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Sascha Lewandowski im Jahr 2012 - von Johann Schwarz [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Sascha Lewandowski im Jahr 2012 - von Johann Schwarz [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Fußball-Trainer Sascha Lewandowski tot mit 44 Jahren

Er galt als einer der besten Fußball-Trainer der jungen und wilden. Dann musste er sich zurückziehen, und jetzt ist Sascha Lewandowski tot aufgefunden worden. Im Prinzip halte ich mich bei solchen Nachrichten zurück. Aber der Mann wurde gerade zwei Jahre eher geboren als ich. Deshalb beschäftigt mich das Ganze. Und das ist der Grund, wieso ich darüber schreibe.

Er war Spieler. Bei zwei Vereinen, die bundesweit eigentlich keine Rolle spielen. Der eine ist der TSC Eintracht Dortmund, der andere der VfR Sölde. Dann war 1994 Schluss. Mit 23 Jahren. 1998 ging er als Trainer wieder zum TSC, danach zu Wattenscheid 09 und war danach jahrelang beim VfL Bochum. Es folgte ein Engagement bei Bayer Leverkusen, bevor er letztes Jahr zum 1. FC Union Berlin ging.

Vor einem viertel Jahr löste er allerdings sein Arbeitsverhältnis in Köpenick auf. Bei ihm wurde Burn-Out diagnostiziert. Da ich selbst mal einen Ansatz dazu hatte, habe ich das natürlich genauestens verfolgt. Auch im Kollegenkreis kommt so etwas schon mal vor. Und mir ist bekannt, dass dem Patienten jede Möglichkeit zur Erreichbarkeit genommen werden muss. Handy weg, Notebook weg, kein Klingeln. So war das bei mir auch. Ich nehme an, dass das bei Lewandowski auch nicht anders war.

Nun ist er tot. Und Union als sein letzter Verein hatte beim Bekanntwerden von Burn-Out auch Unterstützung zugesichert. Das war dem Verein hoch anzurechnen. Und es war ja wohl nicht anderes als richtig, dass Sascha Lewandowski aus den Schlagzeilen verschwand. Unter welchen Umständen der Trainer nun zu Tode kam, ist nicht geklärt. Das ist ja auch völlig verständlich, dass das nicht in der Gegend herum posaunt wird. Ich werde mich auch nicht daran beteiligen. Denn man könnte nur spekulieren.

Sascha Lewandowski war genau wie Robert Enke an Burn-Out erkrankt. Beide sind tot. Der ehemalige Hannoversche Torhüter wählte den Freitod. Ob das bei dem Trainer auch so war, will ich gar nicht wissen. Fakt ist aber, dass allein diese beiden Beispiele zeigen dürften, dass Burn-Out alles andere als eine Mode-Erscheinung ist, wie es viele Mediziner nach wie vor behaupten. Burn-Out ist eine schlimme Erkrankung. Aber das muss ja niemand anerkennen. Oder etwa doch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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