktuellen Misserfolg verantwortlich gemacht. Ist das nicht ein bisschen einfach? Ist es nicht so, dass der Verein vielleicht an anderer Stelle krankt? Das zeigt sich ja auch daran, dass die U23 des Clubs in der 3. Liga ähnlich erfolgreich ist wie die erste Mannschaft in der Bundesliga.

Aber wahrscheinlich wollen das Bernd Wahler, Robin Dutt und Co. alles gar nicht wissen. Jedenfalls ist es nicht mehr die Schuld des Trainers, wenn seit Jahren der große Erfolg ausbleibt und x Trainer verschlissen wurden. Das wird auch Zornigers Nachfolger lernen. Momentan soll Co-Trainer Kramny übernehmen. Und wer soll es dann irgendwann richten? Wenn es selbst Zorniger, Veh, Stevens, Schneider und Co. nicht geschafft haben? Jose Mourinho? Joachim Löw? Die gespielten Namen sollen wohl eher Thomas Gisdol oder Lucien Favre sein. Aber ob die sich das antun werden?

Man muss bedenken, dass Alexander Zorniger einen Plan und ein System hat und immer unbequem war. Damit hat er es beim RB Leipzig geschafft, von der Regionalliga in die Zweite Bundesliga durch zu marschieren. Zorniger ist einer dieser Typen, die man mögen oder hassen kann. Der wird nie diplomatisch sein, nie sympathisch. Lässt man ihn aber machen, kann das durchaus erfolgreich sein. Das hat man aber wahrscheinlich „im Ländle“ nicht gewollt. Also steigt endlich ab und denkt mal darüber nach, was ihr denn wirklich wollt! Interessant in diesem Zusammenhang ist aber dieser Artikel, der hübsch analysiert, wo es wirklich beim VfB krankt.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 3 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.