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RB Leipzig gegen Borussia Dortmund – der boykottierte Boykott

Am 10. September steigt das erste Heimspiel von RB Leipzig in der Bundesliga. Und zwar gegen Borussia Dortmund. Genau damit gibt es derzeit Gelächter. Denn wir sind eben auch in der Bundesliga bei #NeinZuRB und Boykott-Aktionen und derartigem angekommen. Nun also die Fans von Deutschlands einzigem börsennotierten Fußball-Unternehmen. Es weckt schon einiges an Gelächter, was man da zu sehen bekommt.

In diesem Blog-Artikel werde ich auf Links verzichten. Ich werde aber ein paar Tweets einbauen. Sie wissen ja sicherlich, dass ich hauptsächlich Twitter als soziales Netzwerk nutze. Und hier habe ich gesehen, wie absurd das Alles ist, was die Fans von Borussia Dortmund da treiben. Jaja, Tradition hin oder her, es ist viel Geblubber im Meer. Wenn sich denn die Ultras nicht noch obendrein lächerlich gemacht hätten. Denn das ist passiert:

Ja, aufgemerkt und hingeschaut: „BVB-Fanclubs“ boykottieren nämlich. Das impliziert: Alle Fanclubs des schwarzgelben Vereins machen da mit. Niemand, wirklich niemand, der eine Fahne der Dortmunder schwenken will, würde sich nach Leipzig begeben. Denn hier in Leipzig ist alles so bäh. Wir erinnern uns: RB Leipzig wurde mit Hilfe von Red Bull aus der Taufe gehoben, und ohne den Brausehersteller läuft nicht allzu viel. Die Spielbetriebs-GmbH der Profis befindet sich komplett im Besitz des Stammvereins. Borussias Profis wiederum werden an der Börse gehandelt. Aber das ist ja alles Tradition. Oder so etwas in der Art.

Naja, jedenfalls riefen alle möglichen Lichtgestalten zum Boykott des Spiels auf. Man solle lieber die U23 an dem Tag unterstützen oder sowas in der Art. OK, Anfang September kann auch sehr sonniges Wetter sein. Vielleicht geht man auch lieber ins Freibad oder so. Jedenfalls soll man es tunlichst vermeiden, nach Leipzig zum Bäh-Verein zu fahren. So jedenfalls war der O-Ton. Bis zu diesem da:

Mit anderen Worten: Das Spiel RB Leipzig gegen Borussia Dortmund am 10. September ist in Dortmund ein richtiger Verkaufsschlager. Innerhalb von ein paar Minuten waren alle über 4000 Gästekarten ausverkauft. Der Gästeblock ist voll. So viel zum Boykott. Es wird eh so sein, dass das Spiel ausverkauft sein wird. Denn es wird sich um ein Knaller-Spiel handeln. Ich teile somit diese Ansicht:

Wäre es denn nicht denkbar, dass sich viele Fans gedacht haben, dass genau das passieren wird? Und selbst wenn RB Leipzig das Spiel verlieren würde, könnte es sich zu einem mächtigen Spektakel auf dem Platz entwickeln. Denn Dortmund und Leipzig spielen nicht so unähnlich. Das könnte etwas richtig attraktives werden. Und deshalb können die Ultras boykottieren, wie sie wollen. Es interessiert schlichtweg nicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

12 Gedanken zu „RB Leipzig gegen Borussia Dortmund – der boykottierte Boykott

  1. Zitat: „Ja, aufgemerkt und hingeschaut: „BVB-Fanclubs“ boykottieren nämlich. Das impliziert: Alle Fanclubs des schwarzgelben Vereins machen da mit.“ Damit dies tatsächlich „impliziert“ muss man aber schon eine ziemlich blickdichte Anti-BVB-Brille aufhaben. Nur weil irgendjemand schreibt :“BVB-Fanclubs boykottieren“, heißt es aus meiner Sicht noch lange nicht, dass ALLE boykottieren. Zum einen ist die Quelle ja nun kein Sprachrohr für alle und zum anderen sschreibt der-/diejenige auch garnicht von „Alle“.
    Dummerweise fusst der ganze Rest des Artikels genau auf dieser Fehlinterpretation und ist damit aus meiner Sicht nicht besser als so manche Stimmungsmache der Gegenseite.

  2. Allein schon der Satz: „RB wurde MIT HILFE VON RED BULL aus der Taufe gehoben.“ sagt alles. RB Leipzig IST Red Bull sonst nix! Die GmbH gehört zu 99% Red Bull. Größter Anteilseigner beim BVB ist Evonik mit nicht ganz 15%. Von „mit Hilfe aus der Taufe gehoben“ kann keine Rede sein. Konzentrieren Sie lieber weiter auf IT Herr Uhle und überlassen Sie Fußballkultur anderen. Schlecht recherchiert und inkonsistent!

    1. Lieber Herr Storkovicz, das mit den 99% muss erst noch bewiesen werden. Niemand bestreitet, dass ohne Red Bull bei RB Leipzig nicht viel läuft. Aber die Prozente dürften nicht stimmen, da dies rechtlich nicht möglich ist.

  3. Hören Sie auf Red Bull und RBL zu trennen! Ohne Red Bull läuft bei RB gar nichts! Die Information zu den 99% ist für jeden frei abrufbar. Und warum sollte es für eine GmbH rechtlich nicht möglich sein, zu 99% an einer anderen GmbH beteiligt zu sein? Lediglich die Stimmenverteilung wurde so organisiert, dass die 50+1-Regel zum Schein gewahrt wird. Allerdings stehen alle stimmberechtigten Mitglieder Red Bull sehr nahe. Faktisch werden sowohl Verein als auch die GmbH vollständig durch Red Bull kontrolliert.

    Hier nochmal zum Mitmeißeln: http://www.trendtop500.at/unternehmen/red-bull-gmbh/beteiligungen/

    Hätte keine 2 Miunuten gedauert, das zu finden.

    1. Und was sagt das nun am Ende über meinen kommentierenden Artikel aus? Ach ja, ich weiß: Ich bin zu doof zum Recherchieren. Das war aber irgendwie gar nicht das Thema des Artikels. Vielen Dank für die ergänzenden Informationen. Mir lagen in der Tat andere Informationen vor. Aber deshalb muss man nicht derart schimpfen.

      1. Selbstverständlich bleibt es Ihnen selbst überlassen, wie Sie Ihre Meinung bilden und diese auch zu äußern. Wenn Sie dabei allerdings von falschen Voraussetzungen ausgehen, müssen Sie eben damit rechnen, dass es Gegenwind gibt, insbesondere wenn Sie selbst bereits einen verächtlichen Ton angeschlagen haben.

  4. Das ist schon möglich und ist wohl auch so.
    Das Stammkapital der Lizenz-Spielbetriebs GmbH gehört zu 99% Red Bull und zu 1% dem eingetragenen Verein.
    Was du meinst Henning ist die 30% Regelung des Financial Fairplay was etwas völlig anderes ist.
    Dies betrifft nur das laufende Geschäft
    (Einnahmen/Ausgaben).
    Da wäre zum Beispiel ein neues Stadion völlig
    irrelevant in der Bewertung, weil das Infrastruktur ist.
    Genau wie der Neubau am Cottaweg.

  5. Im übrigen ist mir das auch Wurst, ich habe keine Anteile eines Unternehmens (außer Konsum)
    :-)
    Würde mir auch keine von einem Fußballverein kaufen. Renditeaussichten sind nicht so gut …
    Sicher wird es irgendwann Investoren geben die gern welche von RBL haben möchten.
    Ob die dann was bekommen wird die Zukunft zeigen. Mintzlaf hat ja angedeutet das nach
    weiteren Partnern gesucht wird.
    Das Red Bull die Anteilsmehrheit abgibt ist eher unwahrscheinlich.

    1. Ich war im Winter vor Ort. Ich habe mit leitenden Personen von RB Leipzig – u.a. Ulrich Wolter – gesprochen. Und ja: Die suchen weitere Partner und wollen perspektivisch die Mehrheit nicht mehr bei Red Bull sehen. Mir lagen zu dem Zeitpunkt Informationen vor, dass die Anteile einzig und allein beim Verein liegen, nicht beim Investor. Das lag mir schriftlich in Dokumenten vor, die ich freilich nicht veröffentlichen kann.
      Nein, Anteile an einem Fußballclub holt man sich doch nicht ins Haus. Lieber geht man ins Stadion. Hier muss man auch erstmal abwarten, was da weiter passiert.

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