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Schweigeminute zum Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder beim Spiel RB Leipzig gegen FC St. Pauli in der Red Bull Arena, Leipzig Schweigeminute zum Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder beim Spiel RB Leipzig gegen FC St. Pauli in der Red Bull Arena, Leipzig

RB Leipzig gegen FC St. Pauli

RB Leipzig starb gestern in Schönheit. Mit einem denkbar knappen 0:1 verlor gestern die Rangnick-Elf gegen engagiert aufgetretene Hamburger. Das geht auch soweit in Ordnung, weil man eben auch Tore schießen muss, um ein Spiel zu gewinnen. Da kann man Druck aufbauen, wie man will. Wenn der Ball nicht im Netz zappelt, nützt aller Druck nichts. Und das muss man RB Leipzig ankreiden.

Ausverkauftes Haus hieß es gestern in Leipzig. 41795 Zuschauer – davon vielleicht 4000 aus Hamburg – sahen ein Spiel, das vom Rostocker Schiedsrichter Bastian Dankert geleitet wurde. Der traf einige merkwürdige Entscheidungen. Aber der soll ja auch keine Tore schießen. Dafür war auf Leipziger Seite die Offensivabteilung, bestehend aus Davie Selke, Marcel Sabitzer, Massimo Bruno und Emil Forsberg, zuständig. Und was soll ich sagen? Diese Abteilung hatte schon mal besser funktioniert. Die Schaltzentrale nahmen Dominik Kaiser und Stefan Ilsanker ein. Die Defensive wurde von Anthony Jung, Willi Orban, Tim Sebastian und Georg Teigl gestellt. Und im Tor stand Fabio Coltorti.

Die Offensive funktionierte nicht so, wie man sich das vorstellte. Irgendwie kann ich mich an keine großen Aktionen von Bruno und Sabitzer erinnern. Irgendwie blieben sie relativ blass. Und alles konnte ja nun auch nicht Emil Forsberg stemmen. Und der hatte auch nicht so den überragenden Tag. Und somit rieb sich auch Davie Selke immer wieder auf. Nichtsdestotrotz war RB Leipzig stärker und druckvoller. Das lag aber auch an einem wieder erstarkten Dominik Kaiser, der glänzend mit Stefan Ilsanker harmonierte.

St. Pauli hatte dem Ganzen lange Zeit relativ wenig entgegen zu setzen. Man kann sagen, dass die Leipziger vielleicht eine halbe Stunde um einiges stärker waren, aber das Tor traf man nicht. Und so kam es, wie es kommen musste: Einmal richtig unkonzentriert ließ es die Rangnick-Truppe zu, dass Rzatkowski auf Thy ablegen konnte und dieser kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 0:1 einschob. Kurz darauf war dann auch erstmal Halbzeit.

Leider hatte sich Tim Sebastian eine Zerrung zugezogen. Deshalb musste die Abwehr umgestellt werden. Ilsanker rückte zurück in die Innenverteidigung, und Yussuf Poulsen kam. Somit stellt Rangnick um von einem 4-2-3-1 auf ein quasi 4-1-3-2 oder so. Aber auch das verbesserte die Chancenverwertung nicht. Auch nicht, als Forsberg durch Zsolt Kalmar ersetzt wurde oder als am Ende gar auf eine Dreier-Abwehrkette umgestellt wurde und Anthony Jung durch Nils Quaschner ersetzt wurde und man mit 3-1-3-3 gespielt hatte.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass sich RB Leipzig nicht darüber beschweren darf, dass man gegen souveräne Hamburger verloren hatte. Wer vorn die Tore nicht schießt, kann kein Spiel gewinnen. Vieles ging einfach mal nicht schnell genug. Der Hurra-Fußball war einfach mal wieder weg. Sie waren stärker als die Hamburger, aber eben nicht zielstrebig genug. Und da kann man jetzt über die eine oder andere fragwürdige Entscheidung des Rostocker Schiedsrichters debattieren, am Ende bleibt die Chancenverwertung. Hier muss gearbeitet werden. St. Pauli hat mit relativ wenig Mitteln drei Punkte in die Hamburger Mitte genommen, und somit hat Trainer Lienen alles richtig gemacht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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