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Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de

Chemie Leipzig gegen Lok Leipzig: Idioten gefährden den Straßenverkehr

Heute morgen im Verkehrsfunk, als ich auf Arbeit fuhr: Autofahrer sollen vorsichtig sein, weil lebensgroße Puppen an Autobahnbrücken hängen würden. Ich war mir nicht sicher, in welchem falschen Film ich nun wieder sein würde. Ein Riss in der Matrix? Aber nein, eine Weile später klärte sich die Sache auf. Vor dem Stadtderby im Sachsen-Pokal zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem 1. FC Lokomotive Leipzig hat das Vorgeplänkel eine neue Wendung bekommen, die den Straßenverkehr gefährdete. Und mich beschäftigt seitdem die Frage: Habt ihr sie noch alle?

Da hingen in der Nacht zum Donnerstag lebensgroße Puppen von Brücken. Rund um Leipzig an Autobahnbrücken und an Brücken über Bundesstraßen. Autofahrer hatten sich im Dunkeln erschrocken, und so kam es zu Verkehrsunfällen. Es heißt, dass die Puppen an mehr als einem Dutzend Brücken hingen. Aber wie passt das nun zum bevorstehenden Derby? Ganz klar, wie die Polizei der Stadt Leipzig erzählt hat: Es handelt sich um grüne Puppen. Chemie hat grün als Farbe. Und die Polizei geht eh davon aus, dass es sich um Geplänkel vor dem Spiel geht.

Die Beschreibung der Puppen geht noch weiter. Die waren nicht nur grün, sondern hatten auf dem Rücken eindeutig zuzuordnende Namen und die Zahl 64. Nun muss man wissen, dass die BSG Chemie Leipzig 1964 letztmalig DDR-Fußball-Meister wurde. Es ist also tatsächlich davon auszugehen, dass es sich um Vorgeplänkel vor dem kritischen Derby handelt. Aber ehrlich jetzt: Was hat dieser Schwachsinn, der Unfälle provoziert hatte und demzufolge ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr ist, mit Fußball zu tun?

Am Wochenende soll es eh ziemlich heiß her gehen. Hooligans aus allen Ecken der ehemaligen DDR sollen sich angekündigt haben. Es ist immer wieder davon die Rede, dass es am Spieltag zu einem Warmabriss des Alfred-Kunze-Sportparks kommen wird. Was soll das? Aber das wird sicherlich alles mit „Tradition“ und „gehört ja mit dazu“ überschrieben. Dann ist ja sicher alles in Ordnung. Aber eine Frage: Haben sich diese angeblichen „Fans“ einmal die Frage gestellt, ob genau solche Aktionen eventuell der Grund dafür sind, warum RB Leipzig so einen Zulauf hat? Ihr habt es nicht besser verdient. Das braucht niemand in Leipzig.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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