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RB Leipzig – Irgendwas ist mit den Fans

RB Leipzig hat so etwas wie eine Fankultur. Ich habe das oft genug mitbekommen, dass die irgendwie anders ist als bei anderen Clubs. Kommen Sprüche? Die können wir gleich alle wieder einpacken. Ich will nichts hören und sehen, dass die Fans von RB Leipzig „Kunden“ seien. Denn wenn irgendwer davon anfängt, dann diskutieren wir über all die Fans anderer Clubs. Also: Fans. Die sind tatsächlich irgendwie anders. Das ist ganz einfach erklärt.

Trainer Hasenhüttl hat feststellen können, dass hier in Leipzig eine ganz neue Fußball-Fankultur entsteht und eigentlich entstanden ist. Na klar, die Euphorie, dass in der Gründungsstadt des DFB (Hach, diese Tradition) endlich wieder ein Erstligist spielt, schwingt mit. Aber ich habe es selbst oft genug mitbekommen, dass Fans und Club und all die Leute recht eng zusammenstehen. Das macht das gesamte Auftreten viel unangreifbar bei all den Anfeindungen. Die können sich all die Kritiker in die Haare schmieren, die will eh keiner mehr hören. Sie interessieren auch nicht.

Das heißt aber nicht, dass hier in Leipzig ununterbrochen eine einzige Party steigt. Nein, man setzt sich auch kritisch und konstruktiv mit allen Fehlentwicklungen auseinander. Wie ein möglicher Stadionneubau. Der wird vom Club für gut befunden und auch entsprechend bevorzugt. Aber die Fans wollen in keine inhaltsleere und seelenlose Schüssel auf der grünen Wiese tingeln. Die wollen lieber im formvollendeten Verkehrschaos zu Heimspieltagen ersticken. Aber so sind sie halt, die Fans. Ob es Kritikern gefällt oder nicht.

A propos inhaltsleer: RB Leipzig verfügt über einen Fanverband. In ihm sind alle offiziellen Fanclubs organisiert. Seit heute allerdings ein paar Fanclubs weniger. Es heißt, dass die Rasenballisten, LeCrats, Red Aces und Rabauken aus dem Fanverband ausgetreten sind. Inhaltsleere, aber damit verbunden Entscheidungshoheit wollen sie nicht mittragen. Die Fans sind also völlig normal unterwegs wie bei jedem anderen anderen Club auch. Nur warum akzeptieren das nicht die anderen Fangruppierungen?

Aber ich ließ es ja schon anklingen: Es interessiert in Leipzig niemanden. Boykottaufrufe anderer Fangruppen sind nicht mal ein kleiner Hauch in einem Wasserglas. Ein Sturm erst recht nicht. Sie zünden einfach nicht. Entweder sind Boykott-Aktionen nach nicht mal einer halben Stunde erledigt oder kommen gar nicht zustande. Die Fans von RB Leipzig lachen eigentlich solche Boykott-Aktionen nur noch aus.

Mit anderen Worten: Alles normal hier in Leipzig. Die anderen Fangruppen dürfen sich da gern mal entspannen. Bevor irgendwelche Aufregungen passieren, sollen die anderen Fangruppen diese Energie lieber dafür aufwenden, um ihre eigene Mannschaft zu unterstützen. Denn ich glaube, das haben Gäste in Leipzig dringend nötig. Und wenn die Leipziger Fans eine Bannerdiskussion mit dem Club haben, die durchaus mit Konsequenzen diskutiert wird, dann sollte man wissen, dass hier nicht alles hochgejubelt wird. Aber die Gegnerfans werden da eh nicht zuhören.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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