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Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de

DFB-Nationalmannschaft – Ohne Zuwanderung nicht mögliich

SCHLAND! Deutschland ist Weltmeister und steht nun in der Qualifikation zur Europameisterschaft. Aber wie wäre das Team ohne Zuwanderung? Wie wäre es denn, wenn Bundestrainer Joachim Löw auf Spieler verzichten würde, die irgendwie einen Migrationshintergrund hätten? Also ich denke, das Team wäre wesentlich weniger erfolgreich wäre. Dann schauen wir mal.

Im Tor

Keine Frage, im Tor steht Manuel Neuer aus Gelsenkirchen. Wenn nicht er, dann Marc-André ter-Stegen, Ron-Robert Zieler, René Adler, Kevin Trapp oder Roman Weidenfeller. Im Tor kommt das DFB-Team ohne Zuwanderung aus. Aber das bleibt nicht so. Das werden Sie schon noch sehen.

Abwehr

Jérôme Agyenim Boateng ist deutsch-ghanaischer Abstammung. Emre Can ist türkischer Abstammung, Matthias Ginter ist Freiburger, Jonas Hector ist aus Saarbrücken, Mats Hummels aus Bergisch-Gladbach, Shkodran Mustafi ist albanischer Abstammung, Sebastian Rudy stammt aus Villingen-Schwenningen, Holger Badstuber kommt aus Memmingen, Erik Durm aus Pirmasens.

Von den hier aufgeführten Spielern, die sozusagen etwas wie die erste Reihe ist, haben wir Spieler, die ohne Zuwanderung nicht in der Nationalmannschaft spielen würden. Ein Drittel wäre gar nicht mit dabei.

Mittelfeld

Karim Bellarabi ist Deutsch-Marokkaner, İlkay Gündoğan ist türkischer Abstammung, Christoph Kramer, Toni Kroos, Thomas Müller dienen mal nicht als Beispiel. Mesut Özil ist türkischer Abstammung, Lukas Podolski polnischer, Sami Khedira ist Deutsch-Tunesier, Sidney Sam Deutsch-Nigerianer. Alle anderen sind deutscher Abstammung.

Wie Sie sehen, haben wir auch hier jede Menge Spieler, die nicht in der Nationalmannschaft spielen könnten, wenn es keine Zuwanderung gäbe. Bei 21 Mittelfeldspielern haben wir 6 Spieler, deren Eltern irgendwie zugewandert sind.

Angriff

Im Angriff sieht es auch nicht anders aus. Obwohl: Hier haben wir Mario Gomez, der deutsch-spanischer Abstammung ist, und das war’s. Von den 5 Stürmern hat einer einen Zuwanderungshintergrund.

Fazit

Zuwanderung gibt es in allen Bereichen der Gesellschaft, auch im Spitzensport. Man sagt, dass der Spitzensport einen Querschnitt der Gesellschaft ergibt. Wenn man so will, dann haben wir in der Nationalmannschaft von den 51 in der Wikipedia genannten Spielern 10, bei denen Zuwanderung und dergleichen eine mehr oder weniger große Rolle spielt.

20% also mit Migrationshintergrund, und da regt sich niemand darüber auf. Das ist auch gut so. Wenn wir das so weiterspinnen, dann wäre es doch völlig normal, dass von 81 Millionen Deutschen etwa 16 Millionen irgendwie mit Zuwanderung zu tun haben. Also eine Einwohnerstärke wie die gesamte ehemalige DDR.

Gestern hat „Die Mannschaft“ mit 3:1 gegen Polen gewonnen. Es handelte sich um eine Team-Leistung. Und warum soll denn Deutschland an sich nicht mit Team-Leistung glänzen, um so führend zu bleiben, wie es oft ist? Insofern können Flüchtlinge und Zuwanderer durchaus wichtig und richtig für das Land sein. Abgesehen von der ganzen Hilfe, die jetzt erstmal notwendig ist.

Ich weiß, das sind ziemlich merkwürdige Zeilen. Ich hoffe, Sie wissen, was ich damit sagen will. Deutschland braucht Zuwanderung. Und Deutschland kann auch helfen. Insofern können wir ziemlich gelassen sein, was das betrifft. Und wenn das nächste Mal die Nationalmannschaft spielt, sollte man sich vielleicht daran erinnern, dass „Die Mannschaft“ nicht dort stehen würde, wo sie jetzt steht, wenn die Spieler, deren Vorfahren zugewandert waren, nicht in der Nationalmannschaft spielen würden.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „DFB-Nationalmannschaft – Ohne Zuwanderung nicht mögliich

  1. Genau so ist das. Leider akzeptieren diese Zusammenhänge nicht sehr viele MitbürgerInnen.

    Das ist schon komisch in einem Land, in dem so viele Abkömmlinge von Migranten leben. Können wir nicht einfach in den Vordergrund stellen, dass wir alle Menschen sind? Wir sind wahlfrei. Wir können uns bekämpfen, aber wir können uns auch mit Respekt und Hilfsbereitschaft begegnen.

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