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Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de Fußball im Laub - (C) StockSnap CC0 via Pixabay.de

Militante Fans des Polizeisportclubs Dynamo Dresden

Dynamo Dresden entstand in der DDR als Sportclub der Polizei. Irgendwas militantes muss der Club mit seinen Fans bis heute mit sich herum schleppen. Was am Wochenende in Karlsruhe stattfand, ruft allerdings Kopfschütteln hervor. Und es ist mir egal, ob ein Fanblog, der dem Club nahesteht, die Reaktionen auf die Aktion dieser so genannten Fans ins Lächerliche zieht. Es hat mich zutiefst beunruhigt, was ich sah.

Es ist jetzt auch erstmal egal, von wem das Video stammt. Das hier ist von der BILD, ähnliche gibt es vom MDR, von Augenzeugen, was auch immer. Rund 2000 Anhänger des schwarzgelben Clubs aus der sächsischen Hauptstadt waren paramilitärisch gekleidet und veranstalteten einen Fanmarsch in den Karlsruher Wildpark zum Zweitliga-Spiel gegen Absteiger Karlsruher SC. Es gab auch diverse Aktionen im Stadion selbst, wie ich mitbekommen habe. Eine Frage: Gehört so etwas zum Fußball? Das hat doch nichts mit Sport zu tun, oder?

Sie nennen sich „Football Army Dresden“ und trugen Camouflage-Look. Nachdem der Marsch in dem obigen Video am Stadion beendet war, gab es wohl Probleme mit den Ordnern, die überrannt und verletzt wurden. Wie beim Marsch, so wurde auch im Stadion ein Transparent mit „Krieg dem DFB“ enthüllt und Pyrotechnik gezündet. Die Fans des KSC wiederum protestierten gegen den martialischen Auftritt der Fans von Dynamo Dresden. Aber im Gegensatz zu ihren Gegnern blieb der Protest friedlich. So liest man es zumindest.

Was soll jetzt als Konsequenz folgen? Der Club aus dem Großen Garten im Elbflorenz hat sich bereits Larifari-artig von der Aktion distanziert. Man will intensiv aufarbeiten, was da in Karlsruhe stattfand. Aber ehrlich, wie viel Bewährung braucht dieser Club denn noch? Ausschlüsse, Strafzahlungen und, und, und… Was sollen da noch für Konsequenzen folgen? Und es gibt Leute, die so eine Aktion, die an den Einmarsch von Kriegstruppen erinnert, auch noch gut finden. Das kann ich einfach nicht verstehen, tut mir leid.

Und dann gibt es noch einen Fanblog aus dem Umfeld des Clubs. Der tut so, als würden alle übertreiben. Am Ende muss man eben festhalten: Martialisches Militär-Verhalten mit dem Aufruf zur Gewalt und Angriffen auf Ordner und dem Einsatz von Pyrotechnik hat im Fußball nirgendwo auf der Welt irgendwas zu suchen. Der DFB sollte hier mit harter Hand durchgreifen und die größte Konsequenz walten lassen. Was das sein soll, muss der Verband selbst wissen. Aber so etwas wie diese so genannten Fans braucht kein Mensch.

Man schimpft über ein angebliches „Kunstprodukt“ wie RB Leipzig. Aber so etwas wie die Fans von Dynamo Dresden ist wohl etwas gutes? Wie oft gab es Ausschreitungen? Wie oft Angriffe? Die Liste ist endlos. Das macht die Leistung der Mannschaft leider zunichte. Und es macht auch zunichte, was der Verein sonst so leistet. Was sich da „Football Army Dresden“ nennt, macht den Fußball kaputt und kein Investor der Welt. Schämt euch!

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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