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Es ist angerichtet in der Red Bull Arena - Henning Uhle Es ist angerichtet in der Red Bull Arena - Henning Uhle

RB Leipzig im DFB-Pokal weiter, und ich war dabei

Ich war das erste Mal zu einem Heimspiel von RB Leipzig. Und ich habe es nicht bereut. Ich werde mir wohl hin und wieder mal ein Spiel antun. Zu sehr hat mich das ganze Ambiente, die Atmosphäre, das Spiel mitgerissen. Was auch immer über RB Leipzig behauptet wird, können wir eigentlich sein lassen. Wer sich diese Schüssel in Leipzig antut, der macht nichts falsch. Wie gesagt: Ich war dabei. Das erste Mal. Und ich fand es gut.

Anlass des Heimspiels war der DFB-Pokal. Geladen war der FC Erzgebirge Aue, ein guter, alter Bekannter. Und man geht ja nicht zu einem Spiel des Dosenclubs. Deshalb waren auch so um die 29000 dabei. Alles Quatsch, was da erzählt wird. Also lassen wir es gut sein.

Für den „Neuling“ ist der Weg ins Stadion ungewöhnlich. Steil geht es bergauf – sorry, treppauf. Klar, man begeht ja das Stadion etwa in der Mitte. Ich saß mit einem guten Freund und jede Menge anderer Leute im Block 12. Und wir hatten besten Blick auf das, was sich dann tat, sowohl bei den Fanclubs als auch auf dem Rasen.

Blick ins Stadion etwa eine Stunde vor Beginn - Henning Uhle
Blick ins Stadion etwa eine Stunde vor Beginn – Henning Uhle

Na klar, lange vor Spielbeginn waren natürlich die Ränge noch nicht voll. Das änderte sich etwa eine viertel Stunde vor Spielbeginn. Der Gästeblock war nicht ganz voll. Und auch so war das Stadion nicht ausverkauft. Wie gesagt, etwa 29000 waren da. Und die erlebten ein ziemlich verrücktes Spiel. Ich bin noch ganz heiser nach dem Fight. Es hat sich voll und ganz gelohnt, dort hin zu gehen. Ernsthaft.

Gefüllter Fanblock in der Red Bull Arena - Henning Uhle
Gefüllter Fanblock in der Red Bull Arena – Henning Uhle

Und dann begann das Spiel. Vor meinen Augen das Tor des FC Erzgebirge. In der ersten Halbzeit wurde der Strafraum davor regelrecht von Leipzigern belagert. Was nicht gelang, war ein Tor. Nur hier und da kamen die Auer mal dazu, sich daraus zu befreien. Und dabei überraschten sie die Leipziger Hintermannschaft und ein kurzzeitig überforderter Klostermann produzierte einen Querschläger zum 0:1 Vorsprung für die Veilchen. Hätte er nicht das Bein dazwischen gehalten, wäre wahrscheinlich nichts passiert.

Die Mannschaft und die Fans steckten aber zu keiner Zeit auf. Letztere brüllten sich die Seele aus dem Leib. „Wir sind Schweine…“, weil man ja so verschrieen ist. Die RB-Spieler belagerten weiterhin das Tor von Aue. Und dann kamen die Auer wieder durch zu Coltorti. Der Angriff landete allerdings am Aluminium. Solche Ausreißer sorgten dann immer für Ärger unter den Fans. Und jeder forderte ein Tor von Youssuf Poulsen.

Die Fans in der Red Bull Arena - Henning Uhle
Die Fans in der Red Bull Arena – Henning Uhle

Der tat ihnen dann in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit den Gefallen. Und somit ging es in die Verlängerung. Meine Nerven! Wir hatten uns schon darauf eingerichtet, dass der RB Leipzig ausscheiden und der Abend beizeiten beendet wäre. Aber es folgte die Verlängerung. Und hier zeigte die Zorniger-Elf, was sie kann.

Denn dem FC Erzgebirge Aue fehlte dann mit der Zeit die zündende Idee, sich aus der Umklammerung der „Roten Bullen“ zu befreien. Und so kam es zu einem Foul im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte dann der gute Dominik Kaiser zur überaus verdienten Führung. Nun tobte die Hütte. Wer dachte, dass hier ein toter Verein ohne Fans herum hockt, hat sich getäuscht. Gebrüll, Gesang, Trommeln. Und all das von mehreren Generationen von Fans.

Der für den eher blassen Daniel Frahn in der zweiten Halbzeit der regulären Spielzeit eingewechselte Terrence Boyd erhöhte dann noch kurz vor dem Ende auf ein verdientes 3:1. Und damit steht der RB Leipzig nun in der nächsten Runde im DFB-Pokal. Verdient, wie ich finde. Die Zusammenfassung in der Sportschau vermittelte zwar den Eindruck, als wäre Aue überlegen gewesen und RB Leipzig nur der glückliche Sieger. Aber das stimmt nicht. Ich war dabei, Sie können mir das ruhig glauben.

Schade fand ich dann auf der Heimfahrt mit der Straßenbahn, dass es äußerst ruhig war. Keine Feiergesänge, wie man es von anderen Vereinen her kennt. Das wird vielleicht noch kommen. Vielleicht habe ich auch nur einen komischen Tag erwischt. Aber man darf sich ruhig freuen, dass man in der 3. Runde des DFB-Pokals ist.

Jedenfalls werde ich wohl hier und da mal ins Stadion gehen. Wer weiß, vielleicht zum nächsten Pokalspiel? Vielleicht auch zu einem Ligaspiel? Ich muss erstmal die Situationen noch verarbeiten. Einerseits die klasse Atmosphäre im Stadion, andererseits die betretenen Mienen in der Straßenbahn. Da geht durchaus mehr. Und hier freue ich mich auf Steigerungspotential.

Inzwischen ist in der ARD die „Losfee“ Judith Rakers aufgelaufen und zieht die nächsten Partien. Schauen wir mal, gegen wen der RB Leipzig antreten wird. Horst Hrubesch erzählt wieder einen von „Red Bull Leipzig“, was ja nicht stimmt. Und RB Leipzig tritt gegen den VfL Wolfsburg an. Und wird warten jetzt die Witze ab.

RB Leipzig macht sein Ding. Es war schön im Stadion. Ich komme wieder. Das lasse ich mir gern gefallen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „RB Leipzig im DFB-Pokal weiter, und ich war dabei

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