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RB Leipzig mal wieder im Wildpark beim Karlsruher SC

Es war ein dreckiges Spiel, das gestern im Karlsruher Wildpark stattfand. RB Leipzig gastierte wieder mal in diesem Jahr beim Karlsruher SC. Und alle Welt hatte vorher prognostiziert, dass es ein reines Kampfspiel werden würde. Genau das ist es geworden: Ein Kampfspiel im badischen Dauerregen. Es war sehr spannend, was da gestern ablief. Und deshalb schreibe ich mal wieder über die „Roten Bullen“ aus Leipzig.

6 gelbe Karten, 2 Fast-Strafstöße, 1 gegebener Strafstoß – man sieht schon daran, dass den reichlich 15000 Zuschauern einiges an Kampf geboten wurde. Neben Fabio Coltorti im Tor traten die Leipziger mit Halstenberg, Compper, Orban und Klostermann in der Abwehr, Ilsanker, Kaiser, Demme, Forsberg und Sabitzer im Mittelfeld und Selke im Sturm an. Und Marvin Compper erwischte nicht seinen glücklichsten Tag. Wie schon im März taumelte er ziemlich auf dem Platz. RB Leipzig konnte von Glück reden, dass bei seinen Taten nichts schlimmeres passiert ist.

Die ersten rund 20 Minuten gingen klar an die Badenser, nachdem die Sachsen mal kurz durch Sabitzer und Selke gezeigt haben, dass sie nicht die weite Reise angetreten hatten, um Gastgeschenke abzuliefern. Dann aber drehte Karlsruhe auf. Vor allem durch einen bärenstarken Boubacar Barry. Und so kam es, dass Compper seinen ersten Aussetzer hatte und den Ball eindeutig mit der Hand spielte, was Schiedsrichter nicht sah. Kurz drauf wurde es brenzlig, als ein Freistoß an der Strafraum-Kante sehr scharf aufs Coltorti-Tor ging und der Schweizer Hüne den Ball nur mit Not noch abfangen konnte.

Danach hatten sich die Leipziger gefangen und spielten über Halstenberg, der mir gut gefiel, in Richtung Orlishausen. Nur knapp ging der Ball über das Tor. Karlsruhe kam dann mit Torres zur nächsten Chance, bevor Leipzigs Kapitän Kaiser einen Distanzschuss nur hauchdünn am Karlsruher Tor vorbei semmelte. Und Karlsruhes Orlishausen war auch bei Klostermanns Schuss zur Stelle. So ging das 0:0 zur Pause völlig in Ordnung.

In der zweiten Halbzeit kam Karlsruhe durch Stoll zum Zuge, bevor die Badenser einen Foul-Elfmeter zugesprochen bekamen. Marvin Compper – wie gesagt, heute nicht so der glücklichste auf dem Platz – brachte irgendwie Diamantakos im Strafraum zu Fall. Der gefällte Spieler trat selbst an, schoss unglaublich schwach, aber auch „Krake“ Coltorti war zur Stelle. So hieß es nach dieser brenzligen Situation weiter 0:0. Und die Spannung stieg weiter im Sauwetter von Baden. Aber RB Leipzig durfte sich hier wirklich nicht beschweren, dass sie nicht zurücklagen.

Um die 70. Spielminute kamen dann wieder die Leipziger. Zunächst mit dem starken Halstenberg, der völlig humorlos abzog und Orlishausen prüfte. Kurz drauf hatte aber der gute Karlsruher Keeper keine Chance, als der beste Leipziger an diesem Abend, Marcel Sabitzer, einen Schuss ablieferte, der von Manuel Torres unhaltbar abgefälscht wurde. Damit stand es dann 0:1 im Regen von Karlsruhe.

RB Leipzig machte jetzt das Spiel, vor allem durch den bärenstarken Sabitzer und den sehr agilen Halstenberg. Karlsruhe hatte nicht mehr allzu viel zuzusetzen. Kurz vor dem Abpfiff trat allerdings Hoffer für Karlsruhe nochmal gegen den Ball, der nur knapp über den Kasten von Coltorti ging. Und so hieß dann der Endstand nach 4 Minuten Nachspielzeit 0:1 für die Gäste von RB Leipzig.

RB Leipzig war gut auf den hammerharten badischen Gegner eingestellt. Ralf Rangnick behielt mit seiner Taktik des breiten Mittelfelds Recht. Der größte Schwachpunkt war Marvin Compper. Aber auch Emil Forsberg konnte gestern nicht glänzen und wurde etwa 25 Minuten vor Schluss durch Yussuf Poulsen ersetzt, der sich gut in das Spiel einfügte. Die besten Spieler des gestrigen Abends waren Fabio Coltorti, Willi Orban, Marcel Halstenberg und ein überragender Marcel Sabitzer. Jeder auf seiner Position war mannschaftsdienlich, verhinderte schlimmeres oder sorgte für Alarm.

Es war das erwartet schwere Spiel gegen den unliebsamen Gegner aus dem Südwesten der Republik. Es hieß vor dem Spiel, dass es wohl auf einen dreckigen Sieg hinauslaufen würde. Und genau so ist es gekommen. Die Leipziger setzten sich durch den Sieg aber gemeinsam mit Spitzenreiter SC Freiburg mit 6 Punkten von den restlichen Mannschaften ab. Der KSC versackte im Mittelfeld der Tabelle und hätte in den dichten Verkehr direkt unterhalb der Aufstiegsplätze hinein stoßen können. Spannend war’s. Nicht schön, aber spannend. Am Sonntag kommt nun Duisburg nach Leipzig, und Karlsruhe geht nach Bielefeld. Das muss alles erstmal gewonnen werden.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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