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Eine Dose Red Bull - (C) sterntaler62 / pixelio.de Eine Dose Red Bull - (C) sterntaler62 / pixelio.de

RB Leipzig – Alternativlos, gnadenlos

Es gibt keine Alternativen bei RB Leipzig. Alle müssen mitziehen. So sehen es die Verantwortlichen bei RB Leipzig, alles voran Ralf Rangnick. Und deshalb wird es ein paar unschöne Entscheidungen geben. Mal davon abgesehen, dass einige Spieler von Bord gehen (müssen). Es wird noch weitere nicht ganz einfache Entscheidungen geben. Alles wird dem Erfolg untergeordnet.

Trainer Achim Beierlorzer hat dem Mitteldeutschen Rundfunk ein lesenswertes Interview gegeben. In dem kam klar zur Sprache, dass das Schlüsselspiel in der abgelaufenen Saison das Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli war. Danach  brach die Mannschaft mehr oder weniger zusammen, sodass ein Spiel wie das desaströse Heimspiel gegen den SV Sandhausen überhaupt so ablaufen konnte, wie es ablief. Aber nicht deshalb klebt Beierlorzer nicht an seinem Stuhl. Er ist eigentlich U17-Trainer, was ihm auch viel Freude bereitet. Er hätte kein Problem, zurück ins Glied zu gehen.

Letztlich ist die Mannschaft zu unerfahren gewesen und hat sich oft genug aus diesem Grund den Schneid abkaufen lassen. Irgendwann hatte dann Beierlorzer die Mannschaft nicht mehr in dem Maße erreicht, wie es ihm wichtig gewesen wäre. Aber trotzdem denke ich, dass er in den paar Monaten eine recht gute Arbeit geleistet hat. Ob er nun Trainer bleibt, muss man erst sehen. Aber das wird der künftige Weg bestimmen. Das wird dem Erfolg untergeordnet werden.

Zurückkommen sollen zwei, die zwar bei RB Leipzig unter Vertrag stehen, aber noch keine Minute absolviert haben. Die Rede ist vom Belgier Massimo Bruno und vom Österreicher Marcel Sabitzer. Ralf Rangnick pocht darauf, dass die beiden nun endlich nach Leipzig kommen und ihre Pflicht erfüllen. Besonders Sabitzer soll sich gegen den Abstieg in die beste zweite Liga der Welt wehren. Er sieht nicht, dass er sich hier in Deutschland auch in der zweiten Bundesliga weiter entwickeln kann. Deshalb macht er einen Aufstand.

Unterm Strich hat man dann kommende Saison zwei teure Spieler, die beide keine Lust haben, gegen Sandhausen, St. Pauli, Union Berlin und Co. anzutreten. Aber die wissen vielleicht noch gar nicht, dass Kaiserslautern, Düsseldorf und Nürnberg Adressen sind, nach denen man sich in Österreich außerhalb von Salzburg sehnt. Wer weiß, vielleicht kommt da ja auch noch der HSV dazu. Was ziert man sich da?

Und wenn die beiden lustlos sind, hat man zwei teure Taugenichtse. Muss man sich damit herumschlagen? Was das soll, weiß ich nicht. Klar, man kann auf Vertragserfüllung pochen, wie man will. Aber was gewinnt man dadurch? Zumal der Sturm im Falle Sabitzer durch Poulsen, Boyd, Forsberg und Damari exzellent besetzt ist. Das offensive Mittelfeld wie im Falle Bruno ist durch Kaiser, Kalmar, Hierländer und auch wieder Forsberg bestens besetzt. Holt man also Sabitzer und Bruno nur aus Prinzip zurück?

Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Klar, die Leihen der beiden endet mit dem Saisonende. Aber unter meinen Kontakten der RB Leipzig Fans gibt es nicht allzu viele Beobachter, die das für eine gute Idee halten. Ich halte das ebenfalls für nicht die beste Spielerei. Aber irgendwie kann man auch Rangnick verstehen. Der will halt gnadenlos und ohne jegliche Alternative alles dem Erfolg unterordnen. Nun ja, wir werden sehen, wie das weitergeht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „RB Leipzig – Alternativlos, gnadenlos

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