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FC International Leipzig mit eigenartiger Personalie

In der Landesliga Sachsen hat sich Fußball-Neuling FC International Leipzig irgendwie ganz gut eingeführt. Der neue Club aus dem Leipziger Nordosten weckt wohl auch unter dem Zeichen des goldenen Einhorns Interessen. Und das lockt Leute an. Nicht nur interessierte Zuschauer, sondern auch selbst ernannte Experten des Leipziger Fußballs. Zum Beispiel Jamal Engel. Kennen Sie nicht? Doch, ich denke schon.

Es begab sich im Mai 2011, als in Leipzig-Leutzsch als Gegenentwurf zur BSG Chemie Leipzig die SG Leipzig-Leutzsch gegründet wurde. Mit unklaren finanziellen Hintergründen startete ein Fußball-Verein, dem nicht so viele über den Weg trauten. Wegbegleiter und Chef im Ring war Jamal Engel. Letztendlich wurde eben jener Club an die Wand gefahren und mit einem nicht begleichbaren Schuldenberg sich selbst überlassen. In dieser Saison tritt der Club gar nicht erst an. Ende, aus, Micky Maus.

Es wurde dann der FC International Leipzig gegründet. Wie Sie wissen, spielt dort Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee eine gewaltige Rolle. Mit viel Professionalität wurde dann im heruntergewirtschafteten Stadion im Mariannenpark der Spielbetrieb aufgenommen. Man will langfristig die Nummer 2 in Leipzig werden. Und ein ansehnliches Stadion soll im Mariannenpark entstehen. Über die finanziellen Hintergründe und überhaupt alles, was den Verein betrifft, weiß man wie bei der SG Leipzig-Leutzsch / SG Sachsen Leipzig gar nichts.

Und plötzlich wird Jamal Engel präsentiert. Der soll nun die Geschäfte bei den orangen Spielern führen. Nebenbei wird auch die eher Figur Peter Kaminski, der ehemalige Stadtkämmerer der Stadt Leipzig, der vor 10 Jahren wegen Korruptionsvorwürfen aus dem Amt geschmissen wurde, präsentiert. Und als Hauptsonsor fungiert die CG Immobilien Gruppe GmbH & Co. KG rund um Chef Christoph Gröner.

Nun nimmt das alles Formen an. Man hat von Seiten der Stadt die TuS Leutzsch (der dritte Verein im Stadtteil) in die Insolvenz getrieben. Dann hat man über Familienbande den FC International Leipzig bei der Gründung unterstützt und den TuS Leutzsch beerben lassen. Mit dem Startrecht des SV See 90 spielt man in der Landesliga Sachsen und wird beweihräuchert vom Ex-Oberbürgermeister, dem Ex-Stadtkämmerer und dem Mann, der als Schuldiger angesehen wird, den Stadtteil-Konkurrenten der BSG Chemie Leipzig erst gemolken und dann an die Wand gefahren zu haben.

Entschuldigung, aber das wirkt doch alles äußerst merkwürdig. Ich habe nichts gegen neue Vereine. Auch finde ich das Konzept eines integrativen Vereins nicht verkehrt. Deshalb gefällt mir ja auch der Verein „Roter Stern Leipzig“. Aber für mich wirkt der FC International Leipzig irgendwie unnütz und nur dazu nutze, um Fördertöpfe abzugreifen. Natürlich kann das niemand beweisen. Und es liegt mir auch fern, hier wilde Behauptungen aufzustellen. Ich meine eben nur, dass es eines solchen Vereins eigentlich nicht bedarf.

Es gibt auch immer wieder die wildesten Spekulationen, dass dieser ominöse FC International Leipzig eine Art „Farmclub“ für den RB Leipzig sein soll. Woher die Leute diese Information nehmen, bleibt völlig im Dunkeln. Zumal ja der rotweiße Zweitliga-Verein keine solche Möglichkeit nutzen muss. Bei der eigenen Jugendarbeit.

Wie auch immer. Der FC International Leipzig bleibt weiterhin eine große unbekannte Nummer in Leipzig. Selbst wenn der Verein saubere Arbeit macht und tatsächlich integrativ wirken will, durch fehlende Vereinsinformationen bleibt ein großes Feld für Spekulationen. Werden dann Figuren wie Engel oder Kaminski noch mit in den Verein gezogen, muss man kein großer Gedankenkünstler sein, um das merkwürdig zu finden. Oder wie sehen Sie das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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