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Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de

Das Trainerbeben mit dem nächsten Streich

Nachdem bekannt ist, dass Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund aufhört, wurde gestern Tayfun Korkut bei Hannover 96 beurlaubt. Das geht weiter. Denn es könnte noch mehr ereilen, dieses unfassbare Trainerbeben in dieser Saison. Aber wenigstens bezüglich Dortmund und Hannover gibt es gleich eine Lösung für die Nachfolge. Darüber müssen wir kurz reden. Denn eine Personalie betrifft auch den RB Leipzig.

Der BVB hat sich nun also die Dienste vom begehrtesten Turnlehrer der Christenheit gesichert. Thomas Tuchel übernimmt zum Saisonwechsel das schwere Erbe von Jürgen Klopp, der ja definitiv aufhören wird. Was Klopp dann tut, ist nicht klar. Auf jeden Fall wird Tuchel sein Nachfolger. Wie schon in Mainz. Das kann man witzig finden. Aber das Ganze ist auch problematisch. Und ich bin froh, dass Tuchel deshalb nicht zu RB Leipzig kommt.

Es ist nämlich nach wie vor nicht klar, warum so ein riesiger Hype und den Mann aus Günzburg gemacht wird. Es steht außer Frage, dass Tuchel ein guter Trainer ist. Das sind aber so viele andere Trainer auch. Ich führe mal als Beispiel den Ralph Hasenhüttl vom FC Ingolstadt an. Warum wird um Tuchel so Theater gemacht? Ich habe verschiedene Kommentare dazu gelesen und finde einfach keine Erklärung. Die Gefahr, dass er beim BVB verbrannt wird und dem Druck nicht standhält, ist nun einmal gegeben. Und ob er dann noch einen attraktiven Job erhalten wird, weiß man nicht.

Tja, und in Hannover hat man gestern den erfolglosen Tayfun Korkut vor die Tür gesetzt. 13 Spiele ohne Sieg waren einfach mal zu viel für Club-Präsident Martin Kind. Und dann tauchte in Bochum beurlaubte Peter Neururer vor der Club-Zentrale auf, der bereits zweimal die Niedersachsen trainiert hatte. Aber Hannover 96 wollte nur eine Lösung bis zum Saison-Ende. Dass wird wohl Neururer zu fadenscheinig gewesen sein, denn er wurde nicht neuer Trainer, sondern Michael Frontzeck.

Frontzeck hat als Trainer bereits einige Stationen hinter sich. Zuletzt war er von 2012 bis 2013 Trainer vom FC St. Pauli. Ihn hatte man schon fast vergessen, und ich glaube, deshalb hat sich der ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach auf die Harakiri-Aktion im Niedersächsischen eingelassen. Er will sich eben wieder ins Gespräch bringen.

Und was hat das jetzt alles mit RB Leipzig zu tun? Bei den genannten Personen könnte immernoch Peter Neururer als Trainer der Leipziger anbieten. Nachdem der ja nicht mehr über das Engagement von Red Bull schimpft, sondern immer mehr die Infrastruktur im Club und die Mannschaft lobt, hat er sich ja in Stellung gebracht. Nachdem aber die Beierlorzer-Truppe nach wie vor gute Spiele abliefert, wird es wohl mit dem sympathischen Franken weitergehen.

Es wird wohl noch viel passieren, was Trainerjobs betrifft. Bruno Labbadia macht mit dem HSV ja so weiter, wie seine Vorgänger alle aufgehört haben. Alexander Zorniger übt sich weiter darin, Unwissen zur Schau zu stellen, was den VfB Stuttgart betrifft. Hannover 96 will erst im Sommer richtig planen, was Neururer vergrault hat. Und in Leipzig machen sie weiter entspannt ihre Arbeit. Wenn das nicht eine Nachrichtenlage ist, aus der man seine Artikel stricken kann.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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