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Red Bull Arena in Leipzig von oben - By Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Red Bull Arena in Leipzig von oben - By Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Zukunft der Red Bull Arena Leipzig

Es wird mal wieder über die Red Bull Arena von Leipzig gefachsimpelt. Und irgendwie kann man das nicht mehr hören. Lasst RB Leipzig einfach Sommerpause machen. Lasst doch erstmal ein paar (mögliche) Spielzeiten in der Bundesliga verstreichen, bevor man über so einen Humbug nachdenkt. Aber weil wir nun einmal dabei sind, lasse ich einfach nochmal meinen Senf dazu ab. Es nützt ja nichts.

Leipzig hat ein schönes Stadion. Es ist in das ehemalige „Stadion der Hunderttausend“ eingebaut und befindet sich im riesigen Komplex des Sportforums. Es ist am besten mit der Straßenbahn erreichbar, die bei Heimspielen von RB Leipzig faktisch im Minutentakt fährt. Westlich der Innenstadt im Waldstraßenviertel bricht regelmäßig der Verkehr zusammen. Und irgendwie wird immer wieder prognostiziert, dass das Alles „noch viel schlimmer“ wird, wenn der Club erstmal in der Bundesliga spielt.

Nun ja, am Ende der Sommerpause wissen wir mehr. Fakt ist erstmal, dass bei Heimspielen das jetzige Stadion (Fassungsvermögen 43000) nur an wenigen Spieltagen ausverkauft war. Das bei Ticketpreisen für die zweite Bundesliga. Nun stieg der Club ja bekanntlich auf. Und die Preise explodierten. Glaubt denn irgendwer, dass weiterhin annähernd 40000 zu allen Spielen kommen werden? Bei 17 Zweitliga-Heimspielen kamen knapp 500000 ins Stadion. Das macht einen Durchschnitt von knapp 30000.

Klar, künftig kommen die Bayern, die beiden Borussias, die Hertha und so weiter. Aber eben auch zu wesentlich höheren Preisen. Mich würde in der Tat interessieren, ob auch nur annähernd bisherige Durchschnitte erreicht werden können. Und erst wenn das Stadion dauerhaft ausverkauft ist, können wir uns darüber unterhalten, ob das Stadion ausgebaut oder durch ein neues auf der grünen Wiese ersetzt werden soll. Ich finde die ganze Diskussion mehr als müßig. Und eigentlich auch nutzlos.

Wenn wir uns zum Beispiel Bayer Leverkusen anschauen, fällt eines auf: Das Ulrich-Haberland-Stadion – also die BayArena – wurde nach dem Aufstieg (Mitte der Achtziger) und nach der Etablierung in der Bundesliga 1990 umgebaut, dann wurde weiter umgebaut, bis das Stadion statt 27000 nur noch 23000 Plätze hatte. Erst 2010 wurde eine Aufstockung abgeschlossen, also 25 Jahre nach dem Aufstieg. Ausbaustufe: 30200 Plätze.

Und in Leipzig debattiert man heißblütig über ein 80000-Plätze-Stadion irgendwo im Nirgendwo? Oder über über einen Ausbau des jetzigen Stadions auf 50000 bis 55000 Plätze? Ein paar Tage nach dem Aufstieg? Ernsthaft, solche Probleme müsste ich mal haben. Ich finde die Euphorie geil, keine Frage. Aber muss das denn sein? Gibt es über RB Leipzig nicht schon genug Diskussionen?

Nee, Leute, der Club muss sich erst einmal etablieren und zeigen, dass die Red-Bull-Millionen nicht im Gulli versenkt wurden. Und der Club muss zeigen, dass die Fans auch mit höheren Preisen dauerhaft und vollzählig hinter dem auflaufenden Team stehen. Einfach so, weil man mal aufgestiegen ist, über das nächste „Stadion der Hunderttausend“ nachzudenken, ist Irrsinn. Vor allem in der Region Leipzig, wo man trotz festem Job keine gesicherte Zukunft gepachtet hat. Aber baut ihr mal euer Stadion.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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