Skip to main content

Fußball im Leipziger Sommerloch

Nichts zu erzählen gibt es nicht, wenn es um den Leipziger Fußball geht. Da bricht jetzt endgültig das Sommerloch aus. Das kommentiere ich. Denn irgendwie muss man da einmal umherschauen, was so derzeit läuft. Nein, es handelt sich nicht nur um RB Leipzig, sondern auch um die drei anderen Größen in Leipzig. Eine davon ist nach wie vor eine Black Box für viele. Ich schreibe mal schnell etwas über RB Leipzig, den 1. FC Lokomotive Leipzig, den FC International Leipzig und die BSG Chemie Leipzig.

RB Leipzig mit viel jungem Gemüse

Mit dem Durchmarsch in die Bundesliga hatte es ja nicht geklappt, und so kann man sich auf eine neue Saison im Unterhaus vorbereiten. Das tat man jetzt ein paar Tage in Bad Saarow am Scharmützelsee südöstlich von Berlin. Zum Abschluss kam es zu einem Testspiel gegen den Berliner AK in Herzberg. Viel Erkenntnis gab es noch nicht, da man viel ausprobiert hatte. Gut war aber, dass viele junge Spieler zum Einsatz kamen, die auch zeigen konnten, dass sie Fußball spielen können.

Man spielte mit 9 Spielern aus dem Nachwuchs von RB Leipzig und wechselte in der Halbzeit einmal komplett durch. Wieder dabei war der Deutschspanier Federico Palacios Martinez, der sich auch in Erfurt in der Rückrunde nicht durchsetzen konnte. Der Erkenntnisgewinn trotz des 2:0 bei ungefähr Null. Aber wichtig war, dass die Neuzugänge Selke, Orban und Gipson und die jungen Kräfte wie Barylla, Suczuz, Wagner, Endres, Reddemann, Mauer und Dzalto zusammen spielten. Die Tore schossen dann auch die Nachwuchsspieler Mauer und Dzalto.

Lok Leipzig auf Selbstfindung

Bei Lok hatte sich das Saisonfinale chaotisch gestaltet. Trotzdem bleibt wohl viel zusammen, was in Probstheida zusammen gehört. Man darf jetzt nicht den Fehler machen und alles schlecht reden. Aber sie werden weiter in der NOFV-Oberliga Nordost Staffel Süd spielen. Und sie werden weiter mit Trainer Scholz arbeiten. Neuverpflichtungen gab es ja auch, und so wird man sehen, wohin sich die Lok entwickelt.

Ob dann Sportdirektor Mario Basler dann noch an Bord sein wird, steht in den Sternen. Es gibt ein Angebot aus Bulgarien, das für ihn sehr interessant sein dürfte. Er wird fremdfinanziert und hat eine Ausstiegsklausel im Vertrag, die dem chronisch klammen Verein ordentlich Geld einbringen könnte. Da er immer gesagt hat, dass ihn ein sportlich reizvolles Angebot immer locken könnte, dürfte Lok nicht allzu überrascht sein. Aber schade wäre es trotzdem. Dem Verein wird es bei der Selbstfindung nicht helfen.

FC International Leipzig höher gehopst

Eigentlich weiß man nicht viel über die Orangen mit dem goldenen Einhorn. Der FC International Leipzig ist die große Unbekannte im Leipziger Fußball. Es gibt nicht wenige, die so etwas wie eine „Black Box“ oder „Luftnummer“ vermuten. Die Öffentlichkeitsarbeit ist eben noch nicht ausgebaut. Aus welchem Grund auch immer. Inwieweit das ein Verein mit Zukunft ist, kann niemand sagen. Ob er gebraucht wird, weiß auch niemand. Und der Club ist jetzt in die NOFV-Oberliga Nordost Staffel aufgestiegen.

Gestern siegte der Club in Heidenau mit 0:7, und wenn man die Kommentare unter diesem Artikel liest, weiß man, was Beobachter über diesen Verein denken. Im Prinzip ist nichts geklärt. Und dieser Club spielt künftig mit Lok Leipzig in einer Liga. Man soll eigentlich neuen Clubs die Chance lassen. Also das, was man bei RB Leipzig proklamiert, sollte auch dem FC International zustehen. Aber warum wirkt das Alles wie eine riesige Luftnummer?

BSG Chemie Leipzig als großer Verlierer

Das Nachsehen gegenüber dem FC International hat die BSG Chemie Leipzig. Sie hatten auch die Möglichkeit zum Aufstieg. Aber sie verloren im entscheidenden Spiel. Aber selbst wenn, ein 7:0 auswärts zu überbieten, wäre illusorisch gewesen. Ich habe auf Twitter gesehen, dass Fans von RB Leipzig der BSG gewünscht hätten, dass sie aufsteigen. So seltsam ist manchmal die Fußball-Welt. Vor über 3300 Zuschauern verloren die Grünweißen in Leutzsch gegen Stahl Riesa und planen nun weiter für die Sachsenliga.

Wenn selbst Lok-Fans und RB-Fans der BSG Chemie die Daumen gedrückt haben (und sei es nur, um einen Aufstieg des FC International moralisch zu verhindern), dann weiß man, dass der Verein aus dem Leipziger Westen sehr wichtig für Leipzig ist. Und man hofft weiter auf den Aufstieg, weil die Vermutung vorliegt, dass bei einer Lizenzvergabe Probleme auf die genannten Orangen kund getan werden können. Man ist also keineswegs sauer über das Abschneiden, weil die Kicker ja alles in allem eine gute Saison gespielt haben.

Fazit

Lok und RB haben sich selbst die Butter vom Brot nehmen lassen. Die werden beide darum kämpfen, am Ende der kommenden Saison besser da zu stehen als jetzt. Dabei hat es RB weiter oben aber einfacher, weil dass Gefüge stimmt. Lok ist auf Selbstfindung, was noch etwas dauern kann. Die große Unbekannte wird FC International bleiben. Möglicherweise ist das bewusst so gewählt. Und es gibt einige Stimmen, die dabei an „Verschleierung“ denken. Besser zu Gesicht gestanden hätte dem Leipziger Fußball, wenn die BSG Chemie aufgestiegen wäre.

Es bleibt spannend, wie die Sommerpause für die Clubs verläuft. Wer weiß, welche bahnbrechenden Dinge da noch passieren. Hier muss man einfach mal am Ball bleiben.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 0 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Fußball im Leipziger Sommerloch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.