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Hat der HC Leipzig eine Zukunft?

#GemeinsamFuerLeipzig: Dieses Hashtag in den sozialen Netzwerken sollte dem HC Leipzig zeigen, dass man sich in der Nachbarschaft auch mal aushilft. Wochenlang ging die Unterstützung auch von RB Leipzig durch die Netzwerke. Es wurden Trikots der Fußballer gespendet, es gab hier Geld, da Geld, dort Geld. Und personell kam es zu einem Kahlschlag. Wie geht es denn nun weiter mit dem Damen-Handballclub der Messestadt?

Wie ich darauf komme? Naja, einerseits ist es so, dass der HC Leipzig vor Jahren mal Teil von Lok Leipzig war und ich mit den Südost-Leipzigern quasi aufwuchs. Andererseits ist es so, dass ich selbst ein gewisses Faible für Handball habe und gern verfolge, was HC Leipzig und SC DHFK so treiben. Und nicht zuletzt ist es so, dass nichts wie der HC Leipzig dafür steht, dass man wie Phönix aus der Asche empor steigen kann. Nun ist das Alles irgendwie zerbröckelt. Aber es soll weitergehen. Und das wäre eine sehr gute Nachricht.

Sportlich dürfte beim HCL nichts schief gehen. Die Mädels werden zwar mit der Meisterschaft nicht viel zu tun haben, aber eben auch nicht mit dem Abstiegsgespenst. Das kommt wahrscheinlich nur um die Ecke, wenn die Lizenz für die kommende Spielzeit nicht erteilt wird. Letztlich drücken den klammen Handball-Bundesligisten Schulden in Höhe von knapp einer Million Euro. Da werden die Verantwortlichen genau hinschauen. Und deshalb wird es auch noch eine Weile spitz auf Knopf mit der Lizenz stehen.

Es ist noch nicht geklärt, wie es mit der Entschuldung des Vereins weitergehen kann. Ein angedrohtes Insolvenzverfahren des Vereins ist noch nicht ganz vom Tisch. Käme das, wäre das eine Katastrophe für den Damen-Handballsport in Mitteldeutschland. Es gibt die Ankündigung kommunaler Unterstützung, und dabei sollen 300000 Euro im Raum stehen. Der Stadtrat hält sich da derzeit noch bedeckt und will sich wohl erst in den kommenden Tagen oder Wochen äußern.

Alles in allem ist die künftige Finanzierung des HC Leipzig eine Gleichung mit einem ganzen Bündel an Variablen. Da ist viel die Rede von könnte, würde oder sollte. Das hilft aber dem Club nicht weiter. Der braucht die Lizenz. Dafür wurden die Unterlagen eingereicht. Es geht hierbei auch um Umstrukturierungsmaßnahmen. Hierzu hat eine externe Kanzlei ein Gutachten erstellt, das klar aussagen soll, dass eine positive Fortführungsprognose am Ende herauskommt, wenn die Maßnahmen umgesetzt werden.

Es wäre schade um den Damen-Handballclub. Der hat so viel erlebt in seiner Geschichte, das kann sich niemand vorstellen, dass die Geschichte zu Ende erzählt sein soll. Ich denke ja, dass #GemeinsamFuerLeipzig dann doch irgendwas gebracht hat. Auch wenn Nationalspielerin Saskia Lang nun auch den Verein verlässt. Das sportliche Fundament ist großartig. Die fördern im Club schon wieder jemand gutes zutage. Und dann hoffe ich doch, dass der HCL auch in der nächsten Spielzeit in der Handball-Bundesliga spielt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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