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DFB-Zentrale in Frankfurt (Main) Niederrad - By Chivista 18:44, 25. Dez. 2008 (CET) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons DFB-Zentrale in Frankfurt (Main) Niederrad - By Chivista 18:44, 25. Dez. 2008 (CET) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

DFB-Pokal – VfL Osnabrück gegen RB Leipzig ist entschieden

Was eigentlich jedem klar war und eigentlich keiner Nachbetrachtung bedurfte, ist eingetreten: VfL Osnabrück gegen RB Leipzig ist entschieden. Dass ein DFB-Pokalspiel mal eine Woche dauert, ist auch eher eine Seltenheit. Aber ebenso selten ist es, dass ein Spiel in dem Wettbewerb abgebrochen werden muss. Dafür gab es handfeste Gründe. Und diese führten jetzt dazu, dass der VfL Osnabrück sich in Ruhe auf seine Liga konzentrieren kann, da der Club ausgeschieden ist.

0:2 verlor der lila Verein das Spiel gegen den verhassten RB Leipzig. Und das nur, weil sich einige Fans im Stadion nicht benehmen konnten. Da gab es Bierbecherwürfe, und auch andere Dinge lernten das Fliegen. Auch ein Feuerzeug, das dann eben den Schiedsrichter am Kopf traf. Die Konsequenz daraus war, dass das Spiel abgebrochen und heute am grünen Tisch zu Ende gebracht wurde. Der Verein aus Niedersachsen wollte gern die verbleibenden ca. 20 Minuten zu Ende spielen, der Verein aus Sachsen wollte eine Neuansetzung. Aber beides ist nicht möglich.

Niemand möchte gern fernab vom Spielfeld ein Spiel entscheiden. Auch der RB Leipzig pochte nicht darauf, das Spiel als gewonnen gewertet zu bekommen. Deshalb bot man an, das komplette Spiel zu wiederholen. Man wolle sich lieber sportlich messen, statt am grünen Tisch etwas zu verhandeln. Aber diese Möglichkeit bestand nicht.

Es gibt nun einmal Statuten, die für alle Mannschaften gelten. Und daran hat sich auch das DFB-Sportgericht gehalten. Weil ein Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und das Verschulden der Zuschauer dem Verein zuzurechnen ist, wurde das Spiel so gewertet, wie es gewertet wurde. Ich meine, wenn sich Fans von RB Leipzig so verhalten, dass es zu einem Spielabbruch kommen muss, wird das Spiel auch für den Gegner als gewonnen gewertet. So ist das nun mal. Und daran müssen sich alle Vereine halten.

Bleibt festzuhalten, dass die Fans des VfL Osnabrück dem Verein einen Bärendienst erwiesen haben. Es steht bestimmt nicht in den Statuten, dass man zur Unterstützung der Mannschaft Bierbecher und anderes Material in Richtung des Spielfeldes werfen darf. Da dummerweise der Schiedsrichter getroffen wurde, gab es keine andere Wahl. Wahrscheinlich wäre das Alles ähnlich gewesen, wenn das in den sozialen Netzwerken vermutete eigentliche Ziel, Davie Selke, getroffen worden wäre. Aber das ist Spekulation.

Die Niedersachsen sollten sich aber ernsthaft mit ihren Fans auseinandersetzen. Denn der Verein steht ja schon wegen irgendwelcher Vorkommnisse in der Vergangenheit beim DFB unter Beobachtung. Und einen chronisch klammen Verein auch noch um Zusatzeinnahmen aus dem Pokal zu bringen, hat für mich nichts mit Fan-Dasein zu tun. Aber das wissen die Leute, die die Dinge geworfen haben, sicherlich alle besser.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „DFB-Pokal – VfL Osnabrück gegen RB Leipzig ist entschieden

  1. Ich habe echt ein Problem damit, wenn ein Verein und vorrangig die Mannschaft wegen der Tat eines Idioten (Fußballfan kann man ja nicht sagen)so bestraft wird.

    Gut, jetzt wird mancher sagen, dann muss man halt besser aufpassen von Vereinsseite, aber wie soll man denn so viele Zuschauer im Blick behalten.

    Vielleicht muss man dann Netze spannen, die halten, und gute Sich zulassen. Mal unabhängig vom Spielstand zum Abbruch, würde meiner Meinung nach eine Geldstrafe reichen. Solch ein Sieg ist dann auch für die Sieger nicht so schön, die lieber eine sportliche Entscheidung hätten.

    Wahrscheinlich wird man aber an den Statuten nicht rütteln.

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