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Lok Leipzig: Präsident Heiko Spauke tritt zurück

Da dachte man, dass bei Lok Leipzig allmählich Ruhe einkehrt, und schon platzt mal wieder eine Bombe. Diesmal jedoch eine nachvollziehbare. Der gute und erfolgreiche Präsident des blaugelben Vereins, Heiko Spauke, tritt zum 30. Juni 2015 zurück. Schade, hat er doch entscheidend dazu beigetragen, den Verein auf professionelle Füße zu stellen. Wie kam es dazu? Und wie geht es weiter?

In einer offiziellen Erklärung auf der Webseite des Vereins informiert Spauke darüber, dass er im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 30.06.2015 zurücktritt und auch aus dem Präsidium des Vereins austritt. Er könne den zeitlichen Aufwand für das ehrenamtliche Präsidenten-Amt nicht mehr mit seinen weiteren Verpflichtungen vereinbaren, da der Posten eines Vereinspräsidenten volle und „permanente mediale, geistige und körperliche Präsenz im Verein“ erfordert. Aufgrund seiner Verpflichtungen als Unternehmer, Familienvater und seinen privaten Kontakten gegenüber ist dies nicht mehr im notwendigen Maß möglich.

Er wird bei der Suche nach einem Nachfolger helfen und rief in der Erklärung dazu auf, sich einer Kandidatur zu stellen. Er wird auch versuchen, seinen Nachfolger so gut wie möglich einarbeiten. Und er wird alles daran setzen, die Problematik der Eigentümerschaft über das Vereinslogo und den Kauf des Bruno-Plache-Stadions positiv zu Ende zu führen. Aber er wird dann nach ca. 2 Jahren im Amt in den Aufsichtsrat wechseln, da ihm ein Amt in diesem Gremium mehr zeitlichen Spielraum lässt.

Es steht mir nicht zu, irgendwas über Heiko Spauke zu behaupten. Irgendwelche Debatten über irgendeine angebliche Gesinnung werde ich nicht teilen. Denn so etwas widerspricht seinen eigenen Aussagen, dass er sich von solchen Dingen entschieden distanziert. Insofern halte ich das für Quatsch. Man kann nicht einfach irgendwas herbei geheimnissen, was nichts zur Geschichte beiträgt. Es wird schon so sein: Seine unternehmerische Tätigkeit ist einfach zu kurz gekommen, und seine Familie hatte viel entbehrt. Da hat er nun einmal Prioritäten gesetzt.

Ich denke in meinem Leichtsinn, dass Spauke den Verein aus dem Leipziger Südosten in professionelleres Fahrwasser geführt hat. Selbstverständlich nicht ohne die Unterstützung von Investor ETL. Und ich glaube das schon, dass er dafür Sorge tragen will, dass nicht gleich alles wieder einstürzt wie ein Kartenhaus auf einem wackeligen Tisch.

Aber schade ist es für den Club. Ich hatte die Hoffnung, dass neben RB Leipzig die alte „Loksche“, die es eh seit Dezember 2003 so nicht mehr gibt, zu einer professionellen zweiten Kraft im Leipziger Fußball wird. Ob dies mit einem Spauke-Nachfolger der Fall sein kann, werden wir erst sehen müssen. Was meinen Sie? Wird der Verein weiter auf einem guten Weg bleiben?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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