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Gesichtspalme #33 – Fans vom Karlsruher SC gegen RB Leipzig

Mir kamen immer wieder Meldungen unter, in denen die Fans vom Karlsruher SC nicht gut wegkamen. Aber anonyme Drohbriefe sind schon peinlich. Aber sie sind auch durchaus ernst zu nehmen. Und zwar so sehr, dass die Polizei ermittelt. Demzufolge geht dem heutigen Zweitliga-Montagsduell der Aufstiegsverfolger Karlsruher SC gegen den RB Leipzig ein langer Schatten voraus. Aber was ist denn eigentlich los?

Viele Zeitungen berichten darüber. Der Sportinformationsdienst hat wohl irgendwie darüber informiert, dass an den RB Leipzig und seine Fans ein anonymer Drohbrief versendet wurde. Aufgrund des Schreibens ermittelt diesbezüglich die Polizei. Aber es scheint so, als ob kein „erhöhtes Gefährdungspotential“ vorliegt. Laut „Leipziger Volkszeitung“ ging wohl ein solches Schreiben an Verein, an Fan-Organisationen und an die Zeitung selbst. Unterschrieben soll der Brief sein mit „Besorgte Fußballfans aus Karlsruhe“.

Ernsthaft? Habt ihr sie noch alle? Erst wurde dazu aufgerufen, das Sportgelände des RB-Traninigscamps für Jugendliche aus Halle zu zerstören. Und jetzt kommen irgendwelche anonymen Leute daher und drohen mit allem möglichen? „RB-Bashing“ schön und gut. Aber haben Wut, Hass und Gewaltandrohung noch irgendwas mit dem Sport an sich zu tun, den ihr verteidigen wollt? Gegen „das Konstrukt“, als ob das der Teufel höchstpersönlich ist. Fußball-Fans sind teilweise schon komisch.

Ich gebe es hier gern mal wieder zu Protokoll: Den RB Leipzig darf man gern kritisieren. Auch gern scharf. Natürlich hat man es nicht gern vor Augen, dass Red Bull den Verein dominiert. Aber sie besitzen ihn nicht. Das ist nach Vereinsrecht gar nicht möglich. Und die ausgegliederte GmbH besitzt einzig und allein der Verein, soweit ich weiß. Und wer einen Verein wie den RB Leipzig kritisiert, der darf auch gern das Geholze und die ständige Pleite-Situation und das unwürdige Tun bei den anderen Leipziger Vereinen kritisieren. Der einzige Verein, der sich langsam freischwimmt, ist der 1. FC Lokomotive Leipzig, aber eben auch nur mit Investor.

Drohbriefe, unterzeichnet mit „Besorgte Fußballfans aus Karlsruhe“ – alternativ vielleicht auch mit „Micky Maus“ – und gefüllt mit Hasstiraden und einer Drohkulisse, sind – wie DFB-Vizepräsident Milkoreit zu Protokoll gab – „extremer Auswuchs“. Es ist gut und richtig, dass hier die Polizei ermittelt. Ich bin der Meinung, so etwas hat nichts, aber auch gar nichts mit Fußball zu tun. Und wenn ich mich in den sozialen Netzwerken umschaue, dann sehe ich noch eine weitere Unglaublichkeit: Die Berichterstattung über die Drohbriefe wird auch noch beklatscht und mit „Verdient für die Plastik Dosen“ kommentiert.

Armes Deutschland! Und du willst Nummer 1 der Fußballwelt sein? Und ehrlich: Unterm Strich schweißt so eine Lage Verein und Fans immer mehr miteinander zusammen. Aber unwürdig bleibt es, dem gesamten deutschen Fußball gegenüber.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Gesichtspalme #33 – Fans vom Karlsruher SC gegen RB Leipzig

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