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Choreo der Fans von RB Leipzig - (C) RB-Fans.de Choreo der Fans von RB Leipzig - (C) RB-Fans.de

Die RB Leipzig Spielbetriebs-GmbH

Nun wird es passieren: RB Leipzig gliedert eine GmbH aus. Es geht um die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga und um den Nachwuchs. Darüber soll dann in der kommenden Woche entschieden werden. Und ich höre schon die ganzen Spötter, die dann wieder einmal über das „Kunstprodukt“ und die „Kommerztruppe“ und dergleichen philosophieren. Aber dieser Weg ist nur folgerichtig. Und das werde ich auch mal aus meiner Sicht erklären.

Am 02. Dezember soll es im Sportforum Leipzig zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kommen. Geladen sind alle Mitglieder, also auch die Fördermitglieder ohne Stimmrecht. Es soll um eine Abstimmung gehen, ob die erste Mannschaft, die in der 2. Bundesliga spielt, und der Nachwuchs (U23 bis U15) in eine Spielbetriebs-GmbH ausgegliedert werden soll. Also das Prinzip, was der VfL Borussia Mönchengladbach, Hannover 96, Hertha BSC und sogar der 1. FC Lokomotive Leipzig tun bzw. getan haben.

Die Webseite „RB-Fans“ führt dazu aus, dass zu den Hintergründen dieser Entscheidung derzeit nur Spekulationen angestellt werden können. Aber wahrscheinlich geht es um die Öffnung des Gesamtvereins zur Erfüllung der Auflagen der Deutschen Fußball-Liga. Der Gesamtverein soll dann bei der GmbH 50+1% Prozent erhalten, die Großsponsoren wie Porsche, Red Bull und Co. stehen im Verdacht, die restlichen Prozente unter sich aufzuteilen. Aber letzteres ist nicht gesichert.

Einen Entwurf hierzu hat man wohl bereits Ende August vorgelegt und ein paar Tage vorher die Erste OHU Vermögensverwaltung GmbH gegründet, aus der die Spielbetriebs-GmbH hervorgehen soll. Zwei Tage nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung soll es dann bei der Deutschen Fußball-Liga unter anderem um die Einhaltung der 50+1-Regel bei eingetragenen Vereinen gehen. So erzählt es „Faszination Fankurve“. Aber ich glaube, hier werden wieder mehrere Sachen in einen Topf geworfen. Denn bei einem eingetragenen Verein geht es doch niemals um eine 50+1-Regel.

Meine Meinung ist: Der Schritt ist folgerichtig und nachvollziehbar. RB Leipzig soll ja – soweit ich weiß – über kurz oder lang einen breit aufgestellter Verein werden. Um dann bei finanziellen Risiken Schaden vom Gesamtverein abzuwenden, haben so viele Vereine ihre Profimannschaften ausgegliedert, und das funktioniert auch. Es ist ja nicht so wie beim Fußball-Konstrukt Bayer 04 Leverkusen GmbH, die eine 100% Tochter der Bayer AG ist. Bei der Tochter-GmbH des RB Leipzig e.V. handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, die zur Mehrheit in den Händen des Gesamtvereins liegt. So wie bei Bayern München, Borussia Dortmund, Alemannia Aachen und so weiter und so fort. Ich kann nichts verwerfliches daran finden.

Natürlich werden sich die Hitzköpfe wieder daran entzünden. Wahrscheinlich ist sogar, dass man nun erst recht mit Begriffen wie „Kunstprodukt“ und so um sich wirft. Aber das ist nun tatsächlich nicht der Fall. Es ist einzig und allein ein folgerichtiger Schritt, nachdem es die Auflagen der DFL gibt. Natürlich wollen sich Investoren / Sponsoren nicht in die von ihnen geförderten Dinge reinreden lassen. Das ist dann bei Lok Leipzig nichts anderes als bei RB Leipzig. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass bei Lok andere Gedanken vorherrschten, als man die GmbH ausgerufen hatte? Da will auch der Investor beim Spielbetrieb mitreden. Und nichts anderes passiert bei RB Leipzig. Nur dass die Rotweißen immer anders bewertet werden als die Tradition von Dezember 2003.

Wie finden Sie diesen Schritt? Ich kann – wie gesagt – nichts verwerfliches daran finden. Aber ich kann mich täuschen. Darum würde mich mal interessieren, wie Sie die Sache bewerten.

Bildquelle: Choreo der Fans von RB Leipzig – (C) RB-Fans.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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