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Eine Dose Red Bull für Die Roten Bullen - (C) noelsch CC0 via Pixabay.de Eine Dose Red Bull für Die Roten Bullen - (C) noelsch CC0 via Pixabay.de

RB Leipzig bei Dynamo Dresden: Vergangenheitsbewältigung

Die Partie Dynamo Dresden gegen RB Leipzig hinterlässt ein paar Schrammen im fußballdeutschen Blickwinkel, über die wir kurz einmal reden müssten. Nicht, dass es am Ergebnis (RB Leipzig raus, Dynamo Dresden weiter) irgendetwas ändert. Aber das dient irgendwie ein wenig der Einordnung der ganzen Chose. Denn es gibt da ein paar Dinge, die wir mal ins rechte Licht rücken müssen. Schauen wir also mal.

Zunächst einmal ist es nicht weiter schlimm, wenn ein Bundesliga-Aufsteiger vor Beginn der eigentlichen Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals ausscheidet. Schließlich ist das ungefähr jedem vierten Verein schon passiert. RB Leipzig macht da also keinen auf Sonderling. Andererseits ist es aber auch so, dass die Unterschiede zwischen erster und zweiter Bundesliga nicht mehr so groß sind. Also konnte es eigentlich alle 36 Mannschaften der beiden Ligen treffen. Also legen wir einen nassen Schwamm drüber, da ja eh nur die erste Saison in der Bundesliga zählen dürfte.

Aber schauen wir noch einmal kurz zu dem Geplänkel rund um das Spiel in Dresden. Es wird von atmosphärischen Störungen zwischen den Gelbschwarzen vom Großen Garten und den Rotweißen vom Cottaweg berichtet. Im Vorfeld der Partie vom Wochenende sollen von Leipziger Seite aus ein paar unfeine Dinge in die Dresdner Richtung gelaufen sein, über die sich Dynamo-Sportchef Ralf Minge aufregt.

Inwieweit sich hier Minge einfach nur ausheulen möchte, oder ob da mehr dahinter steckt? Man weiß es nicht. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff aus Leipzig jedenfalls sieht sich keiner Schuld bewusst. Die Stadt Dresden und Dynamo hatten ja zu einem neutralen Mannschaftsbus und zum Nicht-Übernachten in Dresden geraten. Als ob RB Leipzig wie Ratten durch die Kanalisation in die DDV-Arena kriechen würde. War es möglicherweise so, dass dem Dresdner Verein Informationen vorlagen, dass die Dresdner Fangruppierungen Aktionen geplant hatten?

Wenn dem so ist, muss man sich fragen, inwieweit Fanarbeit an der Elbe funktioniert. Insofern ist es völlig logisch, dass Oliver Mintzlaff es nicht einsieht, dass gegnerische Vereine die Probleme, die sie mit ihren Fans haben, auf RB Leipzig abwälzen. Am Ende ist es doch so, dass immer wieder Meldungen von seltsamem Verhalten der Dresdner Fans zu vernehmen sind. Hier muss bestenfalls Dynamo etwas aufarbeiten, aber doch nicht RB Leipzig. Und es ist auch noch nicht geklärt, warum Dynamo keine gemeinsame Pressekonferenz mit RB wollte.

Am Ende muss sich der Club aus der sächsischen Landeshauptstadt hinterfragen, ob der so fair mit dem Club aus der größten Stadt Mitteldeutschlands umgegangen ist, wie es sich für Sportsmänner gehören würde. Aber man kann gern vor sich hin ningeln. Ich weiß nicht, was sich Dynamo Dresden davon verspricht. Aber man kann erstmal so tun als ob. Was beschwert sich der Club denn eigentlich? Gegen den personell besser aufgestellten Rivalen haben sie gewonnen. Also was soll das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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