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RB Leipzig: Personal kommt und geht

Aufsteiger RB Leipzig hat im Sommer gewaltig die Mannschaft umgebaut. Gerade in den letzten Tagen ist da noch einiges passiert, worüber man reden muss. Denn es wird wieder einmal über den Club diskutiert. Berechtigt? Unberechtigt? Sagen Sie es mir. Und deshalb schreibe ich einfach mal so auf, was es so an Transfermeldungen gab.

Es kamen zu RB Leipzig

  • Naby Keita von Red Bull Salzburg – Im zentralen Mittelfeld dürfte er eine direkte Verstärkung sein. In Testspielen durfte er sich auch schon beweisen.
  • Oliver Burke von Nottingham Forest – Das 19-jährige Top-Talent aus Schottland kommt als Rechtsaußen und ist ein Edeltransfer, da Halb-Europa an ihm dran war
  • Timo Werner vom VfB Stuttgart – Der Stürmer durfte bereits zeigen, was er drauf hat. Und das ist nicht wenig
  • Bernardo von Red Bull Salzburg – Defensiv-Allrounder für die chronischen Abwehr-Schwächen von RB Leipzig
  • Marius Müller vom 1. FC Kaiserslautern – Torhüter, der als Ersatz für den gealterten Fabio Coltorti eingeführt werden dürfte
  • Benno Schmitz von Red Bull Salzburg – Rechter Verteidiger mit Offensiv-Qualitäten
  • Vitaly Janelt aus der eigenen Jugend – Nachrücker im defensiven Mittelfeld, könnte ein zweiter Joshua Kimmich werden
  • Idrissa Touré aus der eigenen Jugend – Nachrücker im zentralen Mittelfeld mit Qualitäten zur Spiel-Regie
  • Omer Damari, war an Red Bull Salzburg verliehen – ein Stürmer, mit dem RB Leipzig nichts anzufangen weiß, soll bei New York Red Bulls spielen
  • Zsolt Kalmár, war an den FSV Frankfurt verliehen – Offensives Mittelfeld-Talent, das noch eine Chance auf Bewährung bekommt

Was auffällt, sind drei Spieler, die direkt von Red Bull Salzburg transferiert wurden und einer, der innerhalb von „Red Bull Soccers“ (oder so) wechseln. Auffällig ist auch, dass man offenbar mit dem angeblichen Edelstürmer Omer Damari nichts mehr anzufangen weiß. Und es fällt zudem auf, dass zwei Nachwuchsspieler Profi-Verträge bekommen haben.

Es gingen von RB Leipzig

  • Stefan Hierländer zu Sturm Graz – zentrales Mittelfeld, ist aber in Leipzig eher untergegangen
  • Georg Teigl zum FC Augsburg – Rechter Verteidiger und pfeilschnell, hatte aber gegen Lukas Klostermann das Nachsehen
  • Nils Quaschner zum VfL Bochum – der Stürmer kam in Leipzig irgendwie nie an
  • Omer Damari zu New York Red Bulls – siehe oben
  • Anthony Jung zum FC Ingolstadt – Linker Verteidiger und guter Backup von Marcel Halstenberg, man ließ ihn ohne Not versauern
  • Ken Gipson zur eigenen U23 – von VfB mit viel Tamtam geholt, kam er zu wenig zum Zuge und soll bei der U23 auf die Weide
  • John-Patrick Strauß zur eigenen U23 – defensives Mittelfeld, soll noch weiter Spielerfahrung sammeln
  • Atinc Nukan an Besiktas Istanbul verliehen – der Innenverteidiger kam irgendwie nie richtig in Leipzig an und soll noch etwas lernen
  • Massimo Bruno an RSC Anderlecht verliehen – im offensiven Mittelfeld ist zu viel Verkehr, sodass er nicht zum Zuge kommen kann, soll Spielpraxis sammeln

Man hat sich ohne Not Abwehrprobleme ins Haus geholt, von denen man dachte, dass man sie besiegt hatte. Es darf daher kein Wunder sein, dass Anthony Jung nicht mehr in Leipzig spielt. Das Gleiche gilt für Georg Teigl. Schade ist es um Stefan Hierländer, der gute Ansätze hatte, die aber nicht für die Ansprüche in Leipzig genügt haben.

Und sonst so?

Morgen schließt das Transferfenster der Sommerpause. Es heißt, dass RB Leipzig fertig sei mit der Kaderplanung. Für Zugänge hat man damit 43 Millionen Euro ausgegeben, für Abgänge 4 Millionen eingenommen. Das klingt nach finanziellem Harakiri. Das kann auch nicht so weitergehen. Daher freut es mich, dass RB Leipzig auf die eigene Jugend setzt und hier eine schlagkräftige Truppe zusammenwächst. Hier gibt es dann auch schon mal einen Profi-Vertrag.

Gerüchte sind einige noch im Köcher. Aber es ist eigentlich zu wenig Zeit, als dass hier noch recht viel passieren könnte. Die Kaderplanung ist fertig. Da gibt es für mich nichts mehr zu rütteln. Oder denken Sie wirklich, dass da noch recht viel passiert? Finden Sie nicht auch, dass RB Leipzig in Sachen Einkauf mal langsam auf die Bremse treten sollte? Den Geruch des dicken Mateschitz-Portemonnaie wird man so auf jeden Fall nicht los.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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