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Péter Gulàcsi und das Durcheinander im Tor von RB Leipzig

Man könnte meinen, im rotweißen RB Leipzig Tor ist alles in Ordnung. Aus Sicht von Trainer Ralf Rangnick hat man die Meinung aber exklusiv. Der Schwabe in Sachsen hat ja den Ungarn Péter Gulàcsi vom FC Red Bull Salzburg geholt. Und nun fragen sich einige, was das denn soll. Nichts mit Perspektive, sondern eine Torwart-Größe? Hat man etwa zu wenig Vertrauen in das bisherige Personal?

Ja, scheinbar ohne Not hat man bei RB Leipzig vor kurzem ein Durcheinander im Tor herbei fabriziert. Man musste es nicht unbedingt so machen, man wollte es so. Die beteiligten Personen sind neben dem für den Kader verantwortlichen Ralf Rangnick noch die Akteure selbst: Péter Gulàcsi, Fabio Coltorti und Benjamin Bellot. Man könnte fast denken, dass das künftig die Rangordnung im Kasten sein könnte. Obwohl: Coltorti vor Gulàcsi vor Bellot wäre auch denkbar. Aber die erste Variante könnte die sein, die Rangnick verfolgt.

Was ist denn da aber los? Ich meine, Benjamin Bellot als Urgestein bei RB Leipzig wird es sich nicht gefallen lassen, noch eine Position nach hinten zu rücken. Der war immer da, wenn man ihn brauchte. Und er hat immer seine Leistung abgerufen. Und Coltorti ins zweite Glied? Aus Sicht der Fans des Vereins denkbar unmöglich. Aber wer so die noch junge Geschichte des Clubs betrachtet, der sieht, dass eigentlich nichts unmöglich ist. Jedenfalls fragt man sich da derzeit, wozu man einen gestandenen Schlussmann geholt hat.

Keine Frage, einen dritten Torhüter hat man verpflichten müssen, nachdem die Nummer 3, Thomas Dähne, aller Voraussicht nach zum VfL Osnabrück wechselt. Aber für eine Nummer 3 eine potentielle Nummer 1 zu holen, das schafft man nur mit Gedanken, wie sie Ralf Rangnick hat. Die einzige Erklärung ist, dass Fabio Coltorti auch nicht mehr taufrisch ist, obwohl er sich selbst Fitness unterstellt. Oder wie es Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung ausdrückt:

An eben jener Fitness hat Rangnick offenbar leichte Zweifel, beim Hünen Coltorti zwickt es ab und an an tragenden Teilen.

Fakt scheint zu sein, dass man beim RB Leipzig kontinuierlich die Verjüngung durchziehen will. Das ist auch gut und richtig so. Ich meine, Coltorti ist eine famose Bank im Tor der Leipziger. Aber er ist eben mit 34 Jahren nicht mehr der jüngste. Und vermutlich traut man Benjamin Bellot nicht zu, ein würdiger Nachfolger zu sein. Lag alles an dem unsäglichen 0:4 zuhause gegen den SV Sandhausen? Man soll doch keine Kurzschlusshandlungen begehen. Aber scheinbar war genau das der Fall.

Noch einmal: RB Leipzig hat scheinbar keine Not im Tor. Sowohl Coltorti als auch Bellot sind gute Torhüter. Coltorti gar verbrieft. Da aber bei dem einen der Zahn der Zeit nagt und beim anderen das Vertrauen der sportlichen Leitung fehlt, musste es eine potentielle Nummer 1 sein. Und das ist nun einmal Péter Gulàcsi. Ob man das am Ende nachvollziehen kann oder nicht, ist nebensächlich. Schade ist es nur für Bellot. Aber es ist ja auch denkbar, dass er aus Leipzig entfleucht, wenn man ihm nicht vertraut. Und was dann, Herr Rangnick?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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