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Leipzig Hauptbahnhof im Jahr 2010 - By Appaloosa (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons Leipzig Hauptbahnhof im Jahr 2010 - By Appaloosa (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Die Bahn rechnete mit Gästeboykott bei RB Leipzig gegen Mönchengladbach

Gegen RB Leipzig boykottiert man ja gern einmal. Und so nahm die Bahn wohl an, dass Borussia Mönchengladbach am Mittwoch keine Fans mitbringen würde. Denn ausgerechnet beim nächsten Heimspiel der „Roten Bullen“ ist der Hauptbahnhof in Leipzig dicht. Für die Gästefans wird es also beschwerlich, pünktlich beim seit längerem ausverkauften Spiel in der Red Bull Arena zu sein. Dumm gelaufen, oder?

Hauptbahnhof und Citytunnel sind dicht, wenn RB Leipzig den Verein für Leibesübungen vom Niederrhein empfängt. Die knapp 43000 Fans müssen sich für das ausverkaufte Spiel etwas einfallen lassen. 20 Uhr ist Anpfiff, und auch RB Leipzig ist gespannt, wie gut das Alles über die Bühne gehen wird. Denn neben den Bahnanlagen macht auch noch das Waldstraßen-Viertel, das am Stadion liegt, als Sperrbezirk Sorgen. Letzteres ist wie bei der Heimspiel-Premiere gegen die Westfalen-Borussia so, aber der Bahnhof!

Ab Mittwochmorgen ist der nämlich gesperrt. Die Neubaustrecke München – Berlin soll am Hauptbahnhof eingebunden werden, weshalb dieser für 4 Tage abgekoppelt ist. Um das Ganze zu entschärfen, sind Sonderlinien zwischen dem Bahnhof Leipzig-Messe und der Red Bull Arena eingerichtet. Zudem gibt es auch etliche Sonderfahrten zwischen anderen Park + Ride Plätzen in Leipzig. Damit will man erreichen, dass es zu so wenigen Komplikationen wie nur irgend möglich kommt.

Park + Ride ist sowieso das Stichwort zum Spieltag. Man parkt lieber außerhalb und kommt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür sind genügend Fahrten eingerichtet worden. Mit einer Art Schleusensystem soll das Waldstraßen-Viertel zu einer Art Sperrbezirk gemacht werden. Nur Anwohner, die sich ausweisen können, können über einzelne Straßen nach Hause fahren. Aber Fremdparker werden wohl Pech haben.

Gerade die Problematik rund um das Waldstraßen-Viertel dient natürlich dafür, zukünftige Stadion-Pläne von RB Leipzig dergestalt zu befeuern, dass ein Neubau auf der grünen Wiese präferiert wird. Ungeachtet dessen haben Fans die „Initiative 60 Plus“ gegründet, mit der das sechzigjährige Bestehen des Zentralstadions gewürdigt werden soll. RB Leipzig darf es nach Ansicht der Initiative „nur am Elsterflutbecken“ geben, weshalb ein Erhalt des „Wohnzimmers“ gefordert wird.

Andererseits ist auch anderen Fans sonnenklar, dass vor diesen Hintergründen ein Neubau am Stadtrand immer wahrscheinlicher wird. Aber das ist eben Zukunftsmusik und spielt nur am Rande eine Rolle, wenn der VfL Borussia Mönchengladbach am Mittwoch aufgaloppiert. Es wird ein ziemliches Halligalli-Spiel werden, da beide Teams dazu in der Lage sind, ein richtiges Offensiv-Feuerwerk abzubrennen. Möge der bessere gewinnen und mögen alle Fans gut zum Spiel und wieder nach Hause kommen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Die Bahn rechnete mit Gästeboykott bei RB Leipzig gegen Mönchengladbach

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