Skip to main content
Choreo der Fans von RB Leipzig - (C) RB-Fans.de Choreo der Fans von RB Leipzig - (C) RB-Fans.de

RB Leipzig beim 1. FC Kaiserslautern

RB Leipzig trat gestern in Flutlichtatmosphäre in der Pfalz beim 1. FC Kaiserslautern an und zeigte wie der Gegner eine engagierte Leistung. Ich habe das Spiel bei Sport 1 gesehen und war recht angetan. Denn obwohl es nur zwei Tore zum 1:1 Endstand gab, war es ein sehenswertes, packendes Spiel zweier Teams, die den Aufstieg im Blick haben. In dieser Partie durfte es keinen Sieger geben. Aber ein paar Tore mehr hätten dem Spiel auch gut getan.

Das Fritz-Walter-Stadion in der Pfalz hat eine Kapazität von knapp 50000. Etwa 31000 sahen das Spiel gestern. Alles in allem war es ein sehr ausgeglichenes Spiel, das von seinem Pfeffer lebte. Insofern hätte das Spiel auch 3:3 oder 8:8 ausgehen können, was dem Umstand geschuldet war, dass auf Pfälzer Seite Ersatz-Torwart Marius Müller über weite Strecken alles andere als souverän aussah und auf Leipziger Seite die Abwehr zeitweise wie immer eine Hühnerhaufen-Taktik fuhr. Aber ansonsten wurde um jeden Zentimeter teils erbittert gekämpft.

Eine etwas seltsame Rolle spielte dabei immer wieder der Schiedsrichter Hartmann. Zunächst ließ er vieles durchgehen und griff dann durch, um das Spiel nicht entgleiten zu lassen. Das sah dann so aus, dass er leider keine kontinuierliche Linie fuhr. So ließ er bei den Lauterern Matmour und Karl einiges durchgehen und bestrafte dafür aber die Leipziger Reyna und Forsberg für eine, respektive zwei Aktionen. So schickte er Forsberg wegen zweier Aktionen mit Gelb-Rot vom Platz. Aber sei’s drum.

Es war ein intensiver Fight, der sich da gestern in der Pfalz abgespielt hatte. Aber auch um das Geschehen herum spielte sich so einiges ab. So war Sport 1-Kommentator Küpper recht parteiisch pro Kaiserslautern und versagte dem RB Leipzig auch die Qualität, als sie kurzzeitig überlegen waren. Mit-Kommentator Claus-Dieter Wollitz widersprach ihm dagegen immer wieder und attestierte den Sachsen eine recht gute Leistung. Das war nicht weniger witzig, wenn man an seine Lobhudeleien der letzten Wochen in diversen Medien denkt. Man könnte fast denken, er würde sich um den Cheftrainer-Posten bei den Sachsen bewerben.

Außerdem anekdotenreich die Zoten vor dem Spiel. Brücken mit Transparenten gegen den Club aus Sachsen, die fehlende Club-Bezeichnung auf den Eintrittskarten und so etwas. Von Leipziger Seite bedankte man sich mit dem Hashtag #pfcrbl statt des Hashtags #fckrbl. Es spielte quasi der „Pfälzer Fußballclub“ gegen RB Leipzig. Das wiederum sollte darauf Bezug nehmen, dass es der 1. FC Kaiserslautern ohne Landesunterstützung durch den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck sehr schwer mit dem Überleben gehabt hätte.

Animositäten bestimmten also das Treiben vor dem Spiel und während des Spiels. Auch nach dem Spiel, welches hier wie immer wortreich beschrieben ist, kam es zu sehr interessanten Geschichten vor der Kamera. Laura Wontorra interviewte Leipzigs Trainer Beierlorzer gemeinsam mit Lauterns Trainer Runjaic. Der Österreicher, der in der Pfalz arbeitet, sah Kaiserslautern klar besser, während der fränkische Sachse schon befand, man müsse die Kirche im Dorf lassen, da beide Teams gleichauf waren.

Und diese Art und Weise des Interviews sowie die Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, sind die besten Bewerbungsunterlagen für Beierlorzer, um Cheftrainer zu bleiben. Ich glaube, im Umfeld des Vereins würde das niemand bedauern. Oder etwa doch? Favorit Kaiserslautern mit der „Festung Betzenberg“ hat es nicht geschafft, die in der Position eines Aufsteigers befindliche Mannschaft aus Sachsen auf die Knie zu zwingen. Und damit ist für mich der RB Leipzig ein gefühlter Sieger.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 0 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „RB Leipzig beim 1. FC Kaiserslautern

  1. Ein richtig guter Bericht und beim Thema Schiedsrichter“leistung“ kann man dir nur beipflichten.
    Der ganze „Boykott“ durch die Verantwortlichen des Pfälzer Fußballclubs haben sich mit ihren Aktionen für viele Anhänger selbst ins Aus geschossen, da Runjaic (Trainer vom PFC) nach der Partie ständig von Red Bull Leipzig sprach. Die Marketingwirkung, die man vermeiden wollte, war damit trotzdem enorm, aber wer möchte denn von Geld sprechen? ;)

    Zum Absatz über den Verbleib von Beierlorzer: Viele, wirklich sehr viele Fans würden den Verbleib begrüßen, aber ein „No name“ als Trainer beim großen RB Leipzig, der den Aufstieg schaffen soll/muss? Wobei Zorniger vielen Fußballfans (unabhängig vom Verein) vor seinem Engagement bei RB Leipzig auch kein Begriff war und inzwischen wird sein Name in der ersten Liga gehandelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.