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RB Leipzig Fans in der Red Bull Arena RB Leipzig Fans in der Red Bull Arena

Ein entspanntes Verhältnis zu RB Leipzig

Niemand muss von jedem geliebt werden. So, wie auch nicht jeder Verein von allen gemocht werden muss. Aber manches muss entspannter werden. RB Leipzig hat landauf, landab mit Protesten, Ablehnung und dergleichen zu tun. Der Verein – ja, es ist genau so ein Verein wie jeder andere auch – sieht sich gehörigen Anfeindungen ausgesetzt. Aber die Ligaversammlung könnte sich mit dem hach-so verhassten Club solidarisieren. Und das muss respektiert werden.

Niemand hat behauptet, dass es für einen Verein, der unter einer solchen Konstellation wie der RB Leipzig gegründet wurde, einfach in Fußball-Deutschland werden würde. Aber manche Dinge gehen einfach zu weit. Ich erinnere mich noch an die Anfangszeit, als es Berichte darüber gab, dass irgendwelche Kotzbrocken Kinder, die mit Schals von RB Leipzig in der Stadt herumliefen, angriffen. Andernorts werden Nazi-Plakate aufgehängt oder das Mannschaftshotel belagert. Bei Traditionsclub-Fans konnte es auch schon vorkommen, dass Buttersäure in den Gästefan-Block – also zu den Fans von RB Leipzig – gekippt wurde oder die Wellenbrecher verölt waren.

Das sind einfach ein paar Sachen, die entschieden zu weit gehen. Wenn angeblichen Fußballfans das Leib und Leben anderer Menschen scheißegal ist, kann niemand Verständnis haben. Im Prinzip müssten dann die jeweiligen Club-Verantwortlichen irgendwie intervenieren. Tun sie aber nicht, sondern zucken mit den Schultern und kuschen vor den eigenen Ultras. Sorry, Leute, das ist alles unterste Kategorie.

DFB-Präsident Niersbach meinte wohl, dass ein respektvoller und fairer Umgang für jeden Verein gelten müsse. Und genau das ist nicht der Fall. Clubverantwortliche halten sich derzeit zurück. Genau: Sie zucken mit den Schultern. Aber noch einmal: Wenn Leib und Leben von Fans oder Spielern des gegnerischen Vereins in Gefahr ist, hat das absolut nichts mit Fußball zu tun. Nicht umsonst spricht DFL-Chef Seifert von einem „Deckmantel, der Gewaltfantasien überhängt“, wie die Leipziger Volkszeitung erzählt.

Und für den Leiter des Hoffenheimer Profi-Fußballs Rosen ist es „die Aufgabe des Ligaverbandes, ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen“. Niemand soll RB Leipzig zwanghaft gut finden. Das erwartet kein Mensch. Aber der Umgang sollte entspannter sein. Solchen Auswüchsen wie in Karlsruhe, Berlin und sonstwo muss man entschieden begegnen. Denn wer weiß, vielleicht passt irgendeiner Ultra-Gruppierung nicht, dass irgendein Verein nicht ABC, sondern XYZ heißt. Und wer weiß, vielleicht passiert auch mal großer Personenschaden? Niemand kann ja vorhersehen, wie weit mancher angebliche Fan zu gehen bereit ist.

RB Leipzig will nicht Everybody’s Darling sein. Sie wissen, dass sie unbeliebt sind. Aber sie wollen aufgrund der Erfüllung aller Auflagen fair am Spielbetrieb teilnehmen können. Und da muss nun einmal die Sicherheit und Gesundheit von Spielern, Funktionären und Anhängern gewährleistet sein. Diesen Anspruch hat jeder Verein, der auf ein Auswärtsspiel geht. Ich weiß nicht, warum das bei RB Leipzig anders sein soll. Sie etwa?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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