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Red Bull - (C) bohed CC0 via Pixabay.de Red Bull - (C) bohed CC0 via Pixabay.de

RB Leipzig erklärt beim FC St. Pauli Aufstieg für beendet

Auf der Baustelle Millerntor lud gestern der FC St. Pauli zum Kampf Aufstieg gegen Nicht-Abstieg. Der Nicht-Abstieg hat gewonnen. Richtig so. Das im Umbau befindliche Stadion in dem bekannten Hamburger Stadtteil war ausverkauft und zeigte, dass die unbeliebten Sachsen durchaus guten Sportsgeist zeigen. Und dabei meine ich sowohl die Mannschaft als auch die in den Norden mitgereisten Fans. 2000 waren in Sonderzug und Autos in Richtung Reeperbahn gereist und kamen mit leeren Händen wieder. Aber das ist nicht so schlimm.

Oft ist es doch so, dass man mit eingezogenem Schwanz bei einer Niederlage das Stadion verlässt. Aber soweit ich gesehen habe, haben die Fans von RB Leipzig nicht nur ihre Mannschaft, sondern auch die Spieler des Kiezclubs gefeiert. Und das kam in Hamburg sehr gut an. Bei bestem Wetter trafen zwei Teams aufeinander, die durchaus polarisieren. Die einen durch die Förderung durch den österreichischen Limonadenbrauer, die anderen, weil irgendwer immer irgendwas in Sachen politischen Statements zu erahnen meint.

Wie auch immer, der FC St. Pauli kämpft ums sportliche Überleben in der zweiten Bundesliga. Und das bewies sich auch im Spiel. RB Leipzig hätte zwar gern einen Durchmarsch, aber sie müssen ihn nicht unbedingt schaffen. Und soweit ich mitbekam, zeigte sich genau das. Denn den Kiez-Kickern von Coach Ewald Lienen konnte man nicht unterstellen, dass sie sich nicht einsetzen würden. Das machten die Leipziger zwar auch. Aber unterm Strich war St. Pauli die meiste Zeit des Spiels die bessere Mannschaft. Überlegen nicht unbedingt, aber besser.

In Hamburg fand gestern nicht unbedingt die Inkarnation von Spitzenfußball statt. Unspannend war es trotzdem nicht. Das Spiel ging 1:0 an den FC St. Pauli. Damit hat RB Leipzig dann alles dafür getan, dass man auch kommende Saison gegen den Club von der Reeperbahn spielen kann. Dann vielleicht auch wieder in einem fertig gestellten Millerntor.

Die Leipziger bleiben auf Rang 6 der zweiten Bundesliga hocken. Mit 6 Punkten hinter Relegationsplatz 3, auf dem der Mit-Aufstiegs-Rivale SV Darmstadt 98 hockt. Damit können wir sicherlich 3 Spieltage vor Schluss den Durchmarsch abblasen, was eine sehr gute Nachricht ist. Und St. Pauli ist punktgleich aber mit besserer Tordifferenz Tabellennachbar von FC Erzgebirge Aue, der auf dem Relegationsplatz 16 hockt. Somit sind die Voraussetzungen für ein Wiedersehen in der kommenden Saison geschaffen.

Ausführliche Spielberichte wird es überall geben. Das einzig Wichtige als Fazit ist: Der Aufstieg in das Fußball-Oberhaus wurde von RB Leipzig für beendet erklärt. Weil man gegen engagierte Fußballer, die um das sportliche Überleben kämpfen, nicht die richtigen Mittel fanden. Damit hat man eben auch in der Belle Etage nichts verloren. Und das ist die richtige Erkenntnis.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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