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Nimmersatte Premier League

Die Premier League – das Mekka der Fußball-Liebhaber, das El Dorado für Fußball-Spieler. Immer wieder kommt sie in die Schlagzeilen wegen verschiedener wirtschaftlicher Aspekte. Und das Schöne ist: Viele finden das auch noch gut. Die nimmersatte Premier League, wie lange wird das noch gut gehen?

Es geht um TV-Gelder, die die Pay-TV-Anbieter Sky und BT mit vollen Händen an die Premier League zahlen. Das waren 3 Jahre lang 3,8 Milliarden Euro. Die nächsten 3 Jahre sind den Sendern ab 2016 über 5 Milliarden Euro wert. Damit können wir davon ausgehen, dass noch mehr britische Fußball-Unternehmen riskant vorgehen, um an die reichen Honigtöpfe zu gelangen. Dies könnte den einen oder anderen Verein dann dank des Wettrüstens noch mehr in die finanzielle Bredouille bringen.

Ich erinnere noch an den ehemaligen FC Wimbledon, der nach einem Abstieg aus eben jener Premier League in die britische Provinz nach Milton Keynes umzog und als „Milton Keynes Dons“ neu gegründet wurde. Der neue Verein ist irgendwie unbeliebt und fristet ein eher mittelprächtiges Dasein in der „Football League One“, der dritten britischen Liga.

In England ist es ja auch so, dass viele Vereine wahnsinnig verschuldet sind. Ich lese immer wieder von kolossalen Schulden. Und das trotz gigantischer Einnahmen und Großinvestoren? Wie geht das? Das kommt dann durch Verpflichtungen wie die des argentinischen Mittelfeld-Stars Ángel Di Maria. Für den hat Manchester United im Sommer geschlagene 75 Millionen Euro ausgegeben.

OK, bei Manchester United geht man ja nun nicht unbedingt davon aus – aber wenn man mal davon ausgehen würde, dass der Club, der seit 2005 der amerikanischen Sportunternehmer-Familie Glazer gehört, absteigen würde – die Auswirkungen wären fatal. Nicht nur Umsätze würden wegbrechen. Der Unterschied zwischen Premier League und Football League Championship ist gigantisch. Und die Fernseheinnahmen würden auch zusammenbrechen. Mal abgesehen davon, was Glazer davon halten würde. Die Gefahr, dass auch so ein Fußball-Unternehmen wie „ManU“ dann ganz schnell am Ende sein kann, ist durchaus immer gegeben.

Und nicht wenige Vereine können dann aufgrund der geschmälerten Möglichkeiten nie wieder aufsteigen. Man muss schon eine besondere „Bouncebackability“ haben – wie der Verein „Crystal Palace“. Aber vielen Clubs der Premier League fehlt die Möglichkeit, nach einem Abstieg wieder aufzusteigen. Da fallen mir irgendwie sofort die Bolton Wanderers ein, die an einem Abstieg immer sehr an den Folgen zu knabbern hatten.

Große Krux an der Sache Premier League ist in meinen Augen, dass so gnadenlos mit Geld um sich geworfen wird. So erzählt uns „Transfermarkt.de“, dass die Premier League Clubs im letzten Sommer 1040 Millionen Euro für neue Spieler ausgaben, die Bundesliga mit 291 Millionen vergleichsweise wenig. Und das wird durch den 5-Milliarden-Deal für die Premier League nicht besser werden.

Ich bin kein Schwarzmaler, wenn ich mal behaupte, dass die Barclays Premier League ein gigantisches Kartenhaus ist. Irgendwann wird einmal der Sturm dort reinfahren. Und dann werden wir sehen, ob ein Club wie Chelsea, wie Arsenal, wie der FC Liverpool oder wie ManU diese Bouncebackability besitzt, um immer wieder aufzustehen. Ich finde die Entwicklung, wie sie in England stattfindet, nicht gut. Sie etwa?

Bild: Fußbälle – free picture via morguefile.com

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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