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RB Leipzig: Investieren für die Zukunft

RB Leipzig ist in die Bundesliga aufgestiegen. Und nun gibt es Planungen für die Zukunft. Die soll rosig werden. Aber alles mit Augenmaß und ehrlicher Weitsicht. Planlos haben andere gearbeitet. Das ist bei RB Leipzig völlig undenkbar. Mit dem neuen Trainer Ralph Hasenhüttl und Sportdirektor Ralf Rangnick ist ein Gespann da, das mit viel Engagement den nächsten Schritt angehen wird. Das Ziel heißt Klassenerhalt. Mehr kann nicht im Sinn sein. Oder doch?

Die Schwachstellen im System von RB Leipzig sind nicht in der Offensive zu suchen. Es fehlt irgendwie im Spielaufbau und in der Verteidigung. Das defensive Mittelfeld rund um Stefan Ilsanker, Diego Demme und Dominik Kaiser ist öfter mal recht angeschlagen unterwegs. Das schadet dem gesamten Spiel, und deshalb wird hier wohl nachgelegt. Und wo schaut dann RB Leipzig nach? Klar, in erster Linie in Salzburg.

Beim FC Red Bull Salzburg spielt Naby Keita. Der aus Guinea stammende Mittelfeldstratege ist 21 Jahre alt und passt ins Leipziger Beuteschema wie sonst kaum einer. Mir sagt der Spieler so gar nichts. Das liegt aber auch daran, weil ich den österreichischen Fußball überhaupt nicht im Blick habe. Aber was man so liest, handelt es sich um einen sehr wertvollen und guten Spieler, über den in den letzten zwei Tagen heftig in den sozialen Netzwerken debattiert wurde. Das Gerücht um ihn gibt es allerdings schon ein halbes Jahr.

Ein weiterer heftig diskutierter Spieler ist Breel Embolo. Der schweizer Nationalspieler kamerunischer Abstammung wird wohl von Ralf Rangnick persönlich beobachtet. Der Stürmer wäre der Edeltransfer schlechthin für RB Leipzig, wird er doch mit 20 Millionen Euro im Transfermarkt gehandelt. Es wird ganz finster von einer „Jagd“ auf den Spieler gesprochen, bei dem sich ganz offensichtlich RB Leipzig und der VfL Wolfsburg gegenseitig ausstechen sollen. Wenn es denn stimmt.

Vom Tisch fallen aber auch immer mal wieder ein paar Namen. So ist wohl weder Kevin Volland von der TSG Hoffenheim ein Thema, noch Ron-Robert Zieler von Hannover 96 oder Bernd Leno von Bayer Leverkusen. Das wirkt so, als ob Beobachter nicht damit rechnen, dass im Tor nachgebessert wird. Ich halte es für am sinnvollsten, das defensive Mittelfeld zu stärken. Ob das bedeutet, dass man da Leute rauswirft, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass es dort besser laufen könnte.

Und nötig wird es in jedem Fall, da Ralph Hasenhüttl als einer bekannt ist, der gern mal ein so genanntes „Pressing- und Zweikampfmassaker“ verzapft. Dazu braucht der Österreicher natürlich auch ein kompaktes, zweikampfstarkes und robustes Mittelfeld. Um Kaiser, Sabitzer, Forsberg und Demme mache ich mir dabei die wenigsten Sorgen. Aber was ist mit dem Rest? Das defensive Mittelfeld verstehe ich als Rückgrat einer Mannschaft. Und das muss funktionieren. Bei dem, was da mit Hasenhüttl denkbar ist, ist dieser Bereich aber zu schwach.

Ob es nun ausgerechnet Keita richten soll, weiß ich nicht. Auf jeden Fall glaube ich nicht wirklich fest daran, dass Embolo in Form von noch einem Stürmer nach Leipzig kommt. Der Angriff ist bestens aufgestellt. Sie schießen nur zu wenig Tore. Aber ich glaube nicht, dass der Angriff nun unbedingt verstärkt werden muss. Zumal ja Terrence Boyd auch nicht abgeschrieben ist und unbedingt zurück kommen will. Wenn das klappt, ist der immer für Tore gut.

Alles in allem wird sich wohl einiges ändern für die neue Saison. Ob man allerdings am Cottaweg das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster werfen wird, wage ich zu bezweifeln. Denn nach allem, was man so sieht, geht RB Leipzig maßvoll mit dem Geld um. Klar, Nukan und Selke waren Edeltransfers, wie auch Bruno und Sabitzer. Aber sonst wirft man nicht mit dem Geld um sich, als gäbe es kein Morgen. Aus diesem Grund halte ich Embolo auch für unrealistisch.

Ich kann mich täuschen. Aber die Investitionen bei RB Leipzig werden sich wohl auf anderem Gebiet abspielen. Vielleicht will man aus der U23 nun doch endlich mal eine schlagkräftige Truppe machen. Vielleicht will man überhaupt den Nachwuchs nun endlich mal näher an die Profis heran führen. Mit irgendwelchen Mondtransfers rechne ich jedenfalls nicht. Zumindest nicht auf Positionen, wo es nicht unbedingt notwendig ist. Das defensive Mittelfeld sehe ich ein, den Rest aber nicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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