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RB Leipzig Fans in der Red Bull Arena RB Leipzig Fans in der Red Bull Arena

RB Leipzig gegen Borussia Dortmund: Spieltagsvorgeplänkel

Es gibt ja Auswüchse von Nickligkeiten vor einem Spieltag, die ahnt man nicht. So auch passiert bei der Bundesliga-Heimspiel-Premiere von RB Leipzig. Da reist morgen die Ballspielvereinigung-Aktiengesellschaft zum Topspiel in Leipzig an, und es gibt Geplänkel. Das ist in erster Linie witzig und völlig normal. Und das zeigt eigentlich auch, dass im Tollhaus Bundesliga RB Leipzig gar nicht so ein Fremdkörper sein kann. Schauen wir mal, was da passiert ist.

Im Fanforum von Borussia Dortmund war ein „Offener Brief“ zu lesen. Darin war die Rede vom „sympathischen, bodenständigen Verein aus dem Pott“, der gegen „das Marketingkonstrukt eines Konzerns aus Österreich“ in die Schlacht ziehen will. Ich habe diesen Eintrag gestern auch gelesen und mich erst gefragt: Kann man denn wirklich so borniert sein? Da hält man in dem Eintrag als Argument für Bodenständigkeit nach oben, dass im „altehrwürdigen Signal-Iduna-Park“ die Preise für die Bratwurst zum Glück nicht gestiegen sind. Und Spieler spielen für den BVB wegen der Liebe, nicht wegen des Geldes.

Nun ja, ich gebe zu, es hat bei mir eine Weile gedauert. Aber die Frage, die sich da auftut, kann ich ganz einfach damit beantworten: Es ist nichts anderes als Satire. Ein Verein aus Nordrhein-Westfalen, der alles, aber auch alles vermarktet, kommt nun nicht unbedingt daher und wirkt wie der Versuch, alles aus Gemeinnutz zu tun. Bodenständig wirkt der schwarzgelbe Club auch nicht unbedingt. Aber sei’s drum. Es bleibt Satire, und damit können wir das Thema beiseite schieben.

Aber das ist nicht alles, was man so an Geplänkel mitbekommt. Mal abgesehen davon, dass Fans von RB Leipzig vor dem Spiel gelbe Kleidung abgeben konnten. Aber Audi – über die Mutter Volkswagen Sponsor von RB Leipzig – setzt auch noch einen drauf. Der BVB kommt ja immer mit dem Slogan „Echte Liebe“ um die Ecke. Das nahm Audi zum Anlass, um vier knallgelbe Audis mit dem Schriftzug „Käufliche Liebe“ ins Rennen zu schicken. Hintergrund ist wohl, dass ein gemeinsamer Fanschal nicht die Zustimmung der Westfalen erhielt und diese ihr Logo nicht zur Verfügung stellten.

Nun kommt es also am Samstagabend zum Duell der beiden Kommerz-Clubs RB Leipzig und Borussia Dortmund. Die Dortmunder wollen ihre eigenen Merchandising-Artikel an der Red Bull Arena verkaufen, was mich wieder zu dem bringt, was ich oben vom BVB schrieb, nämlich dass der BVB ein Club ist, der alles vermarktet. Gilt das dann eigentlich schon als „El Plastico“? So weit wollen wir mal nicht gehen. Aber wenn man das Geplänkel so sieht, dann ist RB Leipzig in der Bundesliga angekommen, und wir können uns für Stadt und Region freuen. Denken Sie nicht?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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