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Gestern besuchte der RB Leipzig den SV Sandhausen im Großraum Karlsruhe-Mannheim-Heidelberg. Und es war kein guter Auftritt. In der Provinz an Neckar und Rhein, nahe des Kraichgaus wurden die Kicker aus Leipzig auf den Boden der Tatsachen gestellt. Und das ist durchaus positiv zu sehen, so schlimm das Spiel auch war. Unterm Strich ist das Alles kein Beinbruch.

RB Leipzig beim SV Sandhausen

Gestern besuchte der RB Leipzig den SV Sandhausen im Großraum Karlsruhe-Mannheim-Heidelberg. Und es war kein guter Auftritt. In der Provinz an Neckar und Rhein, nahe des Kraichgaus wurden die Kicker aus Leipzig auf den Boden der Tatsachen gestellt. Und das ist durchaus positiv zu sehen, so schlimm das Spiel auch war. Unterm Strich ist das Alles kein Beinbruch.

Der SV Sandhausen klingt wie ein Provinzclub von der Heide. Aber er befindet sich in allerbester Nachbarschaft. Karlsruher SC, SV Waldhof Mannheim, TSG 1899 Hoffenheim, FC Walldorf Astoria – all diese Vereine befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Club. Und Sandhausen zieht nun nach. Wer glaubte, dass man da den FC Milchkanne 07 besucht, der sah sich getäuscht. Der Tabellenplatz in der unteren Hälfte sagte ja auch nicht allzu viel aus. Natürlich, der schwarzweiße Verein hat den Charme, in Sachen Infrastruktur, Perspektiven und Umfeld Nachholbedarf zu haben. Aber trotzdem hat sich der RB Leipzig in dem 15000-Einwohner-Nest eine einigermaßen blutige Nase geholt.

Das Problem der Leipziger an dem Spiel war, dass man es nicht schaffte, eine einzige wirklich zwingende Torchance zu erarbeiten. Man versuchte, das Spiel zu kontrollieren, aber man verzettelte sich im Klein-Klein irgendwo im Halbfeld, wo keine direkte Torgefahr entstehen konnte. Soweit ich das via Twitter mitbekam, waren es die kurpfälzer Gastgeber, die sogar hätten in Führung gehen können.

Wer das Spiel im Premium-Fernsehen verfolgt hatte, war sicherlich schwer gelangweilt von dem Hickhack, den sich da beide Teams geliefert hatten. Aber ich kann mir denken, dass im Stadion selbst das Spiel spannend war, weil man immer verfolgen konnte, wie sich die beiden Mannschaften auf die jeweils eigene Art bekämpfen wollten. Das bestätigt auch der Spielbericht beim Rotebrauseblogger. Insgesamt kann man wohl sagen, dass RB Leipzig schöner spielte, aber der SV Sandhausen bissiger war. Es war aber nicht so, dass die Leipziger in Schönheit erstarrten, sie fanden nur keine Mittel gegen den vermeintlichen Underdog, den viele aus dem Leipziger Umfeld falsch eingeordnet hatten.

Ich habe Wortmeldungen im Vorfeld des Spiels mitbekommen, dass der RB Leipzig quasi die möglichen drei Punkte im Vorbeigehen einsammeln soll. Solche Erwartungen sind immer gefährlich. Ich denke, dass Trainer Zorniger, der ja auch aus Baden-Württemberg stammt, den Verein schon richtig einsortiert hatte. Aber vielleicht waren die Spieler trotzdem der Meinung, die vermeintlichen Außenseiter einfach bezwingen zu können. Und das ging eben mal schief.

Gelandet sind die Leipziger nun auf dem Tabellenplatz 6. Damit befinden sie sich weiterhin in dem Tabellenkorridor, den ich für den Abschluss der Saison vermute: irgendwo zwischen Platz 5 und Platz 8. Vielleicht ein Platz höher oder tiefer. Aber so grundsätzlich werden die Leipziger in der Position landen, dass sie den Aufstiegskampf zwar hautnah beobachten können, aber nicht direkt etwas damit zu tun haben werden. Das wäre in jedem Fall ein Erfolg. Mehr kann und soll man nicht erwarten.

Seltsam fand ich, dass bei dem 15000-Zuschauer-Stadion in Sandhausen nur etwa 4500 Zuschauer ins Stadion fanden, davon etwa 500 aus Sachsen. Noch komischer fand ich die Situation, die da via Twitter geschildert wurde. Es sollen nämlich die Fans des angeblichen „Plastik-Clubs“ gewesen sein, die Stimmung in die Bude gebracht haben. Insofern war das Spiel alles in allem recht unattraktiv. Es zeigte aber auch wieder die geschlossene Harmlosigkeit in der Fremde, die da der RB Leipzig an den Tag gelegt hatte. Aber es ist alles nicht weiter schlimm. Man muss eben nur aufpassen, dass nicht bei Auswärtsspielen Nachlässigkeit dazu kommt.

Nun kommt der Audi-Club FC Ingolstadt 04 Fußball GmbH nach Leipzig. Der Gegner ist natürlich um einiges attraktiver als der vermeintliche Provinzclub aus der Heidelberger Kurpfalz. Sportchef Ralf Rangnick prophezeihte ein volles Stadion, sollten drei Punkte aus dem Rhein-Neckar-Kreis mitgenommen werden. Nun ist es nur einer geworden, ein unbefriedigendes 0:0. Trotzdem wird man viele Zuschauer beim Match gegen den Tabellenführer in die Red Bull Arena leiten können. Und beide Mannschaften werden sich auf Augenhöhe treffen, was bei einem überaus heimstarken RB Leipzig ein sehr attraktives Spiel vermuten lässt. Damit kann man die vermaledeite Auswärtsfahrt nach Sandhausen vergessen machen.

Bildquelle: Vereinslogo von RB Leipzig – (C) RB Leipzig e.V.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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