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Oberbürgermeister von Leipzig verteidigt Sponsoring von RB Leipzig

Nachdem die Leipziger Stadtholding namens Leipziger Gruppe bei RB Leipzig als Sponsor / Partner eingestiegen ist, gab es viel Diskussionsstoff darum. Es wurde alles mögliche vorgeworfen. Im Stadtrat ging es dazu heiß her. Es ist verständlich, da so etwas für die klamme Kasse der Messestadt nicht alltäglich ist. Aber Oberbürgermeister Burkhard Jung hat den Kritikern eine Absage erteilt und die Unterstützung des ersten Leipziger Erstligisten seit 20 Jahren verteidigt. Grund genug, ein paar Worte dazu zu schreiben.

Es mögen 99% der Anteile der RB Leipzig Spielbetriebs GmbH (also des Profi-Fußballs) im Besitz von Red Bull sein. Aber das ist ja gar nicht das, was Sponsoring und so etwas betrifft. Die 50+1-Regel wird auch eingehalten, weil die Stimmrechte regelkonform verteilt sind. Und im Sponsoring stellt man sich auch immer breiter auf. Hier schrieb ich schon mal was dazu. Und auf der Suche danach ist man sich halt auch mit der Leipziger Gruppe einig geworden, wie ich vor ein paar Tagen schrieb.

Jetzt sind 200000 Euro, von denen da die Rede ist, kein Pappenstiel. Gerade bei maroden Straßen und öffentlichen Einrichtungen und bei immer höheren Fahrpreisen im Öffentlichen Nahverkehr und so weiter und so fort stellt man sich gern mal die Frage, ob das Engagement bei RB Leipzig für die Stadt Leipzig wirklich sein muss. Schließlich kann man ja auch die allgemeine Sportförderung ausbauen, sodass auch weniger gut finanzierte Sportvereine in der Stadt etwas davon haben. Nicht zuletzt könnte eh die Sportförderung unter dem Sponsoring bei RB Leipzig leiden.

In diese Diskussion hat sich nun also Oberbürgermeister Jung eingeschaltet. In der gestrigen Stadtrat-Sitzung hat er das mögliche Sponsoring bei RB Leipzig verteidigt. Am Ende hat ja das große „L“ auch etwas davon. Letztlich könnte RB Leipzig den Strom von woanders beziehen und den Verkehr vom und zum Stadion anders durchziehen. Dann nämlich hätten die Töchter Stadtwerke und Leipziger Verkehrbetriebe nichts mehr davon. Und die Sportförderung wird wie gehabt weitergehen.

Unterm Strich erwartet Burkhard Jung durch das Sponsoring, dass der Gesamtkonzern in der LVV-Gruppe, also die Leipziger Gruppe, mit einem Millionen-Mehrertrag rechnen könnte. Damit wären die Kritiker dann wohl erschlagen. Und man bedenke, dass Sponsoring zu Marketing-Zwecken betrieben wird. Ziel ist, die Marke(n) eines Unternehmens zu stärken und damit das Geschäft zu vergrößern. Allerdings ist das auch immer ein Lotterie-Spiel. Und niemand weiß, ob das so klappen kann.

Aber wenn man es nicht macht, wird man es nicht erfahren. Ich kann natürlich die Kritiker verstehen. Und öffentliche Gelder zum Sponsoring eines Fußball-Vereins herzunehmen, ist sicher nicht ganz ohne. Aber die Leipziger Gruppe hat vielleicht noch mehr vor als die Daseinsvorsorge der Leipziger Bevölkerung. Und da wäre eine starke Marke schon sinnvoll. Und deshalb ist es auch richtig, dass der Oberbürgermeister hier die Pläne verteidigt hat. Finden Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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