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Roter Plastik-Becher - (C) DodgertonSkillhause CCo via morguefile,com http://morguefile.com/p/988006 Roter Plastik-Becher - (C) DodgertonSkillhause CCo via morguefile,com http://morguefile.com/p/988006

El Plastico – Die TSG 1899 Hoffenheim wartet auf RB Leipzig

Morgen steigt der El Plastico der Bundesliga: Die TSG 1899 Hoffenheim empfängt RB Leipzig am ersten Spieltag der Bundesliga 2016 / 2017 in Sinsheim. Und man bemüht sich derzeit, irgendwelche Superlativen zu erfinden, wie abartig das Alles ist. Mit den Sinsheimern hat man sich über die Jahre arrangiert und akklimatisiert. Nun kommt der Inbegriff des Plastik-Clubs in die Bundesliga und dann ausgerechnet noch in die Rhein-Main-Region. Da muss man etwas dazu schreiben. So als Leipziger.

Die TSG Hoffenheim gibt es eigentlich schon ewig. Der Gesamtverein geht auf den Turnverein Hoffenheim von 1899 zurück. Seit 1989 wird der Club von seinem bis dahin bekanntesten Mitglied, SAP-Gründer Dietmar Hopp, unterstützt. 2005 wurden die Profis in eine GmbH ausgelagert, und es kamen Großinvestitionen. Der Rest ist Geschichte. Teil dieser Geschichte waren die Herren Ralf Rangnick, Dominik Kaiser und Marvin Compper. Alle drei mittlerweile in mehr oder weniger zentralen Stellen von RB Leipzig tätig.

RB Leipzig wiederum geht auf den FC Sportfreunde 1912 Markranstädt zurück, in dessen Folge im Leipziger Vorort Betriebssportgemeinschaften arbeiteten und 1990 der SSV Markranstädt gegründet wurde. Im Jahr 2009 wurde RB Leipzig gegründet und eine Spielgemeinschaft mit dem SSV eingegangen und dessen erste Mannschaft sowie die jeweils erste Mannschaft der vier ältesten Jugendabteilungen des insolventen FC Sachsen Leipzig übernommen. Mit der Zeit kam Professionalität, und auch der SSV profitiert nach wie vor davon.

Als in Leipzig Ralf Rangnick der Sportdirektor wurde und im Vorstand etliches Personal ausgewechselt wurde, kehrte Professionalität ein. Bis dahin dachte man: Na und, da hat halt Red Bull in Leipzig einen unbedeutenden Spielball. Mit Rangnick und Co. änderte sich das, vor allem als der Durchmarsch von der Regionalliga Nordost bis in die Zweite Bundesliga glückte. Ähnliches hatte Rangnick Jahre vorher schon mit Hoffenheim geschafft. Und plötzlich hatte ganz Fußball-Deutschland Angst vor dem bösen roten Bullen aus der Messestadt.

Nun heißt es: Farbe bekennen. Hat „der Professor“ oder eben auch „der Architekt“ Ralf Rangnick im zweiten Versuch ähnlich gutes hinbekommen wie in Hoffenheim. Und da geht es schon los: Die Qualität der Leipziger Mannschaft spricht ihr keiner ab. Aber hat Trainer Hasenhüttl mit Sportdirektor Rangnick ein gutes Rezept gefunden, um im Haifischbecken Bundesliga zu bestehen? Wir wissen von den Schwächen in der Abwehr, die in der Vorbereitung und im Pokal gezeigt wurden. Und der Angriff zeigt auch immer wieder Schwächen.

Die Mutter aller Fragen ist: Ist der Teamgeist so stark, dass solche Schwächen zumindest vorerst kompensiert werden können? Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Kraichgauer von Trainer Nagelsmann nicht noch einmal das große Flattern bekommen wollen und gleich von Anfang an in der Bundesliga überzeugen wollen. Kann da RB Leipzig mithalten? Ich denke ja. Zentrale Personen müssen aber morgen drei ehemalige Hoffenheimer Personen sein: Ralf Rangnick, Marvin Compper und Dominik Kaiser.

Der Eine ist der Kopf und Geist des gesamten Vereins, der Andere der Leuchtturm in der Abwehr, der mit seiner Erfahrung der Laden zusammenhalten kann. Und Dominik Kaiser der intelligente Spielvorbereiter. Für beide Spieler schließt sich der Kreis. Und mit einem vernünftigen Auftreten morgen können sie aus dem Stand heraus gut in der Bundesliga ankommen. Und gut, dass man den „El Plastico“ gegen Hoffenheim spielt, da nicht gleich der pure Hass auf den „Scheiß Kommerz“ Club herausbrechen wird.

Wie dem auch sei. Da beide Teams sehr offensiv zu Werke gehen und RB Leipzig für seinen Halligalli-Fußball bekannt ist, seitdem Ralf Rangnick die Finger im Spiel hat, könnte das morgen ein richtig attraktives Spiel werden. Und mit Ausschreitungen ist nicht zu rechnen, weshalb man dem Ganzen sehr entspannt entgegen sehen kann. Historisch wird es werden, wenn der erste Leipziger Bundesligist seit 22 Jahren morgen aufläuft.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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