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Eine Dose Red Bull - (C) sterntaler62 / pixelio.de Eine Dose Red Bull - (C) sterntaler62 / pixelio.de

Dinge bei RB Leipzig

Auch in der Winterpause ist RB Leipzig nicht aus den Nachrichten verschwunden. Und so muss ich mich einfach an Spekulationen beteiligen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Es ist zwar noch eine Weile hin, bis wieder Fußball gespielt wird, trotzdem kann man mal seine Gedanken fließen lassen.

Was wird denn in der Winterpause passieren? Wird jetzt halb Red Bull Salzburg nach Leipzig gelotst, da ja angeblich die österreichische erste Bundesliga so schwach sei? Nein, das wird wohl im Sommer passieren. Denn wahrscheinlich wird es auch Sportdirektor Ralf Rangnick inzwischen klar, dass es nichts mit einem Durchmarsch werden wird. Aber hat daran wirklich jemand geglaubt?

Ich meine, Ralf Rangnick und Alexander Zorniger hatten vor der Saison das Ziel „Konsolidierung“ ausgerufen. Das war irgendwie so gemeint, dass man sich in der zweiten Bundesliga erstmal akklimatisieren wollte. Tja, und dann ging der Halligalli-Fußball los, trotz einiger Verletzter. Und dann hörte man schon die Durchmarsch-Parolen? Und dieser Tage wiederum hat sich Rangnick in etwa so ausgedrückt, dass er sich über einen Aufstieg nicht beschweren würde, ihn aber auch nicht fordert.

Ja, was denn nun? Das klingt nicht nach einem roten Faden. Und man weiß ja in Leipzig von den Baustellen:

  • Der Sturm ist nicht mehr das, was er war, weil Frahn sich nicht mehr so einbringen kann, weil Boyd auf lange Sicht ausfällt und Poulsen nicht alles allein machen kann. Dazu hat man von Morys den Eindruck, als ob ihm ein Stückweit der Wille fehlt. Und Palacios Martinez ist in der zweiten Bundesliga einfach nicht angekommen. Von Ante Rebic will ich gar nicht erst anfangen.
  • Das Mittelfeld ist stark mit Rani Khedira, mit Kimmich, Kaiser oder Demme. Aber Fandrich ist halt einfach nur da, und Kalmar immernoch nicht wirklich angekommen. Und wirklich großes ist auch von Hierländer und Ernst nicht zu sehen gewesen. Noch dazu geht Kimmich ja bald zu den Bayern.
  • In der Abwehr stimmt es soweit, außer dass Sumusalo nicht wirklich integriert werden konnte, weil er verletzt ist. Im Tor ist mit Coltorti und Bellot die Welt auch in Ordnung.

Das führt mich zu der Idee, dass es in der Offensive im Allgemeinen nicht stimmt. Das würde auch erklären, warum man immer wieder auf weite Bälle, die brotlose Kunst der Neuzeit, setzt. Aber will man daran jetzt unbedingt etwas ändern? Wirklich daran glauben will ich nicht, da sich zu wenig wirklich aufdrängt.

Als gesichert scheint zu gelten, dass Daniel Frahn den Verein verlässt. Neuestes Gerücht ist, dass auch Fandrich gehen wird. Und ernsthaft auf Morys wird der Verein auch nicht setzen. Sollen es dann unterm Strich wirklich nur Poulsen und Kaiser vorn richten? Damit würde man sich unweigerlich schwächen. Und mir scheint, als ob das mittlerweile auch bewusst in Kauf genommen wird.

Denn ein gewisser Herr Tuchel soll wohl bereits im Großraum Leipzig sesshaft geworden sein. Mit Wohneigentum (oder so) und Unterbringung für den familiären Anhang. Eben jener Thomas Tuchel, der seit einiger Zeit immer wieder durch die Gerüchte geschoben wird, der Nachfolger von Erfolgstrainer Zorniger zu werden. Mit einem Tabellenplatz in den oder nahe der Aufstiegsplätze wäre Tuchel nicht erklärbar. Mit einer geschwächten Mannschaft, die nichts mit dem Aufstieg zu tun haben wird, schon.

Natürlich ist das Alles ziemlich weit hergeholt. Aber im Moment drängen sich als Neuzugänge eigentlich nur halbwegs erklärbar Tom Nattermann oder Paul Schinke aus der RB Leipzig U23 oder Emil Forsberg von Malmö FF auf. Der ganze Quatsch, der da über die Spieler bei Red Bull Salzburg erzählt wird, ist für mich nicht ganz greifbar. Oder was will man bei einer schwachen Offensive mit noch einem Innenverteidiger wie André Ramalho? Und Massimo Bruno wird auch nicht unbedingt den starken Georg Teigl ersetzen. Also lassen wird das.

Nattermann konnte sich als Mittelstürmer bisweilen in der „ersten“ gut beweisen und kursiert immer mal wieder in der Gerüchteküche. Und Paul Schinke ist gut, um Heidinger links außen zu unterstützen. Aber das könnte genauso gut Forsberg. Aber das war es dann auch schon. Auf den ersten Blick.

Und deshalb sehe ich das so wie der „Bullster“, der denkt, dass Rangnick einfach gute Argumente für die Installation von Tuchel finden muss. Und da darf man auch gern mal die Hände in den Schoß legen, was die Transferaktivitäten betrifft. Ein Trainer wie Zorniger, den vor RB Leipzig eigentlich kaum jemand kannte und der ein anfangs sehr gutes System hat spielen lassen, könnte unterm Strich über einen Perfektionisten wie Rangnick stolpern.

Man holt sich dann als Sportdirektor nicht zwingend mehr Sympathien. Denn Zorniger ist ja bei den Fans überaus beliebt. Aber Rangnick ist nun einmal auch dem Erfolg verpflichtet. Und da müssen es ggf. auch unbeliebte Handlungen sein. Sicher sind das alles Theorien, die man nur mit Aluhut verfolgen kann. Aber ganz abwegig ist es nicht. Wir können also erstmal nur schauen, wie die Dinge bei RB Leipzig weitergehen.

Bildquelle: Eine Dose Red Bull – (C) sterntaler62  / pixelio.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Dinge bei RB Leipzig

  1. Hui :) Das hat ja fast schon verschwörerische Züge.

    Also einige Dinge möchte ich ergänzend erwähnen.
    Bei Transfer-Themen war RBL noch nie ein offenes Buch. Es wird auch dieses mal wieder so sein das eines Morgens ein oder zwei Namen durch die „Bild“ wabbern und am Tag darauf sind die Spieler am Neumarkt mit der Vertragsunterzeichnung nach Medizin-Check dabei.

    Zu AZ: Ich bin bereits nach den ersten Spielen im Unterhaus zu einem Kritiker gegenüber AZ mutiert. Mein Kritikpunkt ist die eingeschränkte, fast schon hilflose Art das eigene Spielsystem zu modifizieren. Das Unterhaus hat fast durchgehend Vereine die über gute Jugendarbeit und ein hervorragendes Scouting verfügen. Die Vorbereitung der Vereine auf die Spielsysteme des Gegners sind mindestens genauso ausschlaggebend wie ein oder zwei vermeintlich bessere Spieler.

    Wenn ich mir das Spiel gegen Union Berlin (die erste Niederlage im Unterhaus) im letzten Jahr ins Gedächtnis rufe, dann konnte man dort genau sehen wie Union sich auf „Halli-Galli“ eingestellt hat.
    Und da ist dann der Trainer gefragt.

    Ich behaupte auch das es schwer sein wird Spieler zu finden, die sich in dem gewünschten Spielsystem behaupten können. Das hängt damit zusammen, das „Jagtfußball“ / „Powerpressing / Gegen-Pressing“ und hochmoderner Angriffsfußball momentan zu den sehenswertesten und begehrtesten Spielsystemen gehört. Spieler die dieses Prinzip verinnerlicht haben sind am Markt sehr begehrt. Da kann man nicht wieder für 600.000€ jemanden aus der dänischen Liga holen und hoffen das er zeitnah, möglichst sofort einschlägt. Ein Xherdan Shaqiri würde sicher nicht gerne im Unterhaus kicken. Und am Beispiel eines Kampl kann man sehen, das attraktive Offensivspieler mit großem Potenzial bei Angeboten von „gestandenen“ Profivereinen aus dem Oberhaus auch für einen RB Großkonzern nicht zu halten sind.

    Für den Wintertransfer sehe ich neue Spieler.
    Entweder es sind teure Spieler die bereits bewiesen haben, das Spielsystem zu beherrschen, oder es sind Spieler mit Potenzial, die dann auch nur wieder auf der Bank sitzen werden. Zweites würde bedeuten das Daniel Frahn noch öfter auflaufen wird als er im Moment sicher selber vermutet.

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