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RB Leipzig - Symbolbild RB Leipzig - Symbolbild

RB Leipzig empfing Eintracht Frankfurt

Die Winterpause ist vorbei, und die Herbstmeisterschaft wurde gelost. Klingt doof, ist aber so. Und so traf RB Leipzig auf die SG Eintracht Frankfurt. Spitzenspiel im Flutlicht von Leipzig. Zweiter gegen Vierter. Das sah knapper aus als Erster gegen Achter am Freitag, als die Bayern in Freiburg antraten. Am Ende kam es anders. Und das ist schon der Rede wert, wie ich finde.

Ralph Hasenhüttl ließ seine bewährte und wieder genesene Formation auflaufen: Gulacsi im Tor, Bernardo, Orban, Compper und Halstenberg in der Abwehr, Demme und Ilsanker im defensiven Mittelfeld, Sabitzer und Keita im offensiven Mittelfeld und Poulsen und Werner im Sturm. Die einzige Änderung war Keita, der den rot-gesperrten Forsberg vertrat. Und auf der Bank hatte man noch jede Menge Potential sitzen. Und so konnte es losgehen. Ausverkauftes Haus, giftige Eintracht-Fans. Fußball-Herz, was willst du mehr?

Gut, nach drei Minuten waren die Hessen schon ein Mann weniger, als Lukas Hradecky einen Angriff der Leipziger abfangen wollte. Ilsanker passte auf Bernardo, der steil ging. Der slowakische Finne kam im Strafraum ins Straucheln und griff den Ball außerhalb des Strafraums auf. Das bedeutete glatt rot für ihn. Aber er musste es so machen, um Bernardo vorm Einschieben aufzuhalten. Den darauf folgenden Freistoß von Halstenberg verschätzte der gerade eingewechselte Erwatzkeeper Lindner, und so konnte Compper das 1:0 eintüten.

Frankfurt mit dem in Leipzig gescheiterten Ante Rebic im Vorwärtsgang, aber der Kroate war eben auch recht ungestüm. Im Laufe der Partie lief die Eintracht immer wieder Gefahr, dass sie das Spiel mit zwei Spielern weniger beenden müssen. Allerdings war Rebic auch oft genug ungenau. Als dann einziger Stürmer in Kovac’s 5-3-1 war er auch auf relativ verlorenem Posten. Das lag aber auch daran, dass Leipzig zeigt, wieso sie eine der sichersten Abwehr-Reihen der Bundesliga aufbieten können.

Mit der Zeit akklimatisierten sich aber beide Teams in der Situation. Die Partie wurde ausgeglichener. Kam RB Leipzig mal vors Tor, vor allem in Person von Poulsen oder Werner, dann sah man sie wieder: die altbekannte Abschluss-Schwäche. Keita zeigte wieder, was er kann, hinten sicherten die vier in der Kette, Stefan Ilsanker und Diego Demme ab, alles lief entspannt wie immer ab. Die Rotweißen waren verspielt und brachten dadurch die Eintracht wieder ins Spiel zurück.

Die Hessen wurden gerade wieder stärker. So kurz vor der Pause. Bis dahin hielt auch Gulacsi die Leipziger vorn durch seine couragierte Leistung gegen erstarkte Frankfurter. Nachspielzeit der ersten Hälfte: Naby Keita zog einen Freistoß ab, der scharf nach innen zog und seinen Abnehmer in Timo Werner fand. Der sehr gute Ersatz für Hradecky war überwunden. Und so ging es mit einer 2:0 Führung in die Pause. Aus dieser kamen beide unverändert heraus.

Es dauerte dann so um die 20 Minuten, ehe sich beide Teams wieder zu zielstrebigen Aktionen hinreißen ließen. Diesmal war es ein sehenswerter Flugkopfball von Ilsanker. Der Österreicher flog durch die Abwehrreihen und säbelte den Ball übers Tor. Und dann spielte Werner Keita an, der an Lindner scheiterte. Über Umwege landete der Ball bei Selke, der inzwischen für Poulsen im Spiel war. Mit Biegen und Brechen bekam Halstenberg den Ball vor die Füße. Vallejo wollte noch klären, aber der Ball landete im Tor. 3:0 nach 67 Minuten. Die Eintracht mausetot.

Oliver Burke ersetzte kurz darauf Stefan Ilsanker. Und RB Leipzig spielte sein Spiel sauber herunter. Es passierte nicht mehr viel. Und so kam es, dass der Aufsteiger den Tabellen-Vierten mit 3:0 unter den Tisch kehrte. Das war schon eine sehr überzeugende Leistung. Und was ebenfalls erfreulich war: Alle Knochen sind heil geblieben. Niemand ging verletzt vom Platz. Auch nicht Kaiser, der kurz vor Schluss noch Werner ersetzte. Alle halfen mit, alle blieben gesund.

Aktueller Punktestand von RB Leipzig: 39. Bis zur magischen 40 ist es nur noch ein Punkt. Und den kann man zum Rückrundenstart nächste Woche gegen Hoffenheim holen. Aber da ist auch wesentlich mehr drin, wenn man die Verfassung der Mannschaft sieht. Man schoss selbst 34 Tore. Dortmund und München trafen häufiger. Und man fing 15 Stück. Nur München fing weniger. Und deshalb steht RB Leipzig dort, wo sie stehen.

Bester Mann auf dem Platz war Abwehr-Organisator Willi Orban. Der Kerl ist einfach nicht zu bezwingen. Immer anspielbereit, immer seine Abwehr im Griff, nicht in der Luft zu übertrumpfen. Genau deshalb wurde er damals aus Kaiserslautern geholt. Zweitbester war wie so häufig Diego Demme durch seine Art, immer und überall anspielbar zu sein und dadurch das Team in die richtige Richtung lenken zu können. Naby Keita als Mittelfeld-Motor zeigte einmal mehr, wieso er so immens wichtig für das Spiel ist.

Nächste Woche nun das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Im Hinspiel ging es im Rhein-Neckar-Raum unentschieden aus. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Hasenhüttl-Truppe in gewachsener Art und Weise verhält. Ich würde ja darauf tippen, dass RB Leipzig seine Festung verteidigen will. Zweitbester zuhause, nach München. Aber die Sinsheimer TSG ist halt auch drittbeste Mannschaft auswärts. Das dürfte dann also ein heißer Tanz werden, wenn es Ende Januar zum Rückspiel im El Plastico kommt.

Ach ja, Herbstmeisterschaft war auch noch. Gewonnen hat sie der FC Bayern München. Aber das ist halt nur Nebensache für Dinge rund um RB Leipzig.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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