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RB Leipzig – Die Warnung vor dem Durchmarsch

Über RB Leipzig kann man sicherlich diskutieren. Soll man ja auch. Aber es ist unbestritten, dass die Spieler gut sind und man sich gesund entwickeln will. Das können jetzt viele nicht fassen, das ist mir völlig klar. Aber es bleibt dabei: Im Leipziger Verein behält man den kühlen Kopf, den man braucht, um hier weiterhin so professionell arbeiten zu können. Und da muss man auch mal auf die Bremse treten. So wie es Alexander Zorniger tat.

Der Trainer der „Roten Bullen“ trat jetzt mal gewaltig auf die Bremse. RB Leipzig unterstellt man ja vieles. Man reibt ihm immer wieder unter die Nase, sich den Erfolg erkaufen zu wollen und mit zwielichtigen Tricks zu arbeiten. Dass man in Leipzig aber eine einwandfreie Jugendarbeit macht und im Verein auf Integrität setzt und dabei eben nicht den FC Red Bull Salzburg oder den FC Liefering im permanenten Blick hat, übersehen viele Medienmacher und Kritiker. Man sagt dem RB Leipzig nach, dass man notfalls irgendwelche Leute aus Salzburg holen würde oder Dietrich Mateschitz nochmal Geld auf den Tisch legen würde, um den Durchmarsch zu schaffen.

Und niemand merkt, dass das ziemlich an den Haaren herbei gezogen ist. Man wird sicher Verpflichtungen vornehmen und dabei eben auch die beiden österreichischen Vereine im Blick haben. Aber glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass das irgendwie das Hauptaugenmerk sein kann?

Wie „Sport1“ berichtet, hat Trainer Zorniger festgestellt, dass es kein Beinbruch wäre, wenn RB Leipzig nicht durchmarschieren würde. Das würde sogar dem Umfeld gut tun. Er fordert Demut ein. Ein sofortiger nächster Schritt wäre nicht gut. Denn sportlicher Erfolg würde dann viel zu schnell als normal angesehen werden. Was sie nämlich in Leipzig nicht gebrauchen können, ist Überheblichkeit. Und ich glaube, damit ist nicht gemeint, dass sich die Fans über die Schmähgesänge der Gegner mit ihrem „Champagner statt Bier“ lustig machen.

Wie „Spox“ weiß, hat der Coach konstatiert, dass man über dem Soll sei. RB Leipzig – ich erzähle es ja pausenlos – ist nach wie vor Aufsteiger. Als Aufsteiger spielt man eigentlich nur gegen den Abstieg. Man erinnere sich nur an den Ausflug von Eintracht Braunschweig ins Oberhaus, der nach einer Saison beendet war. Klar, in Leipzig spielt eine gute Mannschaft. Es gibt oft genug Halligalli. Aber Trainer Zorniger meint, dass er sein Team im unteren Viertel der Tabelle erwartet hatte.

Natürlich nimmt damit Zorniger auch ein ganzes Stück Druck von der Mannschaft. Vielleicht war es ja so, dass die Spieler aufgrund des unerwartet guten Saisonstarts kaum noch laufen konnten vor Selbstbewusstsein und dann bei ausbleibendem Erfolg in den Seilen hingen. Vielleicht nimmt er auch den Druck, um eine unerfüllbar hohe Erwartungshaltung zu dämpfen. Wenn sie eben noch eine Weile in der 2. Bundesliga bleiben, dann ist das eben so. Aber ich weiß, dass vor der Saison als Devise nicht „Aufstieg“, sondern „Konsolidierung“ ausgegeben wurde.

Sicher will man irgendwann mal höher spielen und sicherlich auch international antreten. Die Freude wäre riesig, wenn irgendwann mal wieder Gegner wie FC Barcelona, Chelsea FC, AS Rom oder wer auch immer zu Pflichtspielen hierher kommen würden. Aber man soll Erfolg nicht erzwingen. Das erhöht unnötig den Druck und vertreibt jeden Spaß. Und damit ist am Ende niemandem geholfen. Oder was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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