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Ein 1.FC Magdeburg nach Vorbild von RB Leipzig

Ja, liebe Traditionsfanatiker, auch der 1.FC Magdeburg hat erkannt, dass Tradition und Fanschals allein keine Tore schießen und demnach keinen Aufstieg möglich machen. Daher wird der 1.FC Magdeburg umgebaut, und zwar hin zu einem zweiten RB Leipzig.

Wie die Leipziger Volkszeitung gestern berichtete, steigt beim 1.FC Magdeburg die spanische Asap-Gruppe ein. Zunächst soll es sich um ein Brust-Sponsoring handeln, das den Spaniern mehrere hunderttausend Euro wert ist.

In einem zweitern Schritt sollen dann jährlich 4 – 5 Millionen Euro investiert werden. In Aussicht stehen wohl bis zu 30 Millionen Euro. So soll der Verein aus der anhaltinischen Landeshauptstadt in ein paar Jahren in der zweiten Bundesliga kicken.

Eingefädelt haben das gesamte Geschäft der frühere Präsident des FCM, Eckhard Meyer, und der frühere FCM-Trainer, Hans-Dieter Schmidt. Beide aus Hannover. Allerdings ist der Deal noch nicht unterschrieben. Das soll dann am Dienstag passieren.

Die Firma asap (oder Asap, ASAP etc.) ist schwer zu finden im Internet. Ich vermute, sie ist nicht verbunden mit einer Firma ASAP Holding in Wolfsburg. Es soll sich bei der Firma um ein Unternehmen aus Madrid handeln, was dann nicht zu dem verlinkten Unternehmen passen würde. Die Asap engagiert sich aber bereits bei Clubs wie Udinese Calcio.

Für die Firma ist wohl auch die neue Arena in der Landeshauptstadt interessant, da sie wohl auch als Veranstalter von Konzerten in Erscheinung tritt. Demnach ist das Engagement der Spanier dem Engagement von Red Bull in Leipzig gar nicht so unähnlich.

Der größte Unterschied ist wohl, dass der Vereinsname erhalten bleibt. Der Unterschied ist aber auch nur deshalb bedeutend, weil der Verein als solches übernommen wird und nicht wie bei RB Leipzig neu gegründet wird.

Was sagen die Fans der Blauweißen? Die stehen den Spaniern durchaus positiv gegenüber. In Magdeburg wird das Investment begrüßt. Schließlich will man dort – wie in Leipzig auch – in höheren Fußball-Gefilden spielen. Aus Leipzig wiederum wird geunkt, dass der 1.FC Magdeburg ein „Farmclub“ für spanische Clubs werden soll. Und wieder sind die Leipziger Traditionsfans weit am Thema vorbeigeschrammt.

Wir haben dann also ab Beginn der Rückrunde die Situation, dass in der Regionalliga Nord mindestens drei sponsorgeleitete Vereine unterwegs sind: RB Leipzig, 1.FC Magdeburg und VfL Wolfsburg II. Die Frage, die sich da aufdrängt, ist: Kann das etwas schlechtes sein? Die Antwort lautet: Nein, denn Hannover 96, Schalke 04, Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim und andere machen es schließlich vor, dass dies durchaus von Vorteil ist.

Informationen und Kommentarforum hierzu finden Sie im Online-Angebot der Leipziger Volkszeitung.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

9 Gedanken zu „Ein 1.FC Magdeburg nach Vorbild von RB Leipzig

  1. Noch eine Frage gibts, die sich da aufdrängt. Wollen der Großteil der Fußballfans dreckige Kommerzvereine wie Bayerkusen, Golfsburg oder Hoppenheim? Die Antwort darauf ist ganz klar: NEIN! Football is for you and me, not for fucking industry!!!

    1. Hallo, deine Meinung sei akzeptiert.

      Ich würde mir auch wünschen, dass ein Fußballverein ohne Millioneneinnahmen zurecht käme. Dann würden aber die Ribrerys und Robbens dieser Welt nicht in der Bundesliga spielen. Du willst mir nicht wirklich erzählen, dass ein Fußballverein ohne finanzkräftige Unterstützung langfristig überleben kann.

      Und darum gleich die Frage zurück: Will der Großteil der Fußballfans nun, dass die Riberys, Robbens, Großkreutzes oder Hummels dieser Welt in Deutschland spielen oder – weil dort Großsponsoring lieber gesehen wird – in Spanien? Und auf ähnliche Weise – nur in kleinerem Format – können wir das Ganze auf die Regionalliga herunterbrechen.

  2. Ich will ja nix sagen, aber das ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ein Unternehmen ein Verein sponsort(siehe Magdeburg) oder, ob sich ein Unternehmen ein Verein kauft den umbenennt und eine Diktatur innerhalb des Vereins errichtet.

    1. Hallo,

      also Red Bull hat keinen Verein umbenannt oder gekauft. Die 1. Herrenmannschaft des SSV Markranstädt wurde 2009 aus dem Verein herausgelöst und als neuer Verein gegründet. In den investiert Red Bull. Also ganz so einfach ist das nicht. Und wenn man dann Magdeburg und Leipzig vergleicht, sind die Unterschiede tatsächlich nicht mehr groß.

  3. Startplatz geklauft hin oder her… RB hat sich mit Geld bei Markrans eingekauft und deren erste von mir aus umbenannt. Jedoch sind das schon 2 verschieden paar Schuhe immerhin lässt sich Magdeburg jawohl nicht umbenennen und zu einer Hure machen. Jetzt sagst du bestimmt wieder, dass das Markrans acuh nicht getan hat aber sie haben nen Oberliga Startplatz den die sich Jahre lang erabeitet het verkauft, Gott sei dank haben das die waren Leipziger Vereine nicht mit sich machen lassen…
    Kommst du aus Leipzig?

    1. Was sind die wahren Leipziger Vereine? Die x mal umbenannte und neu gestartete Lok? Die x mal umbenannte und zerrissene Chemie? Oder meinst du MoGoNo, SV Stötteritz und dergleichen?
      Klaufen würde ja mit sich bringen, dass wer auch immer unrechtmäßig von irgendetwas Besitz ergriffen hat. Das ist im Fall RBL und SSVM nicht der Fall gewesen. Und wie war es denn bei Lok? War es nicht so, dass die sich hin und her fusioniert haben, nur um schneller aufsteigen zu können?
      Nein, die erste von SSVM wurde nicht umbenannt, sondern in einen neuen Verein überführt. DAS ist der Unterschied zwischen deiner und meiner Argumentation.
      Ja, ich komme aus Leipzig. Und mir war ehrlich gesagt über die Jahre die Lust am lokalen Fußball vergangen. Sie ist wieder gekommen durch RBL. Das heißt aber nicht, dass ich Fan des Vereins bin. Ich finde zurzeit nur sehr positiv, was dort entsteht, also sympathisiere ich. Zum Fansein gehört ein wenig das, was die grünweißen und blaugelben kaputt gemacht haben. Ich habe x Jahre in Rufweite von Lok gewohnt, bin mit dem Verein aufgewachsen. Was meinst du, wie das ist, wenn man feststellt, dass ein Verein sich einige Male selbst kaputt gemacht hat?
      Um es kurz zu machen: Was RBL tut, ist gut für Leipzig und hat Leuchtturmcharakter. Möglicherweise lernen das die Traditionsfans. Denn nur dann sehen sie ein, dass eine große Trainingsstätte, wie sie RB aufgebaut hat, allen Leipziger Vereinen nützt. Und nur dann sehen sie es, dass durch das Zugpferd RBL der eine oder andere Verein mitgerissen werden kann, wenn dieser mitzieht.

  4. Was soll ich denn sagen ich bin mit dem FCS aufgewachsen mir missfällt das alles sher was in Leutzsch abgeht und ich habe acuh vorerst mit weder den einen noch den anderen was zu tun, jedoch kann ich mich meiner Herrkunft besinnen um nicht gleich zum nächst besten Verein zu rammeln der mal für 5 Jahre existiert. Wenn ich Bundesliga oder sehen will fahr ich nach Berlin oder schalte Sky ein Leipzig ist bessr ohne RBL dran und die Heuchler( du bist net gemeint ;-)) die sich heute hin stellen und labbern von wegen sie wollen BL sehen sind die schlimmst wo waren die denn alle als VFB Erst- bzw. Zweitklassig war, wo war die Unterstützung seitens Kommunen und Land die sich jetzt hinstellen und sich selbst feiern?!

  5. Die Argumentation ist dünn. Bezichtigt sie doch die Traditionsbewussten, weltfremd zu sein. Dies ist aber in den meisten Fällen schlicht falsch. Fußball ist ein Volkssport. Inzwischen von Großindustriellen und Möchtegernmäzenen als Spielwiese zur Vermehrung des eigenen Kapitals entdeckt. Wer sich dieser Maschinerie durch Akzeptanz aussetzt, macht sich mitschuldig daran, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr zur Litfaßsäule verkommt, während Menschliches immer weniger Beachtung findet. An Armut ist diese wohlwollende, nicht hinterfragende Akzeptanz der eigenen Wertlosigkeit kaum zu toppen.

    Solange der Kommerz das Mittel für den Zweck Fußball ist, kann man mit Magenschmerzen noch mitgehen. Wird aber der Fußball aber wie in Leipzig, Hoppenheim, Hannover, London oder Manchester und nun wohl auch in Maggidorf zum Mittel, das den Zweck Kapitalvermehrung außerhalb des Vereins dient, ist er nur noch eine Leiche. Das mag ein paar Jahre gut gehen, endet aber irgendwann im Nirgendwo italienischer Vorbilder. Ist es das wert? Ich sage Nein!

  6. Pingback: 1. FC Magdeburg - Seite 4 - Aktienboard

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